24h Nürburgring: Große Enttäuschung bei Audi, BMW, Porsche und Co.

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24h Nürburgring: Große Enttäuschung bei Audi, BMW, Porsche und Co.
Stefan Ehlen
Autor: Stefan Ehlen
30.05.2016, 19:16

Pleiten, Pech und Pannen verhinderten, dass Audi, BMW, Porsche und andere Marken die späteren Sieger von Mercedes unter Druck setzen konnten. Entsprechend groß ist die Enttäuschung im Lager der Verlierer.

ROWE Racing, BMW M6 GT3: Alexander Sims, Philipp Eng, Maxime Martin, Dirk Werner
#18 Schubert Motorsport, BMW M6 GT3: Augusto Farfus, Jesse Krohn, Jörg Müller, Marco Wittmann
#23 ROWE Racing, BMW M6 GT3: Alexander Sims, Philipp Eng, Maxime Martin, Dirk Werner
#23 ROWE Racing, BMW M6 GT3: Alexander Sims, Philipp Eng, Maxime Martin, Dirk Werner
#11 Audi race experience, Audi R8 LMS: Micke Ohlsson, Christian Bollrath, Ralf Oeverhaus, Maximilian Hackländer
#2 Audi Sport Team WRT, Audi R8 LMS: Stuart Leonard, Robin Frijns, Edward Sandström, Frederic Vervisch
Audi R8 Safety-Car
#33 Car Collection Motorsport, Audi R8 LMS: Andreas Ziegler, „G. Tonic
#912 Manthey Racing, Porsche 911 GT3 R: Richard Lietz, Jörg Bergmeister, Michael Christensen, Fred M
Probleme für #3 Frikadelli Racing Team, Porsche 991 GT3 R: Klaus Abbelen, Sabine Schmitz, Patrick Huisman, Norbert Siedler; #112 Care For Climate, Porsche Cayman GT4: Smudo, Tom von Löwis of Menar, Daniel Schellhaas, Axel Duffner
#21 Wochenspiegel Team Manthey, Porsche 911 GT3 R: Georg Weiss, Oliver Kainz, Jochen Krumbach, Mike Stursberg
#62 GetSpeed Performance, Porsche GT3 Cup: Adam Osieka, Kiki Sak Nana, „Andy Sammers
#38 Bentley Team Abt, Bentley Continental GT3: Christian Menzel, Guy Smith, Marco Holzer, Fabian Hamprecht
#67 Porsche GT3 MR: Guido Wirtz, Oleg Kvitka; #38 Bentley Team Abt, Bentley Continental GT3: Christi
Atmosphäre an der Nordschleife bei Nacht

Besonders tief sitzt der Stachel bei BMW, die sich mit Mercedes in der Anfangsphase des Rennens ein packendes Duell um die Führung geliefert hatten. Doch dann der große Schock: Der Schubert-BMW M6 rollte in der Nacht an erster Stelle liegend mit Motorschaden aus. Das Schwesterauto wurde tags darauf unschuldig in einen Crash verwickelt. Immerhin: Ein Rowe-BMW fuhr als Fünfter in die Top 10.

 

Doch BMW-Sportchef Jens Marquardt kann nicht verhehlen, dass sich seine Marke „mehr erhofft“ hatte. „Aber so ist es nun einmal im Langstreckensport, speziell auf der Nordschleife: Die Vorbereitung lässt sich planen, eine Rennstrategie auch – der Rennverlauf nicht“, meint Marquardt.

Wenigstens sei es seiner Marke gelungen, das Potenzial des neuen M6 aufzuzeigen. Allerdings sei die Konkurrenz „sehr stark“ gewesen, nämlich „stärker als noch bei den Vorbereitungsrennen“, so Marquardt weiter.

Audi lässt Federn in den Morgenstunden

Katzenjammer auch bei Audi. Die Titelverteidiger an der Nürburgring-Nordschleife wurden vor allem am Sonntagmorgen arg gebeutelt und verloren binnen einer halben Stunde ihre drei bestplatzierten Fahrzeuge durch Zwischenfälle. Ein markeninterner Crash sorgte sogar für das Aus beider beteiligter Autos. Am Ende belegte ein WRT-Audi R8 LMS den achten Platz.

 

Mehr sei „unter anderem auch aufgrund der Einstufung durch die Balance of Performance nicht möglich“ gewesen, sagt Kundensportleiter Chris Reinke. Selbst die Topfahrer unter den Audi-Piloten hätten „ein hohes Risiko“ eingehen müssen, um mit der Spitze mitzuhalten.

Porsche ohne Rennglück und mit Problemen

Vorn dabei war indes auch Porsche mit der Einsatzmannschaft Manthey. Doch nach 100 Runden rollte die Porsche-Speerspitze auf Rang fünf liegend mit technischen Problemen aus. Das Schwesterauto war bereits nach einem frühen Crash ebenfalls ausgefallen. Und so erzielte Kundenteam Falken Motorsport mit Platz neun das beste Porsche-Ergebnis.

„Leider kein so erfolgreiches Wochenende“, sagt Porsche-Sportchef Frank-Steffen Walliser. Man habe zwar „phasenweise“ mit der Spitze mitgehalten, „doch es hat nicht sollen sein“, wie er erklärt. Walliser gibt sich aber kämpferisch: „Unseren Fans kann ich versprechen, dass wir zurückkommen und es besser machen werden.“

So wie die Bentley-Mannschaft, die mit Platz sieben einen Achtungserfolg erzielte – weil sie im Gegensatz zu vielen anderen Spitzenteams das Ziel sah. Das ist die Leistung, die Abt-Teamchef Christian Abt hervorhebt: „Es war sicherlich eines der anspruchsvollsten 24-Stunden-Rennen bisher. Umso wertvoller ist unser Erfolg.“ Auf eben jenen ist Bentley-Vorstandschef Wolfgang Dürheimer „sehr stolz“, wie er sagt. Und auch er kündigt an: „2017 kommen wir noch stärker zurück.“

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