"Nützliche Dämpfertests": So hilft Mick Schumacher bei der RLL-Entwicklung
Mick Schumacher und sein Indy-500-Renningenieur Andy Brown sorgen für frischen Wind bei Rahal Letterman Lanigan - Das gesamte Team profitiert
Mick Schumacher beim Indy 500 2026
Foto: Penske Penske
Das legendäre Indianapolis 500 der IndyCar-Serie 2026 rückt immer näher und die zahlreichen Freien Trainings helfen den Teams und Fahrern, die Autos für den Showdown am 24. Mai zu optimieren. Bei Rahal Letterman Lanigan (RLL) spielt Mick Schumacher eine wichtige Rolle in der Entwicklung der Set-ups für den Oval-Klassiker.
Beim Indy 500 arbeitet Schumacher mit seinem Renningenieur Andy Brown zusammen, da Eddie Jones, der seit Barber an der Seite des Deutschen steht, wieder die Fäden bei Takuma Sato zieht. Gemeinsam haben Schumacher und Brown im Bereich der Dämpfer wichtige Fortschritte gemacht, von denen auch Graham Rahal, Louis Foster und Sato profitieren.
"Wir arbeiten uns sozusagen auf der Liste voran und stellen sicher, dass wir auch ein bisschen zum Team beitragen, indem wir zum Beispiel bei Dämpfertests oder Ähnlichem helfen, was sich als besonders nützlich und hilfreich erwiesen hat", so Schumacher am Fast-Friday vor dem Qualifying. "Andy Brown leistet dort hervorragende Arbeit, um uns zu leiten und mir zu helfen, neue Ideen und unterschiedliche Betrachtungsweisen zu entwickeln. Offensichtlich ist Gavin [Ward] ebenfalls ein wichtiger Teil davon."
Seine Teamkollegen sind dankbar
Die Arbeit trägt Früchte, wie Rahal bestätigte: "Wir haben in den vergangenen Tagen tatsächlich erlebt, dass wir an Micks Auto eine Änderung am hinteren Dämpfer vorgenommen haben, die extrem wirkungsvoll war. Er war sehr präzise in seinem Feedback, und es hat Takuma, mir und ich denke auch Louis geholfen."
Für Sato war es ebenfalls ein wichtiger Schritt: "Er hat viel Dämpferarbeit geleistet und uns Optionen gegeben. Und als Graham dann bestätigte, worauf ich volles Vertrauen setzen konnte, habe ich den Dämpfer am [Donnerstag] eingebaut und wir wurden schneller."
Im verkürzten Qualifying aufgrund der Regenschauer am Samstag schaffte es kein RLL-Fahrer in das Top-12-Shootout. Sato scheiterte knapp auf Platz 13, wurde aufgrund einer Strafe gegen Caio Collet aber noch auf Platz zwölf hochgestuft. Foster wird von Platz 21, Schumacher von Rang 27 und Rahal von Position 28 ins Indy 500 starten.
In der Vorbereitung auf das Indy 500 lobte RLL-Teampräsident Jay Frye die Arbeit von Schumacher, der mit seiner Erfahrung das Feedback für die Ingenieure optimiert hat. Dabei tauscht er sich regelmäßig mit seinem Coach Ryan Briscoe aus, der von 2005 bis 2015 in der IndyCar aktiv war.
So funktioniert das Feedback bei RLL
"Ich denke, du kannst versuchen, dir das herauszunehmen, was für dich am besten funktioniert", so der Deutsche auf die Frage, wie die Fahrer ihr Feedback sammeln würden. "Ich habe viel mit Graham und besonders mit Ryan gesprochen. Ich habe das Gefühl, dass er offensichtlich auf meinem Stand war, das war sehr hilfreich. Ich muss nicht zu diesen Jungs zurückgehen und mit ihnen sprechen, während sie im Auto sind. Das hilft definitiv."
"Ich denke, insgesamt war das ganze Team wirklich gut darin, mich nicht mit Informationen zu überladen", so Schumacher weiter. "Ich denke, das ist auch eine Sache, die mir gleich zu Beginn gesagt wurde: 'Stell sicher, dass du es auf das reduzierst, was wirklich wichtig ist.' Viele Leute werden auf dich zukommen und versuchen, dir zu helfen, was wirklich nett ist, großartig, in so einer Position zu sein. Ich denke, so ist es besser als umgekehrt."
"Ich habe viel gelernt. Es geht auch darum, diese Erfahrung zu machen", so der Deutsche weiter. "Jeder kann dir erzählen, wie es sich anfühlt, aber eigentlich weißt du es erst, wenn du es selbst erlebt hast. Besonders der erste Tag war wirklich nicht toll. Ich habe mich im Auto ziemlich unwohl gefühlt. Dann am nächsten Tag fühlten wir uns viel besser. Es ist ein Fortschritt. Offensichtlich haben Wind und Bedingungen einen großen Einfluss darauf, wie sich das Auto anfühlt. Das habe ich definitiv gespürt."
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