Phoenix-Test von Mick Schumacher: Schreckmoment und wichtige Erkenntnis
Mick Schumacher spulte beim IndyCar-Test in Phoenix 222 Runden ab: Neben schnellen Zeiten sorgte vor allem ein Moment abseits der Ideallinie für Aufsehen
Mick Schumacher sammelte in Phoenix wichtige Erfahrungen im Oval
Foto: Penske Entertainment
Mick Schumacher setzt seine Lernkurve in der IndyCar-Serie weiter fort. Beim offiziellen Test auf dem Phoenix Raceway absolvierte der 26-jährige Deutsche ein intensives Programm und sammelte wichtige Erfahrungen auf dem Oval.
Über die drei Sessions auf dem eine Meile langen Tri-Oval spulte Schumacher insgesamt 222 Runden ab. Damit belegte er in der Statistik der meistgefahrenen Runden den fünften Platz. In der kombinierten Zeitenliste landete er mit einer persönlichen Bestzeit von 21,0408 Sekunden auf dem 18. Gesamtrang.
"Es war gut", resümiert Schumacher seine Leistung. "Am Mittwoch konnten wir wegen der Wetterbedingungen nicht so viel fahren wie geplant, aber was wir getan haben, war sehr effektiv und die Änderungen am Set-up waren sehr interessant. Insgesamt sind wir zuversichtlich, dass wir wissen, wie wir hier in das Rennwochenende starten wollen, und werden von dort aus weitermachen."
Erster direkter Vergleich mit der Konkurrenz
Für Schumacher ist es die Premierensaison in der US-Serie, in der er den Honda mit der Startnummer 47 für Rahal Letterman Lanigan Racing steuert. Nachdem er Anfang des Monats ein Einzeltraining auf dem Oval in Homestead absolviert hatte, war der Test in Arizona das erste Mal, dass er die Strecke mit seinen Konkurrenten teilte.
Dabei stellte er fest, dass die Ideallinie in Phoenix eine besondere Herausforderung darstellt. "Hier ist es einfach sehr kurz. Die Runde ist schnell vorbei. Es sind Kurven mit hohen G-Kräften, die sehr interessant zu fahren sind", so der Deutsche.
Er fügte hinzu: "Mich interessiert vor allem zu sehen, wie die anderen Jungs es machen. Ihnen auf der Strecke zuzusehen und zu beobachten, wie sie einige dieser Kurven angehen, ist beeindruckend. Hoffentlich werden wir bis zum Rennwochenende auf diesem Niveau sein."
Zusammenarbeit mit Star-Spotter Jeff Troyer
Ein wichtiger Aspekt des Tests war die Premiere mit seinem Spotter Jeff Troyer. Troyer gilt als einer der Besten der Branche und arbeitete in der Vergangenheit bereits mit Größen wie Josef Newgarden oder dem verstorbenen Justin Wilson zusammen. Da im Oval die Kommunikation mit dem Spotter über Funk überlebenswichtig ist, war dieser Testlauf von großem Wert.
Ein Schreckmoment am Dienstag verdeutlichte die Schwierigkeiten des Oval-Rennsports. Als Schumacher schnell auf ein anderes Fahrzeug auflief, versuchte er, durch das Ausnutzen der Überhöhung (Banking) Geschwindigkeit abzubauen. Dabei geriet er jedoch von der Ideallinie ab und auf den schmutzigen Teil der Strecke.
Spotter Jeff Troyer erklärte die Situation gegenüber Motorsport.com, einer Schwesterpublikation von Motorsport-Total.com: "Ich denke, er wollte sich einfach etwas mehr Platz verschaffen. Er ließ das Auto etwas weiter nach oben wandern, um Geschwindigkeit abzubauen, anstatt auf die Bremse zu treten. Dabei kam er von der Linie ab und sammelte Pick-up (Gummireste) auf seinen Reifen. Das Auto brach aus. Er konnte es zwar von der Mauer fernhalten, aber er landete im Dreck und fand heraus, wie es sich anfühlt, die Ideallinie zu verlassen."
Trotz solcher Momente blickt Schumacher positiv auf den Saisonauftakt voraus. "Es macht Spaß. Eine neue Herausforderung ist immer gut. Als Team arbeiten wir hart daran, alles für unser erstes Ovalrennen in ein paar Wochen vorzubereiten. Ich denke, wir sind an einem guten Punkt, um zu lernen und alles für den Start bereit zu haben."
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