IndyCar-Test Phoenix (Tag 2): Rossi P1, Ericsson crasht, Schumacher im Verkehr
Regen in der Wüste sorgt für Verkürzung der letzten Session auf dem Phoenix-Oval: Gesamtbestzeit für Alexander Rossi - Mick Schumacher erstmals im Pulk
Gesamtschnellster beim Phoenix-Test: Alexander Rossi (Carpenter-Chevrolet)
Foto: Penske Entertainment
Fahrer und Teams der IndyCar-Serie haben auf dem Phoenix Raceway, dem unregelmäßig geformten Ein-Meilen-Oval im US-Bundesstaat Arizona, ihre Wintertestfahrten in Vorbereitung auf die Rennsaison 2026 abgeschlossen. Nach dem zweitägigen Rundstreckentest in Sebring in der vergangenen Woche war der zweitägige Ovaltest in Phoenix nun der letzte Fahrbetrieb vor dem Saisonauftakt am 1. März.
Kurios: Wenngleich sich das Phoenix-Oval mitten in der Wüste befindet, gab kurz dem geplanten Beginn der letzten Testsession (Mittwochnachmittag) einen Regenschauer. Der hatte zur Folge, dass der Fahrbetrieb im Anschluss an die Mittagspause erst mit eineinhalb Stunden Verspätung wiederaufgenommen wurde. Und auch später musste der Fahrbetrieb aufgrund von Regentropfen nochmals pausieren.
Die verlorene Zeit wurde zwar nicht komplett nachgeholt, aber immerhin wurde die Nachmittagssession erst 30 Minuten später als geplant beendet. Somit dauerte sie (inklusive Gelbphasen) letztlich zwei anstatt der ursprünglich geplanten drei Stunden.
Crash von Marcus Ericsson - Testbestzeit für Alexander Rossi
Gut eine Stunde vor Ende des Testbetriebs sorgte Marcus Ericsson (Andretti-Honda) mit einem Crash in Turn 4 für den zweiten Zwischenfall der zwei Tage. Bereits am Dienstag hatte IndyCar-Rookie Caio Collet (Foyt-Chevrolet) in derselben Kurve einen harmlosen Crash. Wie Collet, so entstieg auch Ericsson seinem Boliden nach dem Unfall aus eigener Kraft.
Auf Regentropfen war der Crash übrigens nicht zurückzuführen, wie Ericsson erklärt: "Nein, es war keine Feuchtigkeit. Es war etwas anderes. Wir müssen uns die Daten ansehen, aber es gab einen Knall und ich habe an einer kritischen Stelle der Kurve Leistung verloren. Ich muss mir die Daten und das Video noch genau ansehen, um zu verstehen, was da passiert ist."
Als Schnellster des Phoenix-Tests geht Alexander Rossi (Carpenter-Chevrolet) hervor. Mit einer am Mittwochnachmittag gefahrenen Rundenzeit von 20,625 Sekunden (174,542 Meilen pro Stunde) hat Rossi nicht nur den Bestwert von Penske-Neuzugang David Malukas vom Dienstag verbessert, sondern auch seinen eigenen Bestwert vom Mittwochvormittag nochmals um wenige Hundertstelsekunden.
Rossi war einer von zehn Piloten, die am Nachmittag schneller fuhren als am Vormittag. Die Top 5 in der Tageswertung am Mittwoch, dem schnelleren der zwei Tage, wurden hinter Spitzenreiter Rossi vervollständigt von Josef Newgarden (Penske-Chevrolet), Alex Palou (Ganassi-Honda), Christian Rasmussen (Carpenter-Chevrolet) und David Malukas (Penske-Chevrolet).
Allerdings wurden alle drei Session-Bestzeiten (eine am Dienstag und zwei am Mittwoch) mit Einfluss eines Windschattens erzielt, was das Gesamtbild ein wenig verzerrt. Im Ranking der Rundenzeiten in Alleinfahrt war das Penske-Team klar tonangebend. Am Vormittag des zweiten Tages belegten die drei Fahrer des Teams - Josef Newgarden, David Malukas, Scott McLaughlin - in dieser Reihenfolge die ersten drei Positionen.
Mick Schumacher schnellster Rookie - und erstmals im Pulk
IndyCar-Rookie Mick Schumacher (Rahal-Honda) hat sich am zweiten Tag seines persönlich zweiten Ovaltests deutlich gesteigert. Nachdem er in der Vormittagssession auf P16 abgeschlossen hatte und im Klassement der Runden in Alleinfahrt am Vormittag sogar auf P8, reihte er sich nachmittags auf P24 ein.
In den letzten Stunden beteiligte sich auch Schumacher erstmals am Fahren im Pulk und somit im Windschatten. Schneller als in Alleinfahrt war er dabei allerdings nicht. Im Gesamtklassement des zweiten Tages wurde es für Schumacher Platz 18.
Schumachers persönliche Bestzeit beim Phoenix-Test wurde am Mittwochvormittag mit 21,040 Sekunden (171,096 Meilen pro Stunde) in Alleinfahrt notiert. Damit hat er sich im Vergleich zum Dienstag um 0,910 Sekunden gesteigert.
