Zukunft von Grosjean: Coyne will ihn halten, aber auch Andretti hat Interesse

Wohin zieht es Romain Grosjean nach seiner ersten IndyCar-Saison? Der Franzose wird von Andretti umworben, doch Coyne möchte ihn halten

Zukunft von Grosjean: Coyne will ihn halten, aber auch Andretti hat Interesse

Das Tauziehen um Romain Grosjean geht in die nächste Runde. Der Franzose, der im Jahr 2020 bei Dale Coyne sein IndyCar-Debüt gefeiert hat, ist in der Silly-Season heiße Ware. Der 35-Jährige hat in der aktuellen Saison mit einem zweiten und einem fünften Platz solide Ergebnisse erzielt, weshalb ihn Coyne gerne halten würde. Jedoch scheint auch das Topteam von Michael Andretti Interesse an dem Ex-Formel-1-Fahrer zu haben.

Dass Coyne einen starken Fahrer an die Konkurrenz verlieren könnte, ist nichts Neues: Schon im Vorjahr musste der Rennstall mit Alex Palou einen bärenstarken Youngster zu Chip Ganassi ziehen lassen. Grosjean wurde als dessen Nachfolger nominiert und da der ehemalige Haas-Fahrer in der US-Formelserie einen guten Eindruck hinterlässt, klopfen nun auch die Topteams wie Andretti bei ihm an.

Vielleicht ist sogar ein Vollzeit-Cockpit für Grosjean drin, denn eigentlich wollte er aus Sicherheitsgründen nur die Rund- und Straßenkurse in der IndyCar-Serie fahren. Der Franzose hat seine Meinung aber schnell geändert, weshalb er im August noch sein Ovaldebüt in Gateway feiern wird. Ob Grosjean im Jahr 2022 alle Ovale fahren möchte, ist noch nicht klar.

Sollte Andretti den Zuschlag bekommen, könnte Grosjean dort IndyCar-Veteran Ryan Hunter-Raey im Honda mit der Startnummer 28 ersetzen, da dessen Vertrag Ende 2021 auslaufen wird. Coyne möchte den Wechsel aber verhindern, weshalb er aktuell hart an einer Vertragsverlängerung mit Grosjean arbeitet, um ihn im Team zu halten. Der Teamchef glaubt, dass es dafür gute Gründe gibt.

"Ich denke, dass er bei uns glücklich ist, auch wenn jetzt viele andere auf ihn schauen", so Coyne gegenüber 'Motorsport.com'. "Wir haben für ihn einen guten Job gemacht und ich denke, dass er das versteht. Wir haben mit ihm eine Chance genutzt und er mit uns. Ich denke, dass das für beide Seiten gut geklappt hat, und ich hoffe, dass sich das für beide Seiten auszahlen wird und wir ihn auch für die kommende Saison halten können."

Jedoch versteht Coyne, dass es keine einfache Verhandlung werden wird: "Andretti ist ein gutes Team und ich kapiere, warum Fahrer dort hin wollen. Ich denke, dass wir für ihn auch einen guten Job gemacht haben. Überall, wo er an den Start gegangen ist, war er schnell - sowohl im Qualifying als auch im Rennen. Das zeigt, dass er ein kompletter Fahrer ist. Man braucht aber auch ein Auto, um den Job zu erledigen, und wir haben gezeigt, dass wir ein komplettes Team sind."

Coyne sieht außerdem eine starke Verbindung zwischen Grosjean und dessen Renningenieur Olivier Boisson. Diese "gute Chemie" zwischen den beiden sei ein wichtiger Faktor, um in der US-Rennserie den Unterschied zu machen. Außerdem sei Coyne "ein Team, das wie eine Familie zusammenstünde", was "viele Fahrer mögen" würden. "Diese Familie mag Romain sehr", so Coyne weiter. "Ich hoffe einfach, dass wir weiterhin zusammenarbeiten werden."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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