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Probleme auf drei Ebenen: Mick Schumacher erklärt Detroit-Chaos

Es deutete auf einen Coup hin, dann fielen mehrere Systeme aus - Mick Schumachers Horror im letzten Viertel beim IndyCar-Rennen in Detroit erklärt

Probleme auf drei Ebenen: Mick Schumacher erklärt Detroit-Chaos

Bei Mick Schumacher fielen gleich mehrere wichtige Systeme aus

Foto: Penske Entertainment

Nach der dritten Gelbphase sah es nasch einem Überraschungs-Coup von Mick Schumacher in der IndyCar-Serie aus. Zwischen Runde 70 und 72 schnupperte Schumacher sensationell am ersten IndyCar-Podium seiner Karriere. Doch dann fiel der Funk aus, was der Anfang vom Ende des möglichen Märchens war.

"Das war offensichtlich ein sehr enttäuschendes Ende", bilanziert Schumacher. "Bis zu jener Gelbphase hatten wir strategisch alles absolut richtig gemacht. Doch genau während dieser Caution haben wir den Funk verloren. Von diesem Moment an war ich komplett auf mich allein gestellt."

Ohne die Anweisungen seiner Boxencrew und die nötigen Daten konnte Schumacher das Auto nicht auf die entscheidenden Parameter für den Restart einstellen. Schumacher rutschte komplett hoffnungslos herum.

"Ich war einfach mit den falschen Einstellungen am Auto unterwegs. Das war die härteste Runde überhaupt. Ich wurde erst ein paar Mal getroffen und habe eigentlich nur noch versucht, irgendwie zu überleben", beschreibt er die dramatischen Sekunden nach dem Grün-Signal in Runde 72.

Das scheinbar bittere Ende folgte prompt in Kurve 5: Im Kampf mit David Malukas um Platz drei rutschte Schumacher mit den falschen Fahrzeugeinstellungen geradeaus in die Reifenstapel. Der heranstürmende Malukas hatte keine Chance auszuweichen und wurde mitgerissen.

"Ich bin dann dort mit Malukas geradeaus gerutscht. Das ist extrem enttäuschend, denn es wäre ein wirklich ordentliches Ergebnis für uns drin gewesen", sagt Schumacher.

David Malukas, Schumachers Gegner beim Restart, traute seinen Augen nicht: "Seine Reifen waren zwar schon stärker verschlissen, aber ich hätte nie erwartet, dass es so schlimm wäre. Ich bin nicht einmal schnell gefahren, und er war trotzdem schon komplett am Rutschen."

"Wir hatten schon einen Moment in Kurve 1. Dann hat er sich in der Bergabpassage verbremst. Er konnte einfach nicht verzögern und es hat mich mitgerissen. Das war sehr unglücklich. Aber ich muss auch sagen, dass das ganze Wochenende von mir eines der schlechtesten war, die ich je hatte. Ich muss mich jetzt wirklich reseten."

Funk weg, GPS-Problem und illegaler Boxenstopp

Danach war Schumachers Rennen endgültig ruiniert. Weil das Team beim anschließenden Notstopp an der Box arbeitete, obwohl diese noch geschlossen war, fing sich der Deutsche in Runde 83 noch eine Durchfahrtsstrafe ein. Dies dürfte eine Folge des defekten Funks gewesen sein.

Wenig später musste er erneut reinkommen, weil die Rennleitung eine Reparatur des defekten Funks am Dallara-Honda #47 anordnete. Als wäre das nicht genug, fiel auch noch das GPS-Signal seines Boliden aus, weshalb er rundenlang nicht einmal mehr im offiziellen Zeitnahmesystem geführt wurde. Das kreierte Verwirrung, denn er wurde dadurch erst als Ausfall gemeldet, tauchte aber im Ergebnis wieder auf.

Am Ende blieb für den Rookie nach dem zwischenzeitlichen Höhenflug nur der enttäuschende 21. Platz im Klassement. Mit nun 75 Punkten belegt Schumacher den 25. Rang in der Gesamtwertung.

Trotz des herben Rückschlags fand Schumacher versöhnliche Worte für seine Crew: "Das Team hat bei den Boxenstopps einen fantastischen Job gemacht und mich super durch das Rennen geführt. Ich weiß das sehr zu schätzen und habe es nur ihnen zu verdanken, dass wir überhaupt in dieser großartigen Position waren."

Seine nächste Chance ist direkt am nächsten Wochenende beim Ovalrennen in St. Louis. Auf dem ersten Kurzoval seit Phoenix wird Schumacher versuchen, an seine dortige gute Performance anzuknüpfen.

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