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Vierter IndyCar-Triumph für Palou: Warum die Formel 1 ihn kalt lässt

Alex Palou dominiert die IndyCar-Serie 2025, jagt Rekorde und sagt der Formel 1 ab - Trotz seines Kindheitstraums

Vierter IndyCar-Triumph für Palou: Warum die Formel 1 ihn kalt lässt

Alex Palou feiert seinen vierten IndyCar-Titel

Foto: Penske Penske

Alex Palou dominierte die IndyCar-Saison 2025 nach Belieben und sicherte sich bereits zwei Rennen vor dem Ende der Meisterschaft den Titel für Chip Ganassi Racing. Der Spanier gewann bisher acht der insgesamt 17 Saisonrennen und ist vor den letzten beiden Ovalrennen uneinholbar vorne. Trotz seines vierten Meisterschaftssieges in der US-Formelserie ist ein Wechsel in die Formel 1 für ihn wohl kein Thema mehr, obwohl er immer von der Königsklasse geträumt hat.

Doch erst einmal zum Sportlichen: Palou stand in 15 Rennen sage und schreibe achtmal ganz oben auf dem Podium. Sollte er die letzten beiden Rennen in Milwaukee und Nashville noch gewinnen, würde er mit den Rekorden von AJ Foyt (1964) und Al Unser (1970) gleichziehen, die jeweils zehn Saisonsiege eingefahren haben.

Im Vergleich zu seinen vorherigen drei Titeln in der IndyCar-Serie ist es dem Katalane 2025 gelungen, auch auf Ovalen erfolgreich zu sein, weshalb der Rekord noch möglich ist - insbesondere, da der 28-Jährige völlig befreit auffahren kann. Mit solch einer Dominanz müsste Palou doch auf dem Radar der Formel 1 auftauchen, zumal auch der weniger erfolgreiche Colton Herta aus der IndyCar-Serie aufgrund seiner US-Herkunft immer wieder mit Cadillac in Verbindung gebracht wird.

Die Formel 1 nicht mehr interessant

"Die Formel 1 ruft mich nicht mehr", sagte Palou gegenüber Indy Star nach seinem Indy-500-Sieg, obwohl die Königsklasse früher immer sein Traum gewesen ist. "Ich verfolge sie aber weiterhin. Es ist eine großartige Serie. Sie ist unglaublich. Ich bin ein großer Fan, aber ich glaube nicht, dass sie so viel Spaß haben wie ich hier."

"Ich sehe nicht, dass die Leute so viel mit ihren Frauen und Kindern feiern wie wir", so Palou über die Vorzüge der IndyCar-Serie in den USA. "Ich sehe sie nicht auf dem Busparkplatz herumhängen oder mit ihren Mechanikern zu Abend essen. Ich genieße es einfach, zu fahren, Spaß zu haben und mit meinen Leuten zusammen zu sein. Deshalb ist die Formel 1 für mich das genaue Gegenteil."

Auch sein Teamchef Chip Ganassi hat zur Formel 1 einen klaren Standpunkt: "Bei uns geht es ums Rennfahren. Bei denen geht es um Hollywood, Prominente und Yachten. Wir sind hier, um Rennen zu fahren, und sie haben, was sie haben, und das ist sehr erfolgreich und gut für sie. Aber sie sind nicht das Maß aller Dinge. Wenn sie echte Rennfahrer sind, sollten sie hierherkommen."

Es gab eine Zeit, da wollte Palou noch in die Formel 1

2022 flirtete Palou mit der Formel 1, das war das Jahr, in dem der damals 25-Jährige seinen ersten IndyCar-Titel gewonnen hatte. Palou sagte dazu: "Ich dachte, es wäre meine letzte Chance. Du gewinnst deine erste IndyCar-Meisterschaft. Du bist noch jung - ich weiß, ich bin auch noch ziemlich jung - und vielleicht kannst du es versuchen und immer noch zurückkommen." Immerhin war Palou damals als Test- und Reservefahrer für McLaren in der Formel 1 tätig.

Das war auch die Zeit, in der es zu Spannungen mit Chip Ganassi und McLaren kam. Ganassi zog die Vertragsoption, um Palou für die Saison 2023 in der IndyCar-Serie zu halten. Palou dementierte eine Verlängerung und wollte eigentlich zu McLaren wechseln, da das Team neben der Formel 1 auch in der IndyCar-Serie startet. Nach intensiven Verhandlungen und juristischen Schritten blieb Palou 2023 schließlich doch bei Ganassi und verlängerte seinen Vertrag für die Jahre 2024 und 2025.

Diese Entscheidung hievte Palou in den Olymp der IndyCar-Serie, denn er gewann 2025 nicht nur seinen vierten Titel, sondern sicherte sich mit dem Team auch seinen ersten Sieg beim prestigeträchtigen Indy 500. Sein Vertrag bei Ganassi läuft mindestens bis 2026, weshalb Palou seinen Titel mit dem IndyCar-Topteam verteidigen wird.

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