Nach Qualifying-Crash in Detroit: Das sagt Mick Schumacher
Mick Schumacher berichtet über seinen Unfall im Qualifying von Detroit - Wie ein Pingpong-Ball im Mauerkanal von Kurve 6 und 7
Mick Schumacher konnte sich aus dem Wrack aus eigener Kraft befreien
Foto: Penske Entertainment
Mick Schumacher erklärt seinen Unfall im Qualifying zum IndyCar-Rennen in Detroit und ärgert sich über eine verpasste Chance, da er auf einer starken Runde unterwegs war. Der Unfall ereignete sich zwei Minuten vor dem Ende des ersten Qualifying-Segments in den Kurven 6 und 7 des engen Stadtkurses.
Seine erste Reaktion kurz nachdem er im Medical Center durchgecheckt wurde, ohne dass Verletzungen diagnostiziert wurden: "Ich habe die Mauer in Kurve 6 touchiert, was mich in Kurve 7 weit nach außen getrieben hat. Dort habe ich die Mauer erneut berührt, und das hat mich am Ausgang von Kurve 7 unglücklicherweise endgültig in die Mauer befördert."
Besonders bitter für Schumacher: Die Daten zeigten bis zum Einschlag einen deutlichen Aufwärtstrend an einem bis dahin mühsamen Wochenende. "Die Runde fühlte sich eigentlich nicht schlecht an. Ich war zu dem Zeitpunkt etwa eine halbe Sekunde schneller. Ich habe einfach ein bisschen zu viel versucht."
Eine Zeitenjagd am Limit, die letztlich in der Betonmauer endete: "Das Auto fühlte sich ziemlich gut an. Es wäre wohl nicht ganz nach vorne gegangen, aber im Vergleich zum Vormittag war es definitiv eine Steigerung." Im zweiten Freien Training fehlten ihm noch 1,8 Sekunden auf die Bestzeit.
Durch das Auslösen der roten Flagge verlor Schumacher seine bis dahin beste Rundenzeit und wird das Rennen nun vom Ende des Feldes aus in Angriff nehmen müssen. Auf die Mechanikercrew von Rahal Letterman Lanigan Racing wartet zudem eine arbeitsreiche Nachtschicht, um den Dallara-Honda wieder rennbereit zu bekommen.
"Es sieht nach Schäden vorne rechts, hinten rechts sowie an der Karosserie aus. Wir müssen genau hinschauen. Hoffentlich sind das Getriebe und solche Dinge in Ordnung", so Schumacher, der sich direkt an seine Mannschaft wendet: "Es tut mir leid für das Team. Morgen haben wir leider einiges zu tun, um alles zu reparieren."
Der Stadtkurs in Detroit gilt wegen der extremen Grip-Unterschiede abseits der Ideallinie als einer der härtesten Kurse im Kalender. "Diese Strecke unterscheidet sich stark von allem, was ich bisher gefahren bin, vor allem wie extrem sich der Grip von Kurve zu Kurve verändert", bilanziert der Deutsche die Bedingungen in den Straßen von Michigan.
Verloren ist noch nichts, denn der Straßenkurs von Detroit (Alle Informationen zum Rennen!) bringt oftmals ausgesprochen chaotische Rennen hervor. Zahlreiche Gelbphasen machen oftmals verrückte Strategien möglich - und von hinten lassen sich riskante Strategien anwenden.
Malukas: Hätte vom Gas gehen sollen
Schumacher war nicht das einzige Opfer der tückischen Betonwände von Detroit. Wenig später erwischte es an genau derselben Stelle auch David Malukas im Penske-Chevrolet. "Alles gut bei mir", gibt Malukas Entwarnung, nimmt die Schuld für den Abflug aber komplett auf seine Kappe.
"Es sind hier einfach hauchdünne Margen. Unser Auto war an diesem Wochenende in beiden Trainings noch nicht da, wo wir es haben wollten. Es fehlte einfach das letzte bisschen", so der Zweitplatzierte vom Indianapolis 500 2026.
Um den Einzug in die nächste Runde zu erzwingen, riskierte der Penske-Pilot schließlich zu viel. "Ich habe einfach noch ein bisschen härter gepusht und war in fast jeder Kurve absolut am Limit. Ich hatte schon Runden zuvor einige Beinahe-Crashes."
"In dieser einen Runde hatte ich dann am Kurveneingang einen heftigen Rutscher. Ich bin voll auf dem Gas geblieben, weil wir die Zeit für das Weiterkommen brauchten. Im Nachhinein hätte ich wohl lieber vom Gas gehen und das Auto in einem Stück lassen sollen. Der Fehler geht voll auf meine Kappe", so Malukas selbstkritisch.
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