24h Nürburgring 2026: Abt-Rückschlag, Schrecksekunde für Max Verstappen
Abt-Lamborghini erlebt in der Startphase der 24h Nürburgring einen doppelten Rückschlag: "Grello" führt nach zwei Stunden, Schrecksekunde für Max Verstappen
Der "Grello"-Porsche führt nach zwei Stunden
Foto: Gruppe C Photography
Die Startphase der 24h Nürburgring (hier im Liveticker!) ist geschafft: Die beiden Abt-Lamborghini, die aus der ersten Startreihe ins Rennen gegangen waren, mussten einen doppelten Rückschlag verkraften. Max Verstappen erlebte die erste Schrecksekunde auf der Nordschleife, während der Manthey-Porsche #911 (Estre/Preining/Güven/Campbell) das Feld nach zwei Stunden anführt.
Der Startrunde sorgte bereits für den ersten Aufreger: Mirko Bortolotti, der den Start im Abt-Lamborghini #84 (Engstler/Bortolotti/Niederhauser) übernahm, wurde in der zweiten Kurve von Daniel Juncadella im Winward-Mercedes #3 (Verstappen/Auer/Gounon/Juncadella) am Heck getroffen, was kurz vor dem Einbiegen auf die Nordschleife zu einem Reifenschaden am Red-Bull-Lamborghini führte.
Bortolotti hatte allerdings Glück im Unglück, weil er direkt in die Boxengasse abbiegen konnte. Dennoch war der Zeitverlust groß, sodass die Polesetter dem Rest des Feldes seither mit großem Abstand hinterhereilen. Nach zwei Stunden liegt der Abt-Lamborghini #130 immerhin wieder in den Top 30.
Marco Mapelli leistet sich Frühstart im Abt-Lamborghini
Aber auch für den zweiten Abt-Lamborghini #130 (Bortolotti/Engstler/Mapelli/Niederhauser) lief es kaum besser: Startfahrer Marco Mapelli übernahm auf dem Weg zur ersten Kurve zwar die Führung und verteidigte die Spitzenposition bis zum ersten Boxenstopp, allerdings handelte es sich um einen Frühstart.
Der zweite Abt-Lamborghini bekam deshalb eine 32-Sekunden-Zeitstrafe aufgebrummt und fiel dadurch ebenfalls zurück. "Am meisten ärgert mich eigentlich der Zwischenfall mit der 84 und der Nummer 3, die uns in der zweiten Kurve hinten reingefahren ist", schimpfte Abt-Sportdirektor Martin Tomczyk im offiziellen Livestream.
"Deswegen haben wir einen Reifenschaden gehabt und mussten dann über den Grand-Prix-Kurs [in die Box] einbiegen. Somit war ein Auto schon mal gehandicapt und fährt jetzt dem Feld hinterher. Das ist natürlich nicht das, was man sich wünscht und ich finde es auch nicht in Ordnung, dass das nicht bestraft wird."
Max Verstappen erlebt die erste Schrecksekunde
"Ich hatte eigentlich einen wirklich guten Start", beschreibt Unfallgegner Juncadella die Situation. "In Kurve 2 befand ich mich auf der Innenbahn, ohne dabei wirklich ein Überholmanöver zu versuchen, als er leicht nach innen zog. Es kam zu einer minimalen Berührung, ich habe davon kaum etwas gespürt."
"Es tut mir leid für das andere Team, dass sie dadurch einen Reifenschaden erlitten haben", ergänzt der Spanier. "So ist der Rennsport nun einmal, manchmal läuft es einfach etwas unglücklich. Ich war zur falschen Zeit am falschen Ort. Ich glaube nicht, dass ich etwas falsch gemacht habe, und ich glaube auch nicht, dass er etwas falsch gemacht hat, es war einfach Pech."
Juncadella konnte den vierten Platz bis zum ersten Boxenstopp nach rund einer Stunde halten, als Formel-1-Weltmeister Max Verstappen zum ersten Mal ins Cockpit stieg. Doch der Niederländer erlebte schon auf seiner ersten Runde einen Schreckmoment: Verstappen verlor auf dem Sprunghügel im Bereich Pflanzgarten kurzzeitig die Kontrolle über seinen AMG, als die Vorderachse abhob.
Der Niederländer rutschte nach rechts in die Wiese und verfehlte die Leitplanke nur um wenige Zentimeter. Anschließend setzte er seine Aufholjagd unbeeindruckt fort und überholte den KCMG-Mercedes #47 (Kobayashi/Krohn/Pittard/Liberati) sogar mit zwei Reifen auf dem Gras. Nach zwei Stunden liegt der Verstappen-Mercedes auf dem zweiten Platz.
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