Felipe Massas kühne Vision: Elektrokarts bei Olympia

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Felipe Massas kühne Vision: Elektrokarts bei Olympia
Markus Lüttgens
Autor: Markus Lüttgens
Co-Autor: Dieter Rencken
12.07.2018, 11:02

Olympische Medaillen für Kartfahrer? Nach Vorstellung von Felipe Massa durchaus realistisch: Demonstration bei den Olympischen Jugendspielen in Buenos Aires

Als Präsident der Kart-Kommission des Automobil-Weltverbands FIA hat sich der ehemalige Formel-1-Pilot Felipe Massa der Förderung der Motorsport-Nachwuchses verschrieben. Und nur wenige Monate nach der Übernahme seiner neuen Funktion hat der Brasilianer schon einer auf den ersten Blick abenteuerlich klingende Zukunftsvision: Massa kann sich vorstellen, das Rennen mit Elektro-Karts eines Tages bei Olympischen Spielen stattfinden.

"Wir haben keine Autos oder Motorsport bei den Olympischen Spielen,. Wenn wir das schaffen wollen, wäre der Kartsport ist die perfekte Richtung dafür", sagt Massa. "Es wäre wirklich toll, daran teilzunehmen. Wir müssen versuchen, einige gute Ideen für die Zukunft des Kartsports zu entwickeln. Eine davon könnten Dinge wie die Olympischen Spiele."

So erstaunlich die Idee auf den ersten Blick erscheint, so real ist der Hintergrund. Schon in diesem Jahr wird bei den Olympischen Jugendspielen in Buenos Aires ein Demonstrations-Wettbewerb mit Elektro-Karts durchgeführt.

Mit standardisierten Elektrokarts, wie sie heute schon auf vielen öffentlichen Kartbahnen und zunehmend auch im Rennsport eingesetzt werden, könnte die für einen olympischen Wettbewerb notwendige Ausgeglichenheit erreicht werden. Gleichzeitig könnte der Motorsport damit sein "grünes Image" fördern.

Abgesehen vom olympischen Traum verfolgt Massa in seiner FIA-Funktion vor allem das Ziel, das technisches Reglement im Kartsport zu vereinfachen. Derzeit wird in verschiedenen Ländern noch mit unterschiedlichen Karts und Motoren gefahren. Massa will versuchen, hier eine klare Pyramide zu etablieren, mit der jungen Talenten der Aufstieg im Kartsport vereinfacht werden soll. "Wenn ein Fahrer aus Brasilien nach Europa kommt, sollte er dort mit dem gleichen Material und dem gleichen Motor fahren können", fordert er.

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