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Trainingsbericht

Top 5! Mick Schumacher im Freien Training in Markham richtig stark

1. und 2. Freies Training bei der IndyCar-Premiere in Markham - Mick Schumacher setzt Ausrufezeichen bei Qualifying-Generalprobe

Endlich IndyCar-Action in Markham! Trainings sind gestartet

Mick Schumacher zeigte vor dem Qualifying eine starke Leistung

Foto: Penske Entertainment

Das IndyCar-Rennwochenende auf dem Stadtkurs in Markham in Ontario (Kanada) hat mit 19 Stunden Verspätung begonnen. Am Samstagvormittag um 10:05 Uhr (16:05 Uhr MESZ) schalteten die Ampeln auf dem Straßenkurs erstmals auf Grün. Über Nacht wurde die Strecke endlich fertiggestellt und am Samstagmorgen von IndyCar abgenommen.

Im zweiten Freien Training bestätigte Mick Schumacher (RLL-Honda; 5.) den guten Eindruck aus dem ersten Training (siehe unten). Noch besser als der Deutsche war allerdings sein Teamkollege Louis Foster (RLL-Honda; 1.), der sogar die Bestzeit fuhr. Damit hat Schumacher jetzt alle Chancen, erstmals in dieser Saison die Q1-Hürde zu überspringen und vielleicht sogar noch weiterzukommen. (Ergebnis 2. Freies Training)

Bis auf McLaren, die ihren eigenen Ansprüchen etwas hinterherfahren, gibt es derzeit keine wirkliche Hackordnung bei den Teams. Auf dieser Strecke macht bisher der Fahrer den Unterschied. Es geht vor allem um das Abschätzen der richtigen Geschwindigkeit an mehreren Stellen. "Man muss hier echt den Hintern zusammenkneifen", sagt Tabellenführer und Titelverteidiger Alex Palou (Ganassi-Honda; 7.).

Foster war Schnellster vor Marcus Ericsson (Andretti-Honda; 2.) und David Malukas (Penske-Chevrolet; 3.). Vor Schumacher sortierte sich außerdem Kyle Kirkwood (Andretti-Honda; 4.) ein.

Heftiger Unfall von Will Power

In der zweiten Sitzung wurden auch die Limits der neuen Strecke erstmals richtig ausgetestet. Zahlreiche Fahrer verpassten immer wieder Bremspunkte. Dann aber krachte es am Ende der Kollektivsitzung richtig.

Will Power (Andretti-Honda; 19.) war schon den ganzen Tag über spektakulär unterwegs, stand immer quer und fuhr dicht an die Mauern heran. Dann übertrieb er es in Kurve 10 und hatte einen mächtigen Einschlag. Der Australier blieb unverletzt. Allerdings würde ein solcher Unfall im Rennen kurz nach dem Start oder einem Restart voraussichtlich einen Massencrash zur Folge haben.

"Es war eigentlich ein sanfter Aufprall, der leider viel Schaden angerichtet hat", sagt Power. "Mein Fehler. Ich bin irgendwie durch Kurve 9 gefahren und bin zu weit nach außen gekommen. Ich habe den Einlenkpunkt verpasst, und dann hat sich wahrscheinlich Staub auf den Reifen abgesetzt. Ich habe gerade richtig attackiert. Unglücklich."

Andretti Global entschloss sich nach einer kurzen Inspektion, das Chassis nicht zu tauschen, sondern den bestehenden Boliden bis zum Qualifying zu reparieren.

Reparaturarbeiten stehen auch bei A.J. Foyt Enterprises an, denn Caio Collet (Foyt-Chevrolet; 9.) sorgte für ein vorzeitiges Ende der Sitzung, als er in der Gruppenphase zwei Minuten vor Schluss in Kurve 8 einen Einschlag hatte, der jedoch weit weniger Schaden anrichtete als der Crash von Power.

Zwar gingen die Fahrer für die letzten zwei Minuten später noch einmal auf die Strecke, aber die Reifen waren zu sehr abgekühlt, als dass es noch Verbesserungen hätte geben können.

Das Qualifying beginnt um 0:30 Uhr MESZ.

So lief das erste Freie Training

Da auf dem brandneuen Kurs zunächst der Staub weggefahren werden und Gummi gelegt werden musste, sind die Zeiten zweitrangig. Dennoch zeigte Mick Schumacher (RLL-Honda; 13.) eine ansprechende Leistung. Als Rookie war er in beiden Teilen der Gruppenphase startberechtigt, was auf einer Strecke, die für alle neu ist, ein großer Vorteil ist. (Ergebnis 1. Freies Training)

Schumacher fährt in Markham wieder im Design von Enve Composites, allerdings nicht im gewohnten schwarz-roten Farbkleid, sondern diesmal eher schwarz-weiß. (Fahrzeugdesigns von Mick Schumacher in der IndyCar-Serie 2026)

Tatsächlich waren seine beiden Rookie-Kollegen noch schneller: Caio Collet (Foyt-Chevrolet) fuhr sensationell die zweitbeste Zeit, Dennis Hauger (Coyne-Honda; 10.) war schneller als sein deutlich erfahrenerer Teamkollege Romain Grosjean (Coyne-Honda; 14.).

Die Bestzeit ging wie schon fast üblich an Alex Palou (Ganassi-Honda; 1.), der als einziger unter die Marke von 1:15 Minuten kam. Es wird aber erwartet, dass die Zeiten sich noch um mehrere Sekunden verbessern.

Das erste Feedback der Teilnehmer auf die neue Strecke, die den traditionsreichen Stadtkurs am Exhibition Place in Toronto ablöst, war größtenteils positiv. "Das macht richtig Laune. Wir sind es nicht gewohnt, einen Stadtkurs mit so viel Grip zu haben. Es fühlt sich mehr wie auf einer Rennstrecke an, aber die Mauern grinsen dich ständig an", sagt Palou.

Den ersten Unfall auf der neuen Strecke legte Kyffin Simpson (Ganassi-Honda; 24.) hin, der ausgangs Kurve 6 die Mauer mitnahm und sich die Aufhängung verbog. Harmlose Schrecksekunden gab es durch Marcus Ericsson (Andretti-Honda; 7.), der bei einem Dreher in Kurve 4 viel Glück hatte, nicht einzuschlagen, und David Malukas (Penske-Chevrolet; 6.), der in Kurve 4 geradeausfuhr.

Dem Penske-Neuzugang zufolge war dies auf ein generelles Problem zurückzuführen, das an seinem Fahrzeug schon das ganze Jahr über auftritt: "Speziell auf den Straßenkursen, wenn die Reifen etwas härter sind, können wir einfach keine Temperatur aufbauen. Damit kämpfen wir schon die ganze Saison."

Mit leichten "Brushes" an der Mauer davon kamen Will Power (Andretti-Honda 5.), der gleich mehrere kritische Momente im Training hatte, und Hauger, der zu diesem Zeitpunkt das Feld sogar anführte.

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