Indycar 2018

Juncos Racing hat volle IndyCar-Saison 2018 noch immer als Ziel

Ricardo Juncos und Kyle Kaiser haben derzeit genug Geld für vier IndyCar-Rennen, arbeiten aber weiter daran, das Engagement auszuweiten. Eine komplette Saison bleibt das Ziel.

Als eines von voraussichtlich drei neuen Teams wird Juncos Racing in der IndyCar-Saison 2018 seine Zelte bei mehr Rennen als dem Indy 500 aufschlagen. Das Team von Selfmade-Teamchef Ricardo Juncos wird nach jetzigem Stand mit Indy-Lights-Meister Kyle Kaiser die beiden Indianapolis-Rennen und zwei weitere Läufe bestreiten. Juncos will nichts überstürzen, schließlich ist IndyCar das bisher größte Abenteuer seines einst in Argentinien gegründeten Teams, das 2003 im Zuge der Staatspleite in die USA umzog.

Doch die Sponsorenakquise geht weiter. "Wir hoffen, dass wir eine volle Saison fahren können und arbeiten weiter hart daran. Das ist ganz klar unser Ziel", sagt Juncos gegenüber 'Motorsport-Total.com'. "Momentan werde ich aber nicht sagen, dass wir das mit absoluter Sicherheit tun werden, weil wir noch nicht einmal in der Nähe dessen sind. Ich möchte nicht behaupten, dass wir etwas tun, was wir dann nicht machen werden." Bodenständigkeit war stets das Erfolgsrezept des Argentiniers, dessen Team es vom einfachen Kart-Rennstall bis in die IndyCar-Serie geschafft hat.

Wie immer ist die Sponsorenakquise das schwierigste Kapitel. Kaiser bringt eine Million Dollar Preisgeld als Indy-Lights-Meister mit. Für eine komplette IndyCar-Saison sind aber drei bis fünf Millionen Dollar pro Auto nötig - in der Sparversion ohne Aussicht auf Siege.

Welche Rennen werden es neben Indy?

Juncos will sich auch voll und ganz auf Kaiser konzentrieren; ein zweites Auto mit einem zahlungskräftigen Piloten für ein paar weitere Rennen kommt für ihn nicht in Frage. Außer beim 500-Meilen-Rennen von Indianapolis, das natürlich die große Ausnahme darstellt. 2017 gab Juncos sein IndyCar-Debüt beim Höhepunkt mit Sebastian Saavedra und Spencer Pigot.

Auch steht noch nicht fest, an welchen Rennen neben dem Indianapolis 500 und dem Indianapolis-Grand-Prix Juncos teilnehmen wird. "Wir denken an Long Beach, Phoenix und Toronto. Und Kyle ist sehr gut in Sonoma. Wir werden die Entscheidungen in den beiden kommenden Wochen fällen."

 

Ebenso unklar ist die Motorenfrage. "Noch ist nichts entschieden", sagt Juncos. Sein Team verwendete beim Indy-500-Debüt Chevrolet-Aggregate und er äußerte sich immer wieder positiv über die US-amerikanischen Motoren. Zwischen dem 7. und 10. Dezember will er die Entscheidung auf der amerikanischen Motorsport-Expo (PRI Show) verkünden.

Die Testfahrten mit dem neuen Auto werden erst im neuen Jahr beginnen. "Mein Ziel ist, das Auto Mitte Januar fertig zu haben, aber es werden wohl kaum mehr als zwei bis drei Testtage für Kyle werden, bevor es ins erste Rennen geht", bleibt er realistisch. Die Bäume wachsen im Debütjahr eben nicht in den Himmel. Es liegt an Kaiser, sich durchzubeißen: "Er ist sehr intelligent, ich sehe da kein Problem. Wir werden das Auto gut vorbereiten, methodisch arbeiten und geduldig sein. Er ist ein Rookie, wir sind Rookies!"

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