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Onboards zeigen Mick Schumachers wilde Abwehrschlacht in Portland

Mick Schumacher verlangt von RLL, dass die Probleme auf den Geraden bis Markham abgestellt sind - Onboard-Aufnahmen von Nolan Siegel zeigen packenden Kampf

Mick Schumacher: Müssen Auto jetzt grundlegend auseinandernehmen

Mick Schumachers Leistungsprobleme verhinderten ein besseres Resultat in Portland

Foto: Penske Entertainment

"Wir müssen das Auto vor Markham von Grund auf auseinandernehmen, damit das dort nicht wieder vorkommt." - Die Frustration im Lager rund um Mick Schumacher ist nach dem IndyCar-Rennen in Portland spürbar. Denn hier war für den Piloten von Rahal Letterman Lanigan Racing deutlich mehr drin als der 16. Platz. Wirklich deutlich.

Mit einem Zeitverlust von zwei bis drei Zehntelsekunden pro Runde auf den Geraden verlor Schumacher auf dem kurzen Kurs in Oregon so viel an Zeit, dass er ohne das Problem wohl locker in die Top 10 gefahren wäre. Denn zwei Zehntelsekunden hätten Schumacher im Qualifying mit Leichtigkeit ins Q2 befördert. Er hatte 0,344 Sekunden Rückstand auf die Bestzeit seiner Gruppe.

"Insgesamt scheint es, als würde uns aus irgendeinem Grund auf den Geraden immer noch ein bisschen Tempo fehlen. Ich bin mir nicht ganz sicher, woran das liegt", sagt der 27-Jährige, bevor er den Appell ans Team richtet. "Ich glaube, wir müssen das Auto vor Markham von Grund auf auseinandernehmen, damit das dort nicht wieder vorkommt."

Das Rennen war für Schumacher mit diesem Nachteil ein einziger Großkampf. Allerdings gelang es ihm, mit seinem noch recht neuen Renningenieur Todd Malloy zusammen eine Overcut-Strategie umzusetzen, die ihm mehrere Positionen einbrachte.

"Anfangs war es etwas schwierig, aber ich denke, was die Strategie betrifft, haben wir die richtigen Entscheidungen getroffen. Wir haben versucht, im richtigen Moment freie Fahrt zu bekommen - und das ist uns definitiv gelungen. Das ist sehr positiv", sagt er dazu.

Auch ging er strategisches Risiko, als er für den letzten Stint gebrauchte weiche Reifen statt frischer harter aufziehen ließ. Die "Reds", die bisher die ganze Saison über der ungeliebte Reifensatz waren, funktionierten in Portland überraschend gut. Allerdings hatte er seinen frischen Satz bereits im dritten Stint verwendet und dabei unter anderem Romain Grosjean überholt.

Knallharter Dreikampf bis zum Schluss

Dieser und Nolan Siegel kamen dann aber im letzten Stint noch einmal heran, als sie ihren frischen Satz weicher Reifen aufgezogen hatten. Schumacher musste sich auf dem gebrauchten Satz verteidigen - und das gelang ihm mit Bravour, wie auf X veröffentlichte Onboard-Aufnahmen aus dem Fahrzeug von Nolan Siegel zeigen.

Dabei ist zu sehen, wie er Grosjean so blockt, dass Siegel vorbeiziehen kann. Als der McLaren-Pilot in der nächsten Runde versucht, Schumacher auf der Gegengerade zu überholen, wird dessen Leistungsnachteil deutlich.

Siegel kommt wesentlich besser aus Kurve 7 auf die Gegengerade heraus. In Kurve 8, dem Vollgas-Rechtsknick, muss er dann aber lupfen, weil er die Bodenwellen unterschätzt hat und fast in die Mauer knallt. Daraufhin setzt er sich in Schumachers Windschatten und baut so schnell Überschuss auf, dass er selbst überrascht wird und erneut kurz lupfen muss. Das rettet Schumacher und Grosjean zieht wieder vorbei.

"Ich habe mich am Ende richtig ins Zeug gelegt, um diesen 16. Platz zu verteidigen. Letztlich müssen wir angesichts des bisherigen Saisonverlaufs jede Position nutzen, die wir bekommen können, und schauen, dass wir jeden Punkt holen, den wir holen können. Ich glaube, das ist uns heute gelungen", sagt er zufrieden.

Ein Lob spricht er dabei auch seiner Boxenmannschaft aus, die in diesem Jahr auch schon einige Male in der Kritik gestanden hat: "Ich bin zufrieden mit der Leistung der Crew heute. Die Boxenstopps waren den ganzen Tag über wirklich gut, dafür bin ich dankbar. Jetzt auf nach Markham."

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