Zwei Generationen vereint: Sato schwärmt von Mick Schumacher
Takuma Sato kämpfte einst gegen Michael Schumacher - Heute gibt er sein Wissen an Sohn Mick weiter und zeigt sich von dessen Tempo in Indianapolis beeindruckt
Mick Schumacher auf dem Indianapolis Motor Speedway
Foto: Penske Entertainment
Zwei Generationen, ein Name und ein japanischer Routinier, der die Brücke zwischen Vergangenheit und Moderne schlägt: Mick Schumacher und Takuma Sato bilden beim diesjährigen Gastspiel der IndyCar-Serie auf dem Indianapolis Motor Speedway, beim legendären Indy 500, ein außergewöhnliches Gespann.
Während Schumacher seine ersten Gehversuche auf dem berühmten Oval wagt, bringt Sato bei Rahal Letterman Lanigan die Erfahrung aus Jahrzehnten im Spitzenmotorsport mit in die Garage. Diese besondere Konstellation sorgt im Fahrerlager für Aufsehen, da Sato bereits gegen Micks Vater, den Rekordweltmeister Michael Schumacher, Rad-an-Rad-Duelle ausfocht.
Für Mick Schumacher ist die Zusammenarbeit mit dem zweimaligen Indy-500-Sieger eine Chance, die weit über das übliche Team-Interesse hinausgeht. Er spürt den historischen Hauch, der durch die Box weht, wenn er mit dem Japaner über technische Details philosophiert.
Zwei Generationen der Schumachers
"Ja, ich meine, es ist für ihn, ich weiß nicht, anders. Für mich ist es toll, er hat mit zwei Generationen der Schumachers zusammengearbeitet oder war in gewisser Weise an deren Seite", erklärt der Deutsche die Dynamik.
Schumacher sieht in der Formel-1-Vergangenheit seines Teamkollegen für das Indy 500 2026 eine wertvolle Basis für die gemeinsame Arbeit in den USA. Die Sprache des Motorsports ist universell, besonders wenn beide Akteure die Königsklasse im Lebenslauf stehen haben.

Michael Schumacher und Takuma Sato beim Formel-1-Saisonfinale 2003 in Suzuka
Foto: LAT
"Es ist großartig, ihn im Team zu haben. Er hat so viel Erfahrung auf dieser Strecke, aber auch die Erfahrung aus der Formel 1", so Schumacher weiter.
Mick Schumacher lernt von Sato
Der Lerneffekt steht für den jungen Deutschen dabei an oberster Stelle, um die Tücken des Brickyard zu meistern. Er saugt jedes Detail auf, das ihm der erfahrene Sato übermitteln kann.
"Wir haben also viele Gemeinsamkeiten, über die wir sprechen können. Und ich freue mich sehr darauf zu lernen, was er anders macht als das, was ich bisher erlebt habe", betont Mick Schumacher mit Blick auf die kommenden Aufgaben.
Auf der anderen Seite der Garage blickt Takuma Sato fast schon ehrfürchtig auf seinen neuen Mitstreiter, indem er viele Züge seines einstigen Rivalen Michael Schumacher erkennt.
Die Blick zurück
Die optischen und charakterlichen Parallelen sind für den Japaner unübersehbar. "Es ist fantastisch. Es ist fantastisch zu sehen, dass Mick, man kann sehen, dass da viel DNS von seinem Vater in ihm steckt", stellt Sato fest.

Takuma Sato weiß, was es braucht, um das Indy 500 zu gewinnen
Foto: Jamie Squire / Getty Images
Die Erinnerungen an die Kämpfe gegen den Schumacher-Vater sind bei Sato auch nach all den Jahren noch immer präsent. Er genießt es, diese Geschichte nun mit der nächsten Generation fortzuschreiben.
"Ich hatte das Glück, Rad an Rad mit Michael Schumacher zu kämpfen, das war eine phänomenale Erfahrung. Und wenn man seinen Sohn Mick sieht - die Art, wie er spricht, ein toller Kerl - er ist genau wie sein Vater", erinnert sich der Routinier.
Mick will Mick sein
Trotz der offensichtlichen Vergleiche ist Sato bemüht, Mick als eigenständigen Rennfahrer wahrzunehmen und dessen individuelle Entwicklung zu fördern. Er weiß um den Druck, der auf den Schultern des 27-Jährigen lastet.
"Offensichtlich möchte Mick einfach Mick sein und nicht 'Michaels Sohn', das respektiere ich natürlich. Aber davon abgesehen freue ich mich wirklich sehr, ihn zu sehen", gibt Sato zu Protokoll.
Die sportliche Leistung des Neulings hat Sato bereits am zweiten Trainingstag in Indianapolis beeindruckt. Die Lernkurve des Deutschen zeigt steil nach oben, was das gesamte Team beflügelt.
Sato spricht von Aufwind
"Er ist jetzt schon echt schnell, dabei ist es erst der zweite Tag auf dem Indianapolis Motor Speedway. Wir hatten viele gute Gespräche und ich freue mich sehr, mit ihm zu arbeiten", lobt er den Neuzugang.
Sato sieht in der Ankunft von Schumacher einen echten Mehrwert für das gesamte Gefüge der Mannschaft. Die Chemie scheint von der ersten Sekunde an zu stimmen.
"Es ist ein toller Aufwind für unser Team, ich denke, jeder respektiert das. Also bin ich sehr, sehr glücklich. Auch schöne Erinnerungen mit seinem Vater hier", resümiert Sato die ersten gemeinsamen Meter auf dem legendären Asphalt.
Mick Schumacher wird bei seinem ersten Indy-500-Einsatz, dem ersten eines Deutschen sei über 100 Jahren, einen speziellen Helm in roten Farben tragen. Die IndyCar-Serie präsentierte den Helm bereits auf den sozialen Medien.
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