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Reifen-Rätsel in St. Pete: Ist das die große Chance für Mick Schumacher?

Eine kurzfristige Änderung im Reglement und ein komplett neuer Soft-Reifen stellen die etablierten IndyCar-Teams vor Rätsel - Das könnte Mick Schumacher helfen

Reifen-Rätsel in St. Pete: Ist das die große Chance für Mick Schumacher?

Die weichen Reifen in St. Petersburg sind andere als im Vorjahr

Foto: Penske Entertainment

Der IndyCar-Auftakt in St. Petersburg könnte für Mick Schumacher zu einem strategischen Glücksfall werden. Grund dafür ist eine kurzfristige Regeländerung und eine völlig neue Reifen-Technologie von Firestone, die das gesamte Feld vor ein großes Rätsel stellt, und das gepaart mit einer neuen Regelung zur Reifennutzung im Rennen.

Firestone hat für 2026 die sogenannte "ENLITEN Technology" eingeführt. Der bisher verwendete Naturkautschuk aus der Guayule-Pflanze ist Geschichte. Stattdessen setzt man nun auf erneuerbares Sojabohnenöl sowie recycelten Stahl und Ruß.

Was ökologisch wertvoll ist, ist sportlich ein Sprung ins Ungewisse, denn die Reifen verhalten sich völlig anders als bisher. "Es kommt alles auf die Haltbarkeit an", erklärt McLaren-Pilot Christian Lundgaard. "Ist der Reifen gut genug? Wir hoffen es. Aber ob wir drei Stopps mit Vollgas fahren können oder haushalten müssen, wissen wir schlicht noch nicht."

Im Vorjahr war der weiche Reifen in St. Pete kaum zu gebrauchen, weil er bereits nach wenigen Runden einbrach. Der neue Reifen ist daher etwas haltbarer, aber auch schwieriger auf Temperatur zu bringen. Auch wird die weiche Mischung auf Straßenkursen nun wieder rot markiert und nicht grün wie in den vergangenen beiden Jahren.

Nivelliertes Spielfeld für die Rookies

Genau hier liegt die Chance für Mick Schumacher und sein Team RLL. Während Routiniers wie Alexander Rossi oder Scott Dixon normalerweise auf jahrelange Daten zur Reifenabnutzung in Florida zurückgreifen können, fangen 2026 alle bei null an. Der Dixon-Crash im ersten Freien Training zeigte bereits, wie schnell es auch für die Besten gehen kann, wenn sich die Reifen anders verhalten als gedacht.

"Früher hielten die weichen Reifen [in St. Petersburg] vielleicht fünf bis acht Runden", so Rossi. "Wurde das jetzt verdoppelt oder nur um 20 Prozent gesteigert? Keine Ahnung. Das wird eine riesige Herausforderung für alle."

Sollte der weiche Reifen schneller abbauen als gedacht, könnte das Rennen in ein strategisches Chaos münden. Für einen Debütanten wie Schumacher, der im ersten Training als "fleißigster Fahrer" bereits massiv Daten gesammelt hat, ist dieses "Reifen-Lotto" die perfekte Gelegenheit, denn er fängt ohnehin bei null an. (Schumachers Erwartungen vor dem Auftakt)

Hinzu kommt eine Regeländerung: Bisher mussten die Piloten in den Straßenrennen lediglich einen Satz der harten (Primary) und einen Satz der weichen (Alternate) Reifenmischung im Rennen einsetzen.

Ab 2026 verschärft die IndyCar-Serie das Reglement: Nun sind zwei Sätze der weichen Reifen und ein Satz der harten Mischung Pflicht. Weil bei den IndyCars nachgetankt wird, sind meist drei Stopps in einem Rennen Standard. Neu ist jedoch, dass die auf manchen Strecken ungünstigere Mischung nun zweimal im Rennen eingesetzt werden muss.

Da Mick Schumacher als Rookie ohnehin alles neu lernen muss, schrumpft sein Erfahrungsvorteil der Konkurrenz in diesem Bereich erheblich - denn niemand weiß aktuell, wie sich der neue "Firehawk" verhält.

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