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24h Nürburgring 2021 "größerer Kraftakt" als 2020

Rennleiter Walter Hornung ist erleichtert, dass die 24 Stunden auf dem Nürburgring 2021 stattfinden können - Wie schwierig es dieses Mal wirklich war

24h Nürburgring 2021 "größerer Kraftakt" als 2020

Das war knapp: Das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring 2021 stand bis zum heutigen Freitag stark auf der Kippe. Die Einigung zur Durchführung des Rennens ist in letzter Minute erfolgt, doch Rennleiter Walter Hornung bestätigt: Die 2021er-Ausgabe auf die Beine zu stellen, ist ein "größerer Kraftakt" gewesen als das Septemberrennen 2020.

"Wir hatten natürlich gehofft, dass wir bis Juni 2021 Corona überwinden und das 24h-Rennen gewissermaßen in alter Pracht veranstalten können", so Hornung. "Nun kommt es doch ganz anders, und das Rennen wird für uns zu einem noch größeren Kraftakt als im Vorjahr."

Das voraussichtliche erneute Ausbleiben von Zuschauern sorgt für einen Finanzierungslücke. Diese zu schließen war nicht mehr so einfach wie noch 2020. Damals konnten vor allem bei den großen Herstellern Gelder relativ problemlos umgeleitet werden, die für VIP-Bewirtschaftung oder Zuschauerevents vorgesehen waren. Das ist dieses Jahr so nicht mehr möglich.

Die Hoffnung war natürlich bei allen Beteiligten, dass dies eine einmalige Angelegenheit bleiben würde. Doch ein zweites Mal ohne Zuschauer ist für die Kassen äußerst schlecht, zumal nun auch noch Tickets rückerstattet werden müssen.

Pokerspiel mit zwölf Parteien

"Das schmerzt uns natürlich gleich mehrfach. Zum einen fehlen uns ganz klar die Einnahmen als wichtiger Baustein des Budgets. Daneben aber tragen unsere Fans natürlich zur unnachahmlichen Atmosphäre beim 24-Stunden-Rennen bei - und wir haben gerade das im vergangenen Jahr schon schmerzlich vermisst", sagt Hornung.

Dass das Rennen doch noch stattfindet, ist zum einen auf eine Solidaritätswelle von Zuschauern und Sportwarten zurückzuführen. Dadurch wurde den Stakeholdern die Bedeutung des Rennens für die Öffentlichkeit noch einmal deutlich vor Augen geführt.

Aber auch wirtschaftliche Zwänge spielten eine Rolle: "Bei vielen Teams, Zulieferern und auch bei der Rennstrecke selbst hängen ja auch Arbeitsplätze vom 24-Stunden-Rennen ab. Deshalb haben wir wirklich alle Hebel in Bewegung gesetzt, um die Durchführung zu sichern."

Nach langem Pokern haben sich nun die Hersteller Audi, BMW, Mercedes-AMG, Porsche und Glickenhaus, die Nürburgring 1927 GmbH & Co KG, der ADAC Nordrhein, die Reifenhersteller Michelin, Falken und Goodyear sowie die Rechteinhaber Sporttotal und Eurosport Events (WTCR) auf ein Finanzierungspaket geeinigt.

"Dafür bedanken wir uns im Namen des ADAC Nordrhein ganz ausdrücklich", so der Rennleiter. "Und nun freuen wir uns sehr darauf, das bestmögliche 24h-Rennen zu bieten, das unter den Voraussetzungen möglich ist."

Mit Bildmaterial von Gruppe C.

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Urheber Heiko Stritzke