Rechtsstreit beendet: McLaren und Ganassi erzielen Einigung um Alex Palou
Ein jahrelanger Rechtsstreit ist noch vor dem IndyCar-Auftakt in St. Petersburg zu Ende gegangen - McLaren und Ganassi einigen sich in der Causa Alex Palou
Alex Palou darf die IndyCar-Serie weiter für Ganassi dominieren
Foto: Penske Entertainment
Der langwierige juristische Konflikt zwischen McLaren und Chip Ganassi Racing um den mehrmaligen IndyCar-Champion Alex Palou ist offiziell beigelegt. Nachdem der High Court in London bereits zu Beginn des Jahres zugunsten von McLaren entschieden hatte, verkündeten beide Parteien nun eine endgültige Einigung.
Im Januar war Palou dazu verurteilt worden, eine Entschädigung von über zwölf Millionen US-Dollar an McLaren zu zahlen. Vorausgegangen war ein fünf-wöchiger Prozess im vergangenen Jahr. Ursprünglich hatte der britische Rennstall rund 20 Millionen US-Dollar gefordert, nachdem Palou einen bereits unterzeichneten Vertrag für die Saison 2024 gebrochen hatte.
Der Streit nahm seinen Lauf, als sowohl McLaren als auch Ganassi Ansprüche auf die Dienste des Spaniers für die Saison 2023 anmeldeten. Man einigte sich zunächst darauf, dass Palou bei Ganassi bleibt, parallel aber als Testfahrer für das Formel-1-Team von McLaren agiert, bevor er 2024 fest in das IndyCar-Aufgebot von McLaren wechseln sollte.
Doch der 28-Jährige entschied sich völlig überraschend für einen Verbleib bei Ganassi. Er begründete dies mit fehlendem Vertrauen in die Aussicht auf ein Formel-1-Cockpit bei McLaren. Das Team von Zak Brown reagierte mit der Klage, um Verluste bei Sponsoreneinnahmen, Preisgeldern und Rückforderungen von Fahrergehältern geltend zu machen.
McLaren-CEO Zak Brown zeigt sich erleichtert über den Abschluss des Falls: "Ich bin sehr froh, dass wir eine endgültige Einigung mit Ganassi erzielt haben. Ich möchte dem [juristischen] Team danken, das Monat für Monat an diesem Fall gearbeitet hat. Jetzt können wir uns wieder auf den sportlichen Wettbewerb und eine spannende IndyCar-Saison konzentrieren."
Palou zeigt Reue: "Wurde falsch beraten"
Während des Prozesses hatte Palou behauptet, Brown habe ihm Hoffnungen auf ein Formel-1-Stammcockpit für 2024 gemacht und suggeriert, dass die Verpflichtung von Oscar Piastri seine Chancen nicht beeinträchtigen würde. Brown wies diese Aussagen als "völlig absurd" zurück.
Alex Palou rudert nun deutlich zurück und akzeptiert die Entscheidung des Gerichts. Er gibt zu, dass McLaren alle vertraglichen Verpflichtungen erfüllt habe. "Ich wurde damals in verschiedene Richtungen gezogen und hatte die falschen Leute um mich herum, die nicht mein bestes Interesse im Sinn hatten", erklärt der Spanier.
"Rückblickend hätte ich mich direkt an Zak wenden sollen. McLaren hat mich in jeder Hinsicht unterstützt und ist sogar über das vertraglich Vereinbarte hinausgegangen. Ich wurde nie getäuscht." Palou bedauerte zudem, beide Organisationen in eine schwierige Lage gebracht zu haben.
Auch Teambesitzer Chip Ganassi meldet sich zu Wort: "Ich kann nicht gutheißen, was passiert ist, bin aber froh, dass die Angelegenheit erledigt ist. Ich hoffe, Alex hat daraus gelernt, wie wichtig es ist, gute Berater zu haben. Ich danke Zak und McLaren, dass wir das Thema hinter uns lassen können."
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