24h Nürburgring: Alle Wetterunterbrechungen im Überblick

Bereits zum achten Mal muss das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring wegen schlechtem Wetter unterbrochen werden: Nicht immer war Regen oder Nebel schuld

24h Nürburgring: Alle Wetterunterbrechungen im Überblick
Audio-Player laden

Auch die 49. Ausgabe des 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring hat es erwischt: Dichter Nebel sorgte am Samstag um 22:29 Uhr für die längste Rennunterbrechung in der Geschichte der Veranstaltung. Schon in den Jahren zuvor sorgte das berühmt-berüchtigte Eifel-Wetter für ungewollte Pausen. Hier ein kleiner Rückblick in die Wetterkapriolen der vergangenen Jahre.

2020 - Starkregen: Wegen starker Regenfälle entschied sich die Rennleitung gegen 22:30 Uhr, das Rennen mit roter Flagge zu stoppen. Da sich schon früh abzeichnete, dass der Regen nicht nachlassen würde, entschied Rennleiter Walter Hornung, das Rennen bis zum nächsten Morgen zu unterbrechen. Am Sonntag um 8:00 Uhr konnten die Teilnehmer wieder starten. So wurde die 48. Auflage die zweitkürzeste der Geschichte.

2018 - Nebel: Rund dreieinhalb Stunden vor Ende des 24h-Rennens wurden die roten Flaggen geschwenkt. Zu diesem Zeitpunkt war die Sicht der Streckenposten untereinander und damit die Kommunikation per Flaggensignal nicht mehr möglich: Ein zu großes Sicherheitsrisiko für alle Beteiligten. Nach zwei Stunden wurde das Rennen wieder freigegeben und die Teilnehmer setzten zu einem 90-minütigen Endspurt an.

2016 - Hagel: Die wohl kurioseste Wetterkapriole in der Geschichte des 24h-Rennens. Knapp eine Stunde nach Rennstart hagelte es plötzlich stark, die slickbereiften Autos konnten sich nicht mehr auf der Strecke halten und waren vor den Bergaufpassen gefangen. Die Rennleitung brach das Rennen sofort ab, danach mussten die Beteiligten so lange warten bis der Hagel geschmolzen und die Strecke wieder befahrbar war.

Fahrzeugschlange am Adernauer Forst der Nürburgring-Nordschleife

2016 stauten sich die Auto nach einem Hagelschauer am Adernauer Forst

Foto: BMW

Rund eineinhalb Stunden dauerte es, bis alle Fahrzeuge in die Boxengasse zurückkehren konnten. Zusätzlich räumte man den Teams noch eine Reparaturpause ein, sodass das Rennen erst gegen Abend wieder aufgenommen werden konnte.

2013 - Nebel und Regen: Um 22:45 Uhr erfolgte die Renn-Unterbrechung mit der roten Flagge wegen starken Regens in den Streckenabschnitten Schwalbenschwanz und Pflanzgarten sowie dichtem Nebel im Bereich Fuchsröhre. Um 8:00 Uhr morgens konnten das Rennen wieder freigegeben werden.

2007 - Starkregen: Die Piloten waren noch nicht einmal losgefahren, sondern standen noch in der Startaufstellung, als der Himmel die Schleusen öffnete. So saßen sie dort noch etwa zwei weitere Stunden bis das Rennen um 16:51 Uhr endlich offiziell gestartet werden konnte. Doch damit nicht genug: Mitten in der Nacht zog Nebel über die Nordschleife. Der wurde so dicht, dass die Rennleitung das Rennen um 3:54 Uhr unterbrach und erst 9:31 Uhr wieder freigeben konnte.

1994 - Sturm: Die Windböen waren so heftig, dass Bäume umstürzten und das Rennen für drei Stunden unterbrochen werden musste.

1992 - Regen: Es war das kürzeste 24h-Rennen der Geschichte. Die Sieger Cecotto, Danner, Martin und Duez legten nur 76 Runden zurück. Das Rennen musste in der Nacht wegen Regens und Nebels unterbrochen werden. Das Karussell stand nach einiger Zeit unter Wasser, sodass die Feuerwehr es abpumpen musste, ein Blitzeinschlag legte die Tankanlagen in der Boxengasse lahm.

Mit Bildmaterial von ADAC/Gruppe C.

geteilte inhalte
kommentare
24h Nürburgring 2021: Ende der längsten Unterbrechung in Sicht
Vorheriger Artikel

24h Nürburgring 2021: Ende der längsten Unterbrechung in Sicht

Nächster Artikel

24h Nürburgring 2021: Sieg für Porsche! "Grello" gewinnt historisches Rennen

24h Nürburgring 2021: Sieg für Porsche! "Grello" gewinnt historisches Rennen