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Mick Schumacher nach Indy-500-Zielankunft: "Hat Spaß gemacht"

Als erster Deutscher seit 103 Jahren sieht Mick Schumacher die Zielflagge beim Indianapolis 500 - Was ohne Mauerkuss drin gewesen wäre

Mick Schumacher nach Indy-500-Zielankunft: "Hat Spaß gemacht"

Mick Schumacher sah als erster Deutscher seit 103 Jahren die Zielflagge beim Indy 500

Foto: Michael Michael

Er hat es geschafft: Mick Schumacher hat alle 200 Runden bei der 110. Ausgabe des Indianapolis 500 absolviert und die Zielflagge als 18. und damit als bester Rookie gesehen. Dabei gelang ihm ein starkes Rückrundungsmanöver, das ihm die Chance auf einen Top-15-Platz bot, am Ende besiegelte aber ein sanfter Mauerkuss sein Schicksal auf dem 18. Platz.

"Ja, das war es, vor allem beim vorletzten Restart am Ende", antwortet Schumacher auf die Frage, ob es ein Überlebenskampf gewesen sei. Bei jenem vorletzten Restart touchierte er in Kurve 1 sanft die Mauer. Er konnte weiterfahren, trotzdem löste er damit die letzte Gelbphase aus, die in einen Ein-Runden-Spurt ins Ziel mündete.

Der Sohn von Formel-1-Legende Michael Schumacher ärgert sich über eine offenbar nicht ganz richtige Kommunikation der Rennleitung: "Uns allen wurde gesagt, dass die Strecke sauber war, aber die Außenbahn war definitiv nicht sauber. Daher habe ich die Mauer touchiert." (Chronologie des Rennens)

"Ich bin froh, dass sie sofort eine Gelbphase ausgerufen haben. Wobei man sagen muss, dass es genau diese Gelbphasen waren, die uns in diesem Rennen sehr geschadet haben. Ich glaube, wir wären schon etwas weiter vorne gelandet - Top 15, vielleicht sogar Top 10."

Schumacher begann das Rennen verhalten. Um einen frühen Ausfall zu vermeiden, ließ er sich zunächst zurückfallen und schaute sich das Geschehen von hinten an. Dabei verlor er allerdings nie den Anschluss ans Feld. Frühe Dramen wie den Unfall von Ryan Hunter-Reay und Katherine Legge konnte er erfolgreich umschiffen.

Gerade, als er begann, ein wenig zu attackieren, splittete sich das Feld eingangs des letzten Rennviertels in zwei Strategien auf. Lange Zeit war unklar, welche Strategie hier die Bessere sein würde. Je nach Fallen der Gelbphasen oder einem möglichen frühzeitigen Abbruch, der wegen des Wetters lange im Raum stand, ließ sich nicht sagen, wer auf der richtigen und wer auf der falschen Strategie unterwegs war.

Letztlich war Schumachers Strategie die ungünstigere. Seine Teamkollegen bei Rahal Letterman Lanigan Racing (RLL), Graham Rahal und Louis Foster, wählten dieselbe Strategie, lediglich Takuma Sato ging auf die Alternativstrategie, mit der auch Felix Rosenqvist das Rennen gewann. Der Japaner wurde damit Zehnter. Schumacher ließ Rahal (20.) und Foster (21.) hinter sich.

Zentral war für Schumacher eine spektakuläre Zurückrundung gegen Felix Rosenqvist und Patricio "Pato" O'Ward. Diese sparten zu dem Zeitpunkt Sprit. Schumacher rundete sich zurück und konnte daher bei der vorletzten Gelbphase für den Unfall von Caio Collet wieder zum Feld aufschließen. Beim Sprint, der über fünf Runden angesetzt war, ging er Risiko - und hatte dabei seinen Moment mit der Mauer.

"Es ging darum, ins Ziel zu kommen", so der 27-Jährige. "Ich musste so viel lernen, was das Überholen [im Superspeedway] und alles angeht. Bei meinem zweiten Ovalrennen überhaupt habe ich sehr viel gelernt. Also, ja, ich bin wirklich stolz auf alle bei RLL und das ganze Team."

Das Oval-Racing sei für ihn noch immer eine sehr neue Disziplin. "Ich muss also noch viel lernen. Ich freue mich einfach über die Fortschritte und darauf, einen Schritt nach dem anderen zu machen", sagt er. Aber die wichtigste Erkenntnis: "Es hat Spaß gemacht."

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