Kameramann beschimpft: Will Power dreht nach Detroit-Aus durch
Will Power gerät beim IndyCar-Rennen mit Scott McLaughlin aneinander - Nach Keilerei auf der Strecke beschimpft der Austrailer noch einen Kameramann
Will Power war nach der Kollision mit Scott McLaughlin komplett bedient
Foto: Penske Entertainment
Das IndyCar-Rennen in Detroit bot das gewohnte Chaos, doch für das absolute Highlight abseits der Strecke sorgte Will Power. Nach seinem Aus durch eine Reihe von Kollisionen mit seinem ehemaligen Penske-Teamkollegen Scott McLaughlin gab er einem Kameramann ziemlich vulgär zu verstehen, sich vom Acker zu machen.
Der Andretti-Pilot lieferte sich in der Schlussphase des Rennens einen erbitterten Clinch mit McLaughlin. Es kam zu mehreren Kollisionen, die das Rennen für beide vorzeitig beendete und Power auf 180 krachte.
Der Ursprung des Dramas lag in Kurve 3: Power sticht innen rein, um McLaughlin Platz drei abzujagen. Am Kurvenausgang macht sich der Neuseeländer breit. Power wird so hart in die Außenmauer gedrückt, dass sein Dallara-Honda für einen kurzen Moment sogar mit beiden Vorderrädern abhebt.
Nur eine Runde später krachte es in Kurve 7 erneut, wobei Power McLaughlin in die Mauer drückte. In Kurve 8 folgte die nächste Berührung. Die Manöver Powers deuteten dabei darauf hin, dass er sich bei McLaughlin revanchieren wollte, können aber auch auf die defekte Aufhängung zurückzuführen sein.
Beim Aussteigen kochten die Emotionen beim berühmt-berüchtigten Heißsporn komplett über. Als ein Kameramann des US-Senders FOX Sports das Drama in der Andretti-Boxeinfahrt filmen wollte, ging Power verbal auf ihn los und schleuderte ihm ein unmissverständliches "Fuck off!" direkt in die Linse.
Nachdem sich der Rauch etwas gelegt hatte, gab sich Power im offiziellen Statement zahmer: "Das war gelinde gesagt ein enttäuschendes Rennen. Wir waren am Ende in einer guten Position und hatten die Chance auf das Podium. Leider hat der Kontakt die Aufhängung beschädigt und das war's. Es ist frustrierend." Am Ende wurde Power nur als 22. gewertet.
Auch McLaughlins Rennen war nach den Kollisionen ruiniert. Er schleppte seinen beschädigten Penske-Chevy mit einer gebrochenen Spurstange auf Platz 19 ins Ziel.
McLaughlin zeigte sich nach dem Rennen verständnislos über Powers Aggressivität: "In Kurve 3 hat er das rechte Vorderrad blockiert. Ehrlich gesagt wollte ich außen vorbei, aber er hat immer weiter eingelenkt und mir im Grunde keine Wahl gelassen. Er hat mich in die Mauer gedrückt. Das wollte ich ihm nicht antun und ich wollte mir damit auch nicht meinen Tag ruinieren."
In den sozialen Medien gab er anschließend bekannt, sich mit Power ausgesprochen zu haben: "Detroit ist immer ein harter Kampf. Ich habe nichts als Respekt vor Will Power. Wir haben uns nach dem Rennen unterhalten und die Hände geschüttelt. Auf zum nächsten Rennen."
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