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Überraschung: McLaren holt Nolan Siegel und schmeißt Theo Pourchaire raus!

Nicht Theo Pourchaire, sondern Nolan Siegel fährt IndyCar-Saison 2024 für McLaren zu Ende und tritt auch in Zukunft für das Team an - Wie alles so schnell ging

Nolan Siegel, Arrow McLaren

Überraschender (erneuter) Fahrerwechsel bei McLaren für den Rest der laufenden IndyCar-Saison 2024: Nolan Siegel hat im Team von Zak Brown einen mehrjährigen Vertrag unterschrieben und wird mit sofortiger Wirkung der Stammfahrer im #6 McLaren-Chevrolet. In diesem Auto war eigentlich für den Rest der Saison der Franzose Theo Pourchaire gesetzt, nachdem er bei seinen ersten Rennen überzeugende Leistungen abgeliefert hat.

Jetzt aber hat steht Pourchaire plötzlich ohne Cockpit da, weil McLaren mit Siegel einen langfristigen Deal festgezurrt hat. Der 19-jährige Kalifornier hatte das Jahr 2024 eigentlich als Stammfahrer in der Indy-NXT-Serie (vormals Indy-Lights) begonnen. Parallel dazu fuhr er in Long Beach für Dale Coyne Racing sowie zuletzt in Elkhart Lake als einmaliger Ersatz bei Juncos Hollinger Racing seine ersten IndyCar-Rennen. Beim Indy 500 im Mai scheiterte er im Coyne-Team an der Qualifikation für das Rennen.

Am vergangenen Wochenende nun gab Siegel sein Debüt bei den 24 Stunden von Le Mans, und zwar für United Autosports - das Team, welches McLaren-Boss Zak Brown zusammen mit Geschäftspartner Richard Dean gehört. Und bei seinem Debüt beim berühmtesten Langstreckenrennen der Welt fuhr der junge Siegel gemeinsam mit seinem US-amerikanischen Landsmann Bijoy Garg (ebenfalls Le-Mans-Debütant) sowie mit Routinier Oliver Jarvis (Großbritannien) direkt zum Klassensieg in der LMP2-Klasse.

McLaren begründet Fahrerwechsel mit "langfristigem Plan"

Dann ging alles ganz schnell. In der IndyCar-Serie wird Siegel beginnend mit dem kommenden Wochenende (Laguna Seca) das Cockpit des #6 McLaren-Chevrolet übernehmen. Laut McLaren wird der junge Kalifornier "für die verbleibenden zehn Rennen dieser Saison sowie für 2025 und darüber hinaus" für das Team fahren. Siegel wird somit der Vollzeit-Teamkollege von Patricio O'Ward und Alexander Rossi. Theo Pourchaire schaut in die Röhre.

 

Gavin Ward, Teamchef des IndyCar-Programms von McLaren, erklärt den überraschenden Fahrerwechsel so: "Stabilität und nachhaltiges Wachstum sind der Schlüssel zu unserem langfristigen Plan hier. Dies ist ein wichtiger Schritt in dieser Mission. Zunächst möchte ich Theo danken, dass er in den vergangenen Wochen für uns im Auto mit der Startnummer 6 eingesprungen ist. Wir haben die ganze Saison über Rollen getauscht. Der Wechsel auf Nolan, der jetzt zur Verfügung steht, gibt uns die Chance, ein Fundament für die Zukunft zu legen."

Der 19-jährige Siegel, der sein Vollzeitprogramm bei HMD Motorsports in der Indy-NXT-Serie mit sofortiger Wirkung abbricht, um für McLaren in der IndyCar-Serie zu fahren, wird von Ward als "junger, talentierter Fahrer mit einem immensen Erfahrungsschatz in diesem Stadium seiner Karriere" beschreiben. "Wir freuen uns darauf, den Weg nach oben gemeinsam fortzusetzen", so der McLaren-Teamchef.

Nolan Siegel

Siegel bei der Fahrerparade in Le Mans, zwei Tage später Le-Mans-Sieger im Team von Zak Brown

Foto: Alexander Trienitz

Siegel selbst kann sein Glück kaum fassen: "Ich freue mich darauf, diese Woche im Arrow McLaren Team einzusteigen und meinen Platz in der IndyCar-Serie in Papaya-Farben einzunehmen. Es ist ein unerwarteter Sprung, aber ich bin begeistert, dass ich nach einer erfolgreichen Phase mit HMD Motorsports in der Indy-NXT-Serie nun in dieser Position bin. Ich freue mich auf dieses neue Abenteuer und darauf, an der Seite des gesamten Teams zu lernen. Los geht es an diesem Wochenende in meinem Heimatstaat [Kalifornien]."

