24h Nürburgring Qualifiers: Scherer-Phx-Audi siegt - Pech für Verstappen
Scherer-Phx hält im Sonntagsrennen der 24h Nürburgring Qaulifiers dem Abt-Angriff stand und siegt: Max Verstappen wird durch Defekt um Siegchance gebracht
Der Scherer-Phx-Audi #16 (Haase/Sims/B. Green) gewann das Sonntagsrennen
Foto: Gruppe C Photography
Christopher Haase, Ben Green und Alexander Sims haben im Audi R8 LMS GT3 mit der Startnummer 16 für das Team Scherer-Phx am Sonntag das zweite Rennen im Rahmen der 24h Nürburgring Qualifiers 2026 gewonnen. Nach vier Stunden hatte das Trio im Ziel einen Vorsprung von 28,024 Sekunden auf den Abt-Lamborghini #84 (Engstler/Bortolotti/Niederhauser).
Dritter wurde der Manthey-Porsche #911 "Grello" (Preining/Campbell), der sich in der Schlussphase des Rennens Angriffen des Winward-Mercedes #80 (Engel/Schiller/Stolz) erwehren musste. Eine Zeitstrafe von 32 Sekunden wegen Unterschreitung der Mindeststandzeit beim Boxenstopp kostete die AMG-Mannschaft die Chance auf ein besseres Resultat.
Unglücklich verlief das Rennen für den zweiten Winward-Mercedes #3 von Max Verstappen und Lucas Auer. Formel-1-Pilot Verstappen war in der Startphase der Fahrer der Stunde, zeigte einige entschlossene Überholmanöver und lieferte sich wie schon beim Saisonauftakt der Nürburgring-Langstrecken-Serie (NLS 2) ein packendes Duell mit Audi-Pilot Haase.
Defekt wirft Max Verstappen weit zurück
"War wieder einfach grandios unter Zweikampf da draußen", sagt Haase über das Duell mit Verstappen. "Heute war es ein bisschen schwieriger. Ich habe mich nicht ganz so wohl gefühlt mit meiner Hinterachse. War beim letzten Mal etwas besser, da müssen wir noch ein bisschen dran arbeiten. Aber war wieder grandios und sehr respektvoll, toll gefahren. War wieder eine gute Show, glaube ich."
Nach zehn Runden musste Verstappen das Auto allerdings mit einem Defekt am Frontsplitter außerplanmäßig an die Box fahren. Die Reparatur dauerte rund 25 Minuten, was das Team sportlich aus dem Rennen nahm. Auer ging später wieder auf die Strecke, um zur Vorbereitung auf das 24-Stunden-Rennen (14.-17. Mai) Testrunden zu fahren.
Nachdem das Verstappen-Auto als Rivale weggefallen war, lag der Scherer-Phx-Audi fast durchgängig in Führung. Zwischenzeitlich konnte der Abt-Lamborghini den Rückstand auf knapp zehn Sekunden reduzieren. In der letzten Rennstunde legte Ben Green allerdings zu und fuhr den Sieg ins Ziel.
Ohne die Zeitstrafe hätte auch der Winward-Mercedes #80 möglicherweise noch eine Chance auf den Sieg gehabt. Letztlich kämpfte Fabian Schiller in den letzten Rennrunden aber nur um Rang drei. Doch dieser Kampf gegen Thomas Preining im "Grello"-Porsche konnte sich sehen lassen.
Packendes Duell AMG vs. Grello
Einen Überholversuch von Schiller auf der Döttinger Höhe konnte Preining erfolgreich kontern. Anschließend kam es zu weiteren engen Kämpfen, bei denen sich die Fahrzeuge leicht berührten. Nach einem harten, aber stets fairen Zweikampf, behielt letztlich Preining die Oberhand.
Für die Polesetter im Kondo-Ferrari #45 (Perel/Marschall/Vermeulen) war das Rennen früh beendet. In der fünften Runde kollidierte Marschall beim Überrunden im Brünnchen mit einem langsameren Auto und schied aus.
Der Falken-Porsche #44 (Heinemann/S. Müller/Schuring) und der Dunlop-Porsche #17 (Picariello/Boccolacci) konnte nach ihren Unfällen im Top-Qualifying nicht zum Rennen antreten. Auch der Saugmotoren-BMW Z4 #36 (Reeh/Schall/Walkenhorst/Scherer) ging nicht an den Start. Nach einem Wochenende voller Pech und Pannen konnte der Publikumsliebling nach einer Kollision im Top-Qualifying ebenfalls nicht rechtzeitig repariert werden.
Vor dem Rennen wurde eine Gedenkminute für Juha Miettinen abgehalten. Der finnische Fahrer war am Samstag nach einer Kollision mehrere Fahrzeuge im Streckenabschnitt Klostertal verstorben.
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