Zum Hauptinhalt springen

Kostenlos registrieren

  • Direkt zu Deinen Lieblingsartikeln!

  • Benachrichtigungen für Top-News und Lieblingsfahrer verwalten

  • Artikel kommentieren

Kyle Kirkwoords Mega-Überholmanöver: Auf den Spuren von Alex Zanardi

Das erinnerte an Alex Zanardis "The Pass": Kyle Kirkwood ringt mit einem irren Manöver beim IndyCar-Rennen in Arlington Alex Palou nieder - So hat er es erlebt

Kyle Kirkwoords Mega-Überholmanöver: Auf den Spuren von Alex Zanardi

Kyle Kirkwood machte mit Alex Palou kurzen Prozess in Arlington

Foto: Penske Penske

Dieses Manöver wird in jedem Jahresrückblick zu sehen sein und womöglich in die Geschichtsbücher des IndyCar-Sports eingehen. Wie Kyle Kirkwood (Andretti-Honda) Alex Palou (Ganassi-Honda) die Führung bei der Stadtkurs-Premiere in Arlington entriss, war ganz großes Kino.

Das Manöver in Kurve 14 erinnerte Beobachter unweigerlich an Alex Zanardis legendären Ritt durch die "Corkscrew" von Laguna Seca 1996 im Zweikampf gegen Bryan Herta 1996. Auch Kirkwood wählte einen Weg, den Palou nicht auf dem Schirm hatte. Ironischerweise ist Herta heute Kirkwoods Rennstratege, was in Europa in etwa dem Renningenieur entspricht.

"Es war ein Alles-oder-Nichts-Manöver", erklärt ein sichtlich euphorisierter Kirkwood nach seinem sechsten Karrieresieg. Während Palou im technisch anspruchsvollen, kurvigen Mittelsektor der Strecke überlegen war, hatte Andretti Global bei der Abstimmung mit flachen Flügeln auf volles Risiko gesetzt. "Wir waren auf den Geraden extrem 'trimmed‘, hatten also weniger Flügel am Auto als er", so Kirkwood.

Der Schlüssel zum Erfolg war der Überraschungsmoment. Kirkwood wusste, dass er gegen einen Strategie-Fuchs wie Palou nur eine einzige Chance haben würde: "Palou ist ein smarter Fahrer. Wenn ich eine Runde gewartet hätte, hätte er beim nächsten Mal sofort verteidigt. Ich musste diesen Überraschungsangriff setzen, um ihn zu überrumpeln."

Dabei spielte auch das Vertrauen in den Gegner eine Rolle. In einer Serie, in der es oft hart zur Sache geht, lobt Kirkwood die Fairness des Champions: "Man kann gegen Alex so ein Manöver fahren, weil man weiß, dass er einen nicht absichtlich in die Mauer drückt. Wir sind uns unserer Umgebung beide sehr bewusst und fahren extrem sauber gegeneinander."

Palou zollt Respekt: "Nie sicher gefühlt"

Alex Palou, der eigentlich damit beschäftigt war, den auf einer Zweistopp-Strategie fahrenden Will Power in Schach zu halten, wurde von der Wucht des Kirkwood-Angriffs kalt erwischt.

"Ich habe in Kurve 10 verteidigt, weil wir wussten, dass sie auf den Geraden schneller waren", gibt der zweifache Champion offen zu. "Dann kam er aus Kurve 12 mit so viel Überschuss an, ich drückte den Overtake-Button und den Hybrid-Boost, aber er war schon da. Es war ein absolut sauberes Manöver."

" data-widget="video">

Der Spanier glaubt, dass die Entscheidung für mehr Abtrieb im Nachhinein vielleicht der falsche Weg war, auch wenn er in den Kurven schneller war. "Ich war in den Ecken besser, aber ich konnte diesen Vorteil nicht so nutzen, wie sie ihren Vorteil auf den Geraden. Ich habe mich in diesem Rennen zu keinem Zeitpunkt sicher gefühlt. Niemals."

Mit dem Erfolg zementierte Kirkwood seinen Ruf als absoluter Stadtkurs-Spezialist - fünf seiner sechs Siege feierte er nun auf temporären Kursen. Für die Fans in Texas war es der krönende Abschluss eines Wochenendes, das trotz Sturmwarnung und Bodenwellen-Chaos sportlich alles hielt, was es versprochen hatte.

Vorheriger Artikel "Dummes Rennen": Mick Schumacher erklärt Arlington-Kollisionen
Nächster Artikel IndyCar Barber 2026 mit Mick Schumacher: Zeitplan, TV, alle Infos

Aktuelle News