McLarens Wechselspiel: Malukas, Ilott, Pourchaire und nun Siegel

Nolan Siegel ist bereits der vierte Fahrer, den McLaren für das Cockpit des #6 McLaren-Chevrolet in der IndyCar-Saison 2024 angestellt hat. Ursprünglich hatte David Malukas im Winter 2023/24 den Wechsel von Dale Coyne Racing zu McLaren vollzogen, um der neue Vollzeit-Teamkollege von Patricio O'Ward und Alexander Rossi zu werden.

Weil sich Malukas aber im Februar bei einem Mountainbike-Unfall das linke Handgelenk gebrochen hat, kam er bei McLaren (abgesehen von Testfahrten im Winter) gar nicht zum Einsatz. Im April nämlich wurde sein Vertrag aufgelöst, ohne dass er überhaupt ein einziges Rennen in Papaya-Farben bestritten hätte.

Als Ersatz für Malukas kam im #6 McLaren-Chevrolet zunächst Callum Ilott zum Einsatz. Weil der Brite aber nicht für alle IndyCar-Rennen zur Verfügung stand, da er Vollzeitfahrer im Porsche-Kundenteam Jota in der Langstrecken-WM (WEC) ist, gab McLaren auch dem amtierenden Formel-2-Champion Theo Pourchaire die Chance, Malukas zu ersetzen und so sein IndyCar-Debüt zu geben.

Theo Pourchaire

Theo Pourchaire war bei McLaren gesetzt, schaut jetzt aber in die Röhre

Foto: Motorsport Images

Ilott fuhr beim IndyCar-Saisonauftakt in St. Petersburg, beim All-Star-Race in Palm Springs sowie beim Indy 500. Sein bestes Ergebnis dabei war zweimal P11. Pourchaire, der im Gegensatz zu Ilott über keinerlei IndyCar-Erfahrung verfügte, saß in Long Beach, im Barber Motorsports Park, auf dem Indianapolis-Rundkurs, in Detroit und in Elkhart Lake im Auto. Sein bestes Ergebnis war P10 in Detroit.

Die Zusage, bis Saisonende fahren zu dürfen, die bekam Pourchaire im Mai. Diese Zusage aber ist mit der Verpflichtung von Nolan Siegel nun nichts mehr wert. Und David Malukas? Der ursprünglich als Vollzeitfahrer für besagtes Auto verpflichtete US-Amerikaner hat nach seiner Trennung von McLaren schnell einen neuen Arbeitgeber gefunden.

Malukas sitzt ab dem kommenden Wochenende im #66 Shank-Honda, aus dessen Cockpit IndyCar-Rookie Tom Blomqvist rausgeflogen ist. Blomqvist war bei den ersten fünf Saisonrennen (St. Petersburg bis Indy 500) nicht über P19 hinausgekommen. In Detroit und Elkhart Lake wurde er kurzerhand von Teammitbesitzer Helio Castroneves vertreten. Jetzt übernimmt Malukas, der sich von seiner Verletzung erholt hat.

David Malukas

David Malukas: Von McLaren gefeuert, bei Meyer Shank Racing angedockt

Foto: Penske Entertainment

Indes müssen sich Tom Blomqvist und nun auch Theo Pourchaire für die Zukunft nach anderen Optionen umsehen. Blomqvist, der seinen Platz lediglich im IndyCar-Programm von Meyer Shank Racing verloren hat, nicht aber vom Team gefeuert wurde, darf sich Chancen ausrechnen, ab 2025 wieder für das Langstreckenprogramm des Teams zu fahren.

Meyer Shank Racing nämlich plant mit Acura ein Comeback in der IMSA-Serie, aus der man sich mit Ablauf der Saison 2023 vorübergehend zurückgezogen hat. Im IMSA-Programm des Teams wurde Blomqvist 2022 Champion und gewann sowohl 2022 als 2023 die 24h Daytona.

Wie es mit Theo Pourchaire weitergeht, ist derzeit offen. Der Franzose hatte das Jahr eigentlich als Stammfahrer im Impul-Team in der Super Formula in Japan begonnen, diesen Platz aber aufgegeben, als er im Mai von McLaren für den Rest der IndyCar-Saison bestätigt wurde. Letzteres freilich ist nun schon wieder hinfällig geworden ...

Mit Bildmaterial von Penske Entertainment.

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