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Peinlicher IndyCar-Crash vor dem Start: "Bin einfach abgeräumt worden"

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Peinlicher IndyCar-Crash vor dem Start: "Bin einfach abgeräumt worden"
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Die IndyCar-Serie blamiert sich im Samstagsrennen mit einem Massencrash noch vor dem Start - Palou versteht seine Strafe nicht, Frust an allen Ecken und Enden

Der "Doubleheader" der IndyCar-Serie in St. Louis begann äußerst suboptimal: Noch bevor überhaupt die Grüne Flagge zum Samstagsrennen geschwenkt werden konnte, hatte es im Hinterfeld bereits geknallt. Der Startcrash eliminierte drei der 23 gemeldeten Autos auf der Stelle und zwei weitere mit Folgeschäden.

Als Verursacher wurde Rookie Alex Palou ausgemacht, der in der darauffolgenden Gelbphase wegen Frühstarts ans Ende des Starterfeldes verbannt wurde. Er war aus der Formation ausgeschert. Alle Fahrer dahinter dachten, das Rennen sei freigegeben. Die Kettenreaktion war nicht mehr aufzuhalten.

Doch der Dale-Coyne-Pilot wehrt sich gegen die Anschuldigungen: "Ich habe versucht, einem Auto vor mir auszuweichen. Die haben alle vor mir gebremst und ich bin ausgeschert, um einen Unfall zu vermeiden. Trotzdem wurde ich bestraft und auf den letzten Platz zurückgeschickt."

Carpenter auf Veach nicht gut zu sprechen

Ed Carpenter, der zum zweiten Mal in Folge in der absoluten Startphase aus dem Rennen genommen wurde, schoss sich auf jemanden anderen ein: "Zach Veach ist das große Thema zur Zeit. Er hat entweder die Caution-Signale oder ein unübersehbares gelbes, sich drehendes Fahrzeug übersehen." Veach war es auch, der Carpenter beim Start zum Indy 500 in die Mauer gedrückt hatte.

Der Andretti-Pilot, aus der letzten Reihe gestartet, krachte nahezu ungebremst in den Unfall vor ihm und nahm dabei ausgerechnet seine Teamkollegen Marco Andretti und Alexander Rossi aufs Korn.

Er rechtfertigt sich: "Ich hatte die Wahl, entweder volles Programm in Pagenaud zu knallen oder nach unten [Richtung Boxenmauer] zu ziehen. Auf der linken Seite ging es noch vorwärts, aber leider stiegen die Fahrer dort zur selben Zeit auf die Bremse, als ich es tat."

"Aus irgendeinem Grund konnte ich das Auto aber nicht verzögern. Ich habe auf das Bremspedal getreten und es [als nichts passierte] gepumpt. Doch da war es schon zu spät und ich bekam die Bremsen kaum zum Arbeiten. Das lässt uns leider ein bisschen dumm aussehen. Es sieht blöd aus, aber ich konnte ich nichts machen, um das Auto zu verzögern."

 

Alexander Rossi stocksauer

Völlig bedient nach dem Crash war Alexander Rossi. Nachdem er bereits beim Indy 500 mit der Strafe für den "Unsafe Release" nicht einverstanden und schon ziemlich am Anschlag war, war das genau das, was er nicht brauchte. Er stapfte wutentbrannt durch die Boxengasse und suchte zunächst das Gespräch mit Teamchefs, die mit der Situation gar nichts zu tun hatten.

Als er sich einigermaßen beruhigt hat, gibt er zu Protokoll: "Die Enttäuschung lässt sich nicht wegdiskutieren. Ich bin einfach geradeaus gefahren und dann abgeräumt worden. Wirklich, das stinkt doch zum Himmel! Alles in diesem Jahr ist ein gefühltes Desaster. Es gibt derzeit größere Probleme in der Welt. Das hier ist ein relativ kleines. Aber es ist immer noch totaler Mist."

Am Sonntag lief der Start wesentlich besser ab und das IndyCar-Feld brachte es erstmals seit dem Comeback auf der Strecke im Jahr 2017 fertig, eine erste Runde ohne Unfall zu absolvieren. Zumindest, wenn man von der wirklichen Startrunde ausgeht, denn technisch gesehen lief die erste Runde des Sonntagsrennens unter Gelb - ein Fahrzeug hatte bei der Parade eine Ölspur um die komplette Strecke gelegt.

Mit Bildmaterial von IndyCar.

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Urheber Heiko Stritzke