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"Redet nur Scheiße": Pato O'Ward rechnet mit Christian Lundgaard ab

Bei McLaren fliegen vor dem IndyCar-Saisonfinale die Fetzen: Pato O'Ward weist Vorwürfe seines scheidenden Teamkollegen Christian Lundgaard entschieden zurück

"Redet nur Scheiße": Pato O'Ward rechnet mit Christian Lundgaard ab

Patricio O'Ward rechnet auf derbe Weise mit Christian Lundgaard ab

Foto: Gavin Baker / Lumen via Getty Images

Die Spannungen beim IndyCar-Team von McLaren sind vor dem IndyCar-Saisonfinale auf dem Laguna Seca Raceway eskaliert. Patricio "Pato" O'Ward reagiert mit scharfen Worten auf Äußerungen seines scheidenden Teamkollegen Christian Lundgaard bezüglich der Herangehensweise bei Oval-Set-ups.

Der Konflikt spitzt sich zu, nachdem Lundgaard - Fahrer des McLaren #7, der trotz zweier Saisonsiege und des Kampfs um die Vizemeisterschaft das Team 2027 nicht weiter verstärken wird - das Oval-Programm der Mannschaft vor dem Rennwochenende in Milwaukee öffentlich kritisierte. Im Gespräch mit FOX bezeichnete der Däne den Mexikaner als Ursache für seine eigenen Abstimmungsprobleme.

"Nun, zuallererst braucht man Teamkollegen, die dasselbe benötigen", sagte Lundgaard. "Meiner Meinung nach werden Scott [Dixon] und Felix [Rosenqvist] in dieser Hinsicht Probleme mit Pato haben. Pato fährt eine ganz andere Abstimmung... In meiner Zeit beim Team ging die Oval-Performance aus welchem Grund auch immer nur in eine Richtung."

In einem aktuellen Interview mit ESPN Deportes schlägt O'Ward direkt gegen die Behauptungen seines Teamkollegen zurück und bezeichnet sie als reine Nebelkerzen.

"In der IndyCar-Serie ist jeder auf seiner eigenen kleinen Insel unterwegs", erklärt O'Ward. "Ich weiß, dass Christian gerne behauptet, alles sei auf mich zugeschnitten, und dass sich das Auto nur in die Richtung entwickelt, die ich fordere."

"Aber was er über das Oval-Programm sagt - dass es nur nach meinen Wünschen ausgerichtet sei -, ist kompletter Blödsinn. Oder wie man auf Englisch so schön sagt: 'He is full of shit'. Das entspricht einfach nicht der Wahrheit."

Durchbruch erst in Milwaukee

O'Ward betont, dass die Fahrer je nach Rennstrecke mit unterschiedlichen Set-ups arbeiten: "Auf den meisten Strecken liegen wir beim Set-up weit auseinander. Er entwickelt sein Auto, ich entwickle meins. Und wenn jemand bei einigen Rennen große Probleme hat, wechselt man sogar auf die Abstimmung des anderen und kommt damit besser zurecht."

Nach seinen zwei Siegen beim Doppelrennen in Milwaukee am 30. August kletterte O'Ward mit 503 Punkten auf den vierten Gesamtrang der Meisterschaft. Damit liegt er nur zwei Punkte hinter Andretti-Pilot Kyle Kirkwood und vier Zähler hinter Lundgaard im Kampf um den Vizetitel hinter Alex Palou.

O'Ward weist darauf hin, dass seine eigenen schwankenden Ergebnisse auf den Ovalen in dieser Saison - Platz vier bei den 500 Meilen von Indianapolis, Rang 11 in St. Louis, Platz sieben in Nashville sowie die beiden Siege in Milwaukee - Lundgaards Darstellung widerlegen.

Auf der Milwaukee Mile platzte der Knoten: Sieg für O'Ward, erstes Oval-Podium für Lundgaard

Auf der Milwaukee Mile platzte der Knoten: Sieg für O'Ward, erstes Oval-Podium für Lundgaard

Foto: Michael L. Levitt / Lumen via Getty Images

"Ich weiß, dass viele Leute reden und behaupten, alles werde für Pato getan", sagt er. "Aber wie man sieht, hatte ich das ganze Jahr über auf den Ovalen zu kämpfen. Die einzigen Rennen, die mir wirklich gelungen sind, waren die in Milwaukee."

"Beim Rest hatte ich Schwierigkeiten. Indy war mittelmäßig, aber alle anderen waren im Vergleich zu den Vorjahren furchtbar. Wenn also alles auf mich zugeschnitten wäre, hätte ich auch die anderen Oval-Rennen gewonnen (...) Das ist alles nur heiße Luft."

Kampf um Vizetitel: O'Ward will es nicht persönlich nehmen

Obwohl die Vizemeisterschaft sein bisher bestes Karriereergebnis aus dem Jahr 2025 einstellen würde, betont O'Ward, dass seine Motivation in Laguna Seca rein sportlicher Natur sei und es ihm nicht um eine späte Revanche innerhalb des Teams gehe.

"In den letzten Jahren ging das wie von selbst, oder?", sagte O'Ward. "Ich war am Ende immer der bestplatzierte Fahrer des Teams. Christian hat ein tolles Jahr gezeigt, aber ehrlich gesagt ist es mir vollkommen egal, ob ich Zweiter oder Dritter werde."

"Wenn Christian Zweiter wird und ich Dritter, möchte ich einfach so weit vorne wie möglich landen, um mein Ergebnis aus dem Vorjahr zu wiederholen. Aber letztlich habe ich es auf keinen bestimmten Fahrer abgesehen."

O'Ward fügt hinzu: "Ich möchte Vizemeister werden, weil das das Beste ist, was wir an diesem Wochenende erreichen können. Ich wusste, dass mir ein sehr gutes Ergebnis in Milwaukee diese Chance eröffnen würde, und genau das ist eingetroffen."

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