Paul Tracy: Es gibt viel zu wenige "böse Jungs" im Rennsport

geteilte inhalte
kommentare
Paul Tracy: Es gibt viel zu wenige
David Malsher
Autor: David Malsher
Übersetzung: Petra Wiesmayer
13.01.2017, 12:55

IndyCar-Legende Paul Tracy sagt, dass IndyCar und NASCAR darunter leiden würden, dass es kaum noch "böse Jungs" und die Art Rivalitäten geben würde, die es zu seiner Zeit als Rennfahrer gab.

Paul Tracy
Start: Sébastien Bourdais und Paul Tracy
Michael Andretti
Juan Pablo Montoya, Team Penske, Chevrolet
Tony Stewart
Paul Tracy und Scott Dixon, Chip Ganassi Racing, Chevrolet
Start: Paul Tracy führt
Nigel Mansell
Sébastien Bourdais, Dale Coyne Racing, Honda

In einem Interview mit Royal Purple, seinem Sponsor und Öllieferanten für seine Autos und Motorräder, sagte der CART-Champion von 2003, dass es immer mehr "nette Jungs" unter den Fahren gebe.

"Ich hatte kein Problem damit, der Typ zu sein, der den schwarzen Hut trug, ich hatte kein Problem, der böse Junge zu sein", sagte Tracy. "Das ist es vielleicht, was dem Sport heute etwas fehlt, zumindest bei den IndyCars. Alle sind jetzt jedermanns Kumpel und es gibt keine großen Rivalitäten mehr."

"Es gibt keine Dale Earnhardt Seniors, keine Paul Tracys, keine Michael Schumachers – Jungs, die alles tun würden, um zu gewinnen und sie sind die Böswichte. Davon fehlt diesem Sport momentan ein bisschen was. Tony Stewart hat ein bisschen was von einem Bösewicht, aber er hat aufgehört. Bei den IndyCars und in der NASCAR sind irgendwie alle nette Jungs."

"Es scheinen echte Rivalitäten zu fehlen und etwas, weshalb die Leute einschalten, weil sie nicht wissen, was passieren wird."

"Einer der schlechtesten Verlierer"

Tracy, der mit 31 Siegen unter den Top 10 der IndyCar-Sieger ist, sagte, es ei seine Entschlossenheit, die besten Fahrer zu schlagen, ihn immer weiter angetrieben hat.

"Mein Wunsch zu gewinnen war wirklich stark und ich wollte mich nicht mit Platz 2 zufriedengeben", sagte er. "Ich war wahrscheinlich einer der schlechtesten Verlierer überhaupt. Wenn ich also auf Platz 2 war, war ich total unglücklich, egal, wer mich besiegt hatte. Ob es Nigel Mansell war, Michael Andretti, Al Unser Jr., Emerson Fittipaldi oder Sebastien Bourdais, ich wollte immer gewinnen, das war alles, was für mich zählte."

Auf die Frage, wer ihn in seiner Karriere inspiriert habe, sagte der IndyCar-Analyst von NBCSN: "Sie alle haben mich irgendwie inspiriert, auch wenn sie damals vielleicht meine Feinde waren."

"Egal, ob es Sebastien, [Juan Pablo] Montoya, [Alex] Zanardi oder Michael [Andretti] war, ich habe gegen alle so hart gekämpft, einfach weil ich herausfinden wollte, wie ich sie schlagen und besser als sie sein konnte. Ich hatte das Gefühl, dass sie besser waren als ich, also schaue ich zu ihnen allen auf."

"Sie waren schwierig zu schlagen und es war schwierig, gegen sie zu fahren und ich bin froh, dass ich ihnen das Leben schwer machen konnte."

Nächster IndyCar Artikel
Vor 15 Jahren: Das Zanardi-Drama beim CART-Rennen in der Lausitz

Vorheriger Artikel

Vor 15 Jahren: Das Zanardi-Drama beim CART-Rennen in der Lausitz

Nächster Artikel

Indy 500: Guter Rennsport wichtiger als reine Geschwindigkeit

Indy 500: Guter Rennsport wichtiger als reine Geschwindigkeit
Kommentare laden