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24h Nürburgring: Nur in einer Kern-Statistik ist Verstappen nicht vorn

Max Verstappens Zahlen bei den 24 Stunden vom Nürburgring lesen sich beeindruckend, doch in einer Statistik hat ein Teamkollege knapp die Nase vor ihm

24h Nürburgring: Nur in einer Kern-Statistik ist Verstappen nicht vorn

Max Verstappen hinterließ einen bärenstarken Eindruck, nur eine Statistik rutschte ihm durch

Foto: Patrick Patrick

Max Verstappens Auftritt bei den 24 Stunden vom Nürburgring 2026 war äußerst beeindruckend. Wie wir bereits analysiert haben, war er in jedem Stint schneller als sein jeweiliger Teamkollege im Schwesterfahrzeug. Doch in einer sehr wichtigen Statistik muss er sich knapp Maro Engel beugen: der schnellsten theoretischen Runde im Rennen unter Berücksichtigung aller besten Sektoren.

Beste theoretische Runde unter Berücksichtigung der besten Sektoren:

1. Maro Engel #80 - 8:07.368 Minuten

2. Max Verstappen #3 - 8:07.688

3. Dani Juncadella #3 - 8:10.413

4. Fabian Schiller #80 - 8:10.565

5. Maxime Martin #80 - 8:11.468

6. Luca Stolz #80 - 8:12.178

7. Lucas Auer #3 - 8:13.590

8. Jules Gounon #3 - 8:14.108

Natürlich muss bei diesen Statistiken immer darauf hingewiesen werden, dass nicht alle Fahrer zur selben Zeit gefahren sind. Beide Autos hatten einen gegeneinander versetzten Boxenstopprhythmus - immer, wenn auf dem einen Auto der Fahrer gewechselt wurde, blieb der Fahrer auf dem anderen Auto sitzen.

Dann gab es Fahrer, die das ganze Rennen über keinen freien Sektor 7 bekommen haben - jener lange Sektor, der die flüssigen Passagen von Hohe Acht bis Schwalbenschwanz einbezieht, wo Verkehr besonders viel Zeit kostet, weil man oft mehrere Kurven ansteht. Das betraf unter anderem Lucas Auer und Jules Gounon.

Auch hatten Engel und Verstappen klar die größte Fahrzeit aller Piloten und damit die meisten Chancen, starke Sektorzeiten hinzulegen.

Gesamtfahrzeit aller Fahrer auf den beiden Winward-AMGs:

1. Maro Engel #80 - 7:25:58 Stunden (50 Runden)

2. Max Verstappen #3 - 7:00:52 (48)

3. Luca Stolz #80 - 5:35:39 (39)

4. Fabian Schiller #80 - 5:08:49 (35)

5. Maxime Martin #80 - 4:52:10 (32)

6. Lucas Auer #3 - 4:32:23 (31)

7. Daniel Juncadella #3 - 4:15:12 (28)

8. Jules Gounon #3 - 4:13:30 (28)

Natürlich kommen die Fahrer in der #3 auf eine geringere Gesamtfahrzeit, weil das Auto in der Schlussphase für mehr als zwei Stunden repariert wurde. Dennoch zeigt sich, dass Engel und Verstappen die meisten Chancen hatten, gute Sektorzeiten zu fahren, was letztlich ihren Vorsprung in der Statistik weiter oben zu großen Teilen erklärt.

In den anderen Statistiken dreht sich der Spieß zwischen Verstappen und Engel wieder um, egal ob man die zehn schnellsten, 20 Prozent der schnellsten oder 25 Prozent der schnellsten Runden heranzieht. Beide bleiben dabei auch an der Spitze. Natürlich gelten die Einschränkungen bezüglich der Fahrzeit und unterschiedlicher Bedingungen weiter. Alle Tabellen sind am Ende des Artikels zu finden.

Lamborghini war noch schneller

Tatsächlich waren die beiden Mercedes-AMG GT3 von Winward Racing gar nicht die schnellsten Autos im Feld. Wenn wir auf die theoretisch möglichen Zeiten aller Fahrzeuge schauen, zeigt sich, dass die beiden Fahrzeuge nur auf den Plätzen drei und vier liegen.

Theoretisch schnellste Rennrunden 24h Nürburgring 2026:

1. Abt-Lamborghini #130 (Mapelli/Catsburg/Yelloly) - 8.04.022 Minuten

2. Abt-Lamborghini #84 (Engstler/Bortolotti/Niederhauser) - 8:05.163

3. Winward-Mercedes #80 (Engel/Schiller/Stolz/Martin) - 8:07.368

4. Winward-Mercedes #3 (Verstappen/Auer/Gounon/Juncadella) - 8:07.688

5. HRT-Ford #67 (Olsen/Mies/Vervisch/Stippler) - 8:07.688

6. Touring-BMW #81 (Klingmann/de Phillippi/Verhagen/de Wilde) - 8:08.237

7. Walkenhorst-Aston-Martin #34 (Krognes/Thiim/Drudi/Fernandez Laser) - 8:09.328

8. Manthey-Porsche #911 (Estre/Preining/Güven/Campbell) - 8:09.380

Der größte Anwärter auf den Sieg wäre eindeutig Lamborghini gewesen. Die beiden Huracan GT3 Evo2 von Abt Sportsline waren die schnellsten Fahrzeuge im Feld. Doch die #84 wurde durch den anfänglichen Reifenschaden um die Siegchance gebracht, die #130 hatte nach der anfänglichen Strafe noch diverse weitere Probleme, die sie letztlich aus der Führungsrunde katapultierten.

Beachtenswert ist auch die theoretische Zeit des Grellos, denn ihm standen ja nur die ersten vier Stunden des Rennens zur Verfügung, um die entsprechenden Sektorzeiten zu fahren. Ohne den Unfall wäre wahrscheinlich wesentlich mehr Würze in den Kampf an der Spitze gekommen.

Mit dem Grello im Spiel hätte AMG weit weniger Spielraum gehabt, vor allem in den Morgenstunden, als die Positionen der beiden Winward-Mercedes künstlich eingefroren wurden.

Eine weitere Überraschung ist, dass der BMW M3 Touring 24h der theoretisch schnellste BMW im Rennen gewesen ist, vor allen M4 GT3 Evo.

Weitere Statistiken zu den beiden Winward-AMG

Durchschnitt beste zehn Rennrunden:

1. Max Verstappen #3 - 8:15.917 Minuten

2. Maro Engel #80 - 8:16.280

3. Luca Stolz #80 - 8:18.123

4. Lucas Auer #3 - 8:19.285

5. Fabian Schiller #80 - 8:21.190

6. Jules Gounon #3 - 8:26.026

7. Dani Juncadella #3 - 8:27.248

8. Maxime Martin #80 - 8:27.952

Durchschnitt beste 25 Prozent aller Rennrunden:

1. Max Verstappen #3 - 8:15.628

2. Maro Engel #80 - 8:15.876

3. Luca Stolz #80 - 8:16.794

4. Lucas Auer #3 - 8:17.238

5. Fabian Schiller #80 - 8:18.422

6. Dani Juncadella #3 - 8:18.507

7. Jules Gounon #3 - 8:20.374

8. Maxime Martin #80 - 8:21.126

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