Das liegt vor allem daran, dass er von Tag zu Tag mehr Routine bekommt, was sowohl Fahren als auch Fahrzeugabstimmung im Oval betrifft. Genau das wurde vor allem in der Session am Mittwochvormittag deutlich. Über die zwei Tage hinweg drehte Schumacher 222 Runden und hat dabei jede Menge Erfahrung gesammelt.

Mick Schumacher kann mit seinem Phoenix-Test zufrieden sein
Foto: Penske Entertainment
Blickt man auf das Dreiwagenteam Rahal Letterman Lanigan Racing (RLL) als Ganzes, war Schumacher mit P18 beim Phoenix-Test Drittschnellster des Teams hinter IndyCar-Routinier Graham Rahal (13.) sowie hinter Louis Foster (16.), der im vergangenen Jahr seine Rookie-Saison absolvierte.
In Reihen der drei Rookies im Starterfeld für die volle IndyCar-Saison 2026 belegte Schumacher indes die erste Position vor Caio Collet (Foyt-Chevrolet) und vor Dennis Hauger (Coyne-Honda). Collet wurde durch seinen Crash vom Dienstag ein wenig zurückgeworfen in seinem Testprogramm. Er war in der Session am Mittwochnachmittag der schnellste der drei Rookies, kam dabei aber an Schumachers Vormittagszeit nicht heran.
Unterm Strich wurden am Mittwoch im Verlauf von letztlich nur fünf statt sechs Stunden Testbetrieb (drei Stunden vormittags, zwei Stunden nachmittags) von den 25 Vollzeitfahren für die IndyCar-Saison 2026 zusammengerechnet 2.804 Runden abgespult.
Damit sind die Testfahrten in Vorbereitung auf die neue Saison abgeschlossen. Das erste von 18 Rennen im IndyCar-Kalender 2026 findet in eineinhalb Wochen statt, am 1. März auf dem Stadtkurs in St. Petersburg (Florida). Das Oval in Phoenix, wo in dieser Woche getestet wurde, steht für den 7. März (Samstag) als zweites Saisonrennen auf dem Programm.
Ergebnis IndyCar-Test in Phoenix (Mittwoch):
01. Alexander Rossi (Carpenter-Chevrolet) - 20,625 Sekunden (Nachmittag)
02. Josef Newgarden (Penske-Chevrolet) - 20,646 (Vormittag)
03. Alex Palou (Ganassi-Honda) - 20,663 (Vormittag)
04. Christian Rasmussen (Carpenter-Chevrolet) - 20,698 (Nachmittag)
05. David Malukas (Penske-Chevrolet) - 20,718 (Vormittag)
06. Patricio O'Ward (McLaren-Chevrolet) - 20,724 (Vormittag)
07. Kyle Kirkwood (Andretti-Honda) - 20,730 (Vormittag)
08. Will Power (Andretti-Honda) - 20,786 (Nachmittag)
09. Marcus Ericsson (Andretti-Honda) - 20,795 (Vormittag)
10. Marcus Armstrong (Shank-Honda) - 20,816 (Nachmittag)
11. Scott Dixon (Ganassi-Honda) - 20,834 (Nachmittag)
12. Scott McLaughlin (Penske-Chevrolet) - 20,878 (Vormittag)
13. Graham Rahal (Rahal-Honda) - 20,932 (Vormittag)
14. Felix Rosenqvist (Shank-Honda) - 20,943 (Vormittag)
15. Rinus VeeKay (Juncos-Chevrolet) - 20,954 (Vormittag)
16. Louis Foster (Rahal-Honda) - 20,966 (Vormittag)
17. Nolan Siegel (McLaren-Chevrolet) - 20,975 (Nachmittag)
18. Mick Schumacher (Rahal-Honda) - 21,040 (Vormittag)
19. Romain Grosjean (Coyne-Honda) - 21,054 (Nachmittag)
20. Christian Lundgaard (McLaren-Chevrolet) - 21,061 (Vormittag)
21. Caio Collet (Foyt-Chevrolet) - 21,138 (Nachmittag)
22. Dennis Hauger (Coyne-Honda) - 21,164 (Vormittag)
23. Kyffin Simpson (Ganassi-Honda) - 21,177 (Vormittag)
24. Santino Ferrucci (Foyt-Chevrolet) - 21,202 (Nachmittag)
25. Sting Ray Robb (Juncos-Chevrolet) - 21,362 (Nachmittag)
Diese Story teilen oder speichern
Registrieren und Motorsport.com mit Adblocker genießen!
Von Formel 1 bis MotoGP berichten wir direkt aus dem Fahrerlager, denn wir lieben unseren Sport genau wie Du. Damit wir dir unseren Fachjournalismus weiterhin bieten können, verwendet unsere Website Cookies. Dadurch wird Dein Nutzererlebnis optimiert und die Werbung auf Deine Interessen zugeschnitten. Wir wollen dir aber natürlich trotzdem die Möglichkeit geben, eine werbefreie Website zu genießen.