Zum Hauptinhalt springen

Kostenlos registrieren

  • Direkt zu Deinen Lieblingsartikeln!

  • Benachrichtigungen für Top-News und Lieblingsfahrer verwalten

  • Artikel kommentieren

Nach Malukas-Ausraster: Chevrolet erklärt Problem beim Restart

Erst Frust, dann Reue und schließlich Aufklärung: Nach dem bitteren Restart-Drama von David Malukas in Milwaukee stellt Chevrolet die Ursache des Aussetzers klar

Nach Malukas-Ausraster: Chevrolet erklärt Problem beim Restart

David Malukas hatte beim letzten Restart Aussetzer, die zum Siegverlust führten

Foto: Penske Entertainment

Es war die wichtigste Szene im Nachholrennsonntag in Milwaukee: 19 Runden vor Schluss liegt David Malukas auf Kurs zu seinem ersten IndyCar-Sieg, ehe sein Motor beim entscheidenden Restart beim Hochschalten plötzlich kurz ins Stocken gerät. Pato O'Ward schlüpft innen durch, feierte das Doppel - und ein am Boden zerstörter Malukas muss sich zum bereits vierten Mal in der Saison 2026 und zum sechsten Mal in seiner Karriere mit Platz zwei begnügen.

Direkt nach dem Rennen platzte dem 24-Jährigen am Mikrofon von IndyCar Radio der Kragen: "Chevy hat uns einfach hängen lassen. Ich meine, Gemisch-Zündung im Ansaugplenum ['Plenum Event'] - jedes Mal, wenn ich aus der Boxengasse fahre, muss ich im ersten und zweiten Gang vom Gas gehen. Das ist lächerlich."

"Das Team hat einen fantastischen Job gemacht, dieses Auto war irre. Wir waren so schnell, schneller als der Rest. Und dann wirst du bei diesem Restart so hängen gelassen." Auf die Frage, ob der Drehzahlbegrenzer gegriffen habe, schob er frustriert nach: "Ich will nicht ins Detail gehen. Wir wurden heute enttäuscht. Wir hätten das gewinnen müssen. Wir sind einfach verflucht."

Malukas' Reue: "Kindisch und unreif"

Doch die Wogen glätteten sich schnell. Am Montagmorgen wandte sich der Penske-Pilot auf den sozialen Netzwerken an die Öffentlichkeit und ruderte komplett zurück: "Nun ja, ich bin nicht stolz auf das, was ich gestern gesagt habe. Es war kindisch und aus dem Frust heraus gesprochen."

"Chevy hat dieses Jahr Großartiges für mich geleistet, und ohne sie hätte ich diese Ergebnisse nicht eingefahren. Ich entschuldige mich für das Gesagte, das war unreif von mir."

Gerüchten, der Motorenhersteller habe ihn zu einer geglätteten Gegendarstellung gezwungen, trat Malukas direkt entgegen: "Niemand hat mir etwas gesagt. Chevy hat den Fehler eingeräumt. Mein Verhalten und meine Worte waren einfach falsch. Als ich in einem vorherigen Rennen gecrasht bin und Chevy einen neuen Motor bauen musste, haben sie mich auch nicht fertiggemacht, sondern unterstützt."

Er sei schlicht aufgewacht, habe sich schuldig gefühlt und wissen wollen, wie es sich anfühlt, wenn man trotz 110 Prozent Einsatz kritisiert werde.

Chevrolet klärt auf: Sensorfehler führte zum Aussetzer

Mittlerweile ist die offizielle Klarstellung des US-Herstellers erfolgt. In einer Stellungnahme gegenüber Motorsport.com USA, einer Schwesteredition von Motorsport-Total.com im Motorsport Network, erläutert Chevrolet die genaue technische Ursache für den Leistungsverlust in Runde 231 und zeigte gleichzeitig Verständnis für den emotionalen Ausbruch von Malukas.

"David Malukas hatte ein Problem mit einem Motorensensor, das beim Hochschalten während des letzten Restarts kurz vor Ende des Sonntagsrennens auf der Milwaukee Mile zu einem 'Plenum Event' führte", heißt es seitens des Herstellers. Der 2,2-Liter-V6-Biturbo bewege sich am absoluten Limit, um den Fahrern maximale Leistung zu bieten.

"Wir haben volles Verständnis für Davids Frust, den angestrebten Sieg verpasst zu haben. Motorsport ist ein ständiger Spagat zwischen maximaler Performance und Risikominimierung. Wir werden die Erkenntnisse des vergangenen Wochenendes für das Saisonfinale in Laguna Seca nutzen."

Damit ist die Wut-Fehde vom Tisch. Für Malukas bleibt vor dem Finale auf dem Laguna Seca Raceway jedoch die bittere Statistik bestehen: Mit sechs zweiten Plätzen ohne einen einzigen Sieg teilt er sich diesen unglücklichen Rekord unter anderem mit Romain Grosjean - in der unrühmlichen ewigen Bestenliste liegt nur noch Victor Meira (acht zweite Plätze) vor ihm.

Vorheriger Artikel IndyCar-Finale 2026 Laguna Seca mit Mick Schumacher: Zeitplan, TV, alle Infos
Nächster Artikel Kurios: Mick Schumacher fährt um 1,7 Millionen Dollar - für anderes Team

Aktuelle News