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Malukas kämpft mit Tränen: Knappste Indy-500-Niederlage der Geschichte

David Malukas wird zum zweiten Mal in Folge Zweiter beim Indianapolis 500 - Felix Rosenqvist entreißt ihm den Sieg im engsten Finish der Geschichte

Malukas kämpft mit Tränen: Knappste Indy-500-Niederlage der Geschichte

Der tragische Held David Malukas kämpfte sich unter Tränen durch die Interviews

Foto: Penske Entertainment

Es war die bittere Millimeter-Entscheidung beim 110. Indianapolis 500: David Malukas hatte beim Verlassen von Kurve 4 nur noch die Zielflagge vor Augen. Doch auf den letzten Metern konnte er den fulminanten Angriff von Felix Rosenqvist nicht mehr abwehren.

Am Ende stand Malukas auf der falschen Seite des engsten Zieleinlaufs, den das legendäre Oval-Rennen je gesehen hat. Mickrige 0,0233 Sekunden. Ein Fünftel eines Wimpernschlags. (Das Rennen in der Chronologie)

Der 24-jährige hatte sich die Führung direkt beim Start des finalen Ein-Runden-Shootouts von Marcus Armstrong geholt. Während Armstrong und Rosenqvist dahinter um Platz zwei rangelten, schien die Sache für Malukas bereits gelaufen zu sein. Doch Rosenqvist schoss an seinem Teamkollegen vorbei, saugte sich im Windschatten heran und brach Malukas auf der Ziellinie das Herz.

Schon im Vorjahr war Malukas für A.J. Foyt Racing als Zweiter ins Ziel gekommen. Damals war es eine Sensation. Der zweite Platz in diesem Jahr im Topteam Penske tat ungleich mehr weh und ließ den US-Amerikaner mit litauischen Wurzeln in Tränen ausbrechen. Das Publikum quittierte seine zittrigen Worte mit einem tosenden Applaus.

"Ja, es ist einfach nur enttäuschend", so Malukas. "Ich weiß einfach nicht, was wir hätten anders machen können. Wir sind das gesamte Rennen über 150 Prozent gefahren. Ich habe den verdammten Karren fast in jeder Runde rausgeworfen. Die Jungs haben einen fantastischen Job gemacht. Wir hatten das schnellste Auto da draußen. Wir hatten den Sieg in der Hand, und ich wusste das."

"Ich habe in meinem ganzen Leben noch nie so hart gepusht. Dass es dann so endet - ich kann es gar nicht glauben. Die ganze Saison über, und auch schon davor, sammle ich zweite Plätze. Aber wir schaffen es einfach nicht ganz nach vorn. Ich weiß nicht, wie viel näher man noch rankommen kann. Jetzt sind wir eben auch Zweiter in der Meisterschaft. Toll, so viele zweite Plätze."

FOX-Expertin Danica Patrick sagt über Malukas: "Ich weiß nicht, was er hätte anders machen können. Er hatte durch Turn 1 und 2 hindurch einen unglaublichen Run. Er hatte auf der Gegengeraden einen Vorsprung. Und dann konnten sie so schnell auf ihn aufschließen. Und diesmal war es so: Wenn man führt, dann steht man auf verlorenem Posten. Wir haben so viele Führungswechsel gesehen. Aber dafür lieben wir diesen Sport, für die Emotionen. Deshalb kommen wir hierhin."

Karriere von Roger Penske gerettet

Malukas erinnert an seinen schwierigen Weg bis zu diesem Moment - insbesondere an seine Handgelenksverletzung im Jahr 2024, wegen der er sein Cockpit bei McLaren verlor, noch bevor er ein einziges Rennen bestritten hatte. Auch damals kamen ihm auf dem Indianapolis Motor Speedway die Tränen, als er das Rennen als Zuschauer verfolgte.

"Obwohl ich noch jung bin, war ich schon bei vielen Teams. Aber nach all dem im Jahr 2024 ist niemand wie Team Penske", erklärt Malukas. "Alle hier sind so eng miteinander, es fühlt sich wirklich wie eine Familie an. Roger Penske war einer der ersten, die nach all dem damals zu mir kamen und mir sagten, dass er an mich glaubt."

"Nur wegen ihm kann ich heute hier sitzen und darüber weinen, dass es nur Platz zwei geworden ist. Deshalb ist es so emotional für mich. Ich wollte unbedingt diesen Sieg für das Team holen und mich in die Geschichtsbücher eintragen. Alles passiert aus einem bestimmten Grund. Wir werden das als Motivation nutzen und weiter pushen. Eines Tages wird es klappen."

Nach dem ersten großen Schmerz brachte das Anschauen der Wiederholung dem Penske-Piloten zumindest ein wenig Frieden.

"Er hatte einfach verdammt viel Überschuss", gibt Malukas zu. "Ich hätte nichts anders machen können. Ich habe gegrübelt, ob ich mit dem Hybrideinsatz etwas hätte anders machen müssen." Sein Teamkollege Scott McLaughlin klinkt sich an dieser Stelle ein: "Auf keinen Fall, Kumpel."

Malukas, immer noch mit den Tränen kämpfend, stimmt zu: "Da war einfach nichts zu machen. Im Auto fühlte es sich extrem eng an. Aber ich wusste nicht, dass er so einen massiven Überschuss hatte."

"Als ich die Wiederholung sah, fühlte ich mich tatsächlich besser. Da war mir klar: Ich hätte das vielleicht um ein paar Tausendstel verkürzen können, mehr nicht. Das waren wohl die Götter des Indianapolis Motor Speedway, die mir sagen wollten, dass meine Zeit einfach noch nicht reif ist."

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