24h Nürburgring 2026: Dörr präsentiert legendäres Michael-Schumacher-Design
Dörr Motorsport hat das finale Design des McLaren 720S GT3 Evo enthüllt, das an den Benetton B195 von Michael Schumacher aus der Formel-1-Saison 1995 erinnert
Das Design des Dörr-McLaren ist eine Reminiszenz an den Schumacher-Benetton von 1995
Foto: Dörr Motorsport
Dörr Motorsport sorgt für einen Paukenschlag: Der Rennstall aus Frankfurt hat am Donnerstag das finale Design des McLaren 720S GT3 Evo präsentiert, mit dem das Team in diesem Jahr beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring an den Start gehen wird - und setzt damit bereits ein visuelles Ausrufezeichen.
Denn die Präsentation, die am Donnerstagmittag im Live-Programm von Pay-TV-Sender Sky erfolgte, entpuppte sich als Überraschung: Der Dörr-McLaren wird im gleichen Design an den Start gehen, mit dem Rekordweltmeister Michael Schumacher in der Formel-1-Saison 1995 im Benetton B195 gefahren ist und damals seinen zweiten WM-Titel holte.
"Wir hatten gemeinsam mit Bitburger eine wirklich schöne Idee", verrät Glock bei Sky. "Bitburger war 1995 Sponsor bei Michael Schumacher auf dem Benetton. Zusammen mit meinem langjährigen Partner Bembel with Care ist daraus der Gedanke entstanden, das damalige Design wieder aufleben zu lassen - das Design des größten Motorsportlers, den wir je hatten, von Michael Schumacher."
"Ich muss sagen: Jedes Mal, wenn ich das Auto sehe und wir darüber sprechen, bekomme ich Gänsehaut. Und ich bin mir sicher, dass es vielen Motorsportfans genauso gehen wird, wenn sie das Auto live am Nürburgring sehen. Denn er ist letztlich der Grund, warum wir alle an diesen Rennstrecken sind."
Rennanzüge werden für Schumacher-Stiftung versteigert
"Michael Schumacher hat damals den Motorsport-Boom ausgelöst", ergänzt Glock, der aus eigener Erfahrung spricht: "Ich habe als kleiner Junge vor dem Fernseher gesessen und ihm zugeschaut - und heute ist es natürlich eine Ehre, mit so einem Auto beim 24-Stunden-Rennen an den Start zu gehen."

Das neue McLaren-Design ist aus der Formel-1-Saison 1995 bekannt
Foto: Motorsport Images
Auch die Rennanzüge, die im Anschluss an das diesjährige 24-Stunden-Rennen für einen guten Zweck versteigert werden, sind im Design von 1995 gestaltet. "Das komplette Design orientiert sich an der damaligen Optik, dem Benetton von 1995. Auch unsere Anzüge werden in diesem Stil gehalten sein, natürlich leicht angepasst."
"Das Schöne ist, dass die Familie Schumacher mit der Keep Fighting Foundation dahintersteht. Am Ende werden wir die Fahreranzüge für den guten Zweck zugunsten der Stiftung versteigern", verrät Glock. "Dadurch ergibt sich ein sehr rundes Gesamtbild, und ich glaube, das Ganze wird sehr emotional."
Natürlich darf auch das Originalauto beim 24-Stunden-Rennen nicht fehlen: Der legendäre Formel-1-Bolide von Michael Schumacher wird am Rennwochenende (14. bis 17. Mai) in der Fan-Area rund um das Riesenrad im Fahrerlager ausgestellt sein.
McLaren-Werksfahrer Kirchhöfer komplettiert Fahrerquartett
Motorsport-Urgestein Volker Strycek gehört allerdings nicht zum erfahrenen Fahrerquartett des Dörr-McLaren: Der 68-Jährige, der noch am vergangenen Wochenende bei den 24h Qualifiers im Einsatz war, räumt seinen Platz für McLaren-Werksfahrer Marvin Kirchhöfer.
Der Deutsche verfügt zwar über vergleichsweise wenig Nordschleifen-Erfahrung, zählt jedoch zu den versiertesten Piloten am Steuer des McLaren 720S GT3. Seit Ende 2021 ist Kirchhöfer bereits Teil des Werkskaders des britischen Herstellers und bestreitet seither zahlreiche GT3-Programme auf internationaler Ebene.
Im vergangenen Jahr sicherte sich der Leipziger beispielsweise die Poleposition bei den 24 Stunden von Spa, nachdem er zuvor bereits gemeinsam mit Corvette den Langstreckenklassiker in Daytona gewann. In der laufenden Saison startet der 32-Jährige für Garage59-McLaren in der Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC).
Neben Kirchhöfer und Ex-Formel-1-Pilot Glock gehen wie vorgesehen auch DTM-Pilot Ben Dörr sowie der zweifache DTM-Champion Timo Scheider im Dörr-McLaren an den Start. Bei der Generalprobe am vergangenen Wochenende hatte das Team allerdings noch mit technischen Schwierigkeiten zu kämpfen, die zum vorzeitigen Ausfall führten.
"Es war enorm wichtig, wertvolle Kilometer auf der Nordschleife sammeln zu können", sagt Projektleiter Strycek, der kein Geheimnis aus dem aktuellen Rückstand auf die etablierte GT3-Konkurrenz macht: "Wir wissen, dass wir noch viel Arbeit vor uns haben."
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