24h-Qualifikationsrennen: Phoenix-Audi holt sich die Pole

Nicki Thiim bleibt unantastbar: Auch im Top-30-Qualifying markiert der Phoenix-Audi #11 die Bestzeit - Überraschung auf P2, Wiederauferstehung von Octane 126

24h-Qualifikationsrennen: Phoenix-Audi holt sich die Pole

Nach der Bestzeit in den regulären Zeittrainings hat Nicki Thiim auch im Top-30-Qualifying beim 24h-Qualifikationsrennen 2021 auf der Nürburgring-Nordschleife zugeschlagen. Der Däne fuhr im Phoenix-Audi #11 (Beretta/Stippler/Thiim/V. Kolb) die Bestzeit in 8:15.932 Minuten.

Ergebnis Top-30-Qualifying

Aufgrund der wärmeren Temperaturen am heutigen Sonntag in der Eifel wurde die Zeit aus dem regulären Qualifying nicht erreicht. Dennoch sicherte sich Thiim, der als Erster ins Top-30-Qualifying gestartet war, die Poleposition mit 0,462 Sekunden Vorsprung.

Ganz typisch gibt er nicht viel auf 'Corporate Speech' im Pole-Interview: "Diese eine Runde alleine auf der Nordschleife ist Adrenalin pur. Das ist Rock'n'Roll. Das geilste Gefühl, das es gibt: So ein geiles GT3-Auto alleine auf der Nordschleife zu fahren."

Julien Andlauer stellte den Rutronik-Porsche #3 (Dumas/Andlauer/T. Müller/Viidas) auf die zweite Position. Der silberne Porsche ist über eine Runde schon das ganze Wochenende sehr schnell und ging als Dritter ins Einzelzeitfahren. Das Team tritt erst seit diesem Jahr auf der Nordschleife an.

Den größten Sprung legte der Octane-126-Ferrari #26 (Grossmann/Trummer/Hirschi/Ludwig; 3.) in den Händen von Luca Ludwig hin: Nach den regulären Sessions lag der Ferrari noch auf Position 16. Ludwig packte erst jetzt den Hammer aus und stellte den Ferrari 488 GT3 auf den dritten Startplatz..

Mit dem Manthey-Porsche #911 (Cairoli/Christensen/Kern; 4.) "Grello" von Matteo Cairoli und dem Frikadelli-Porsche #31 (Pilet/Makowiecki/Martin/Olsen; 5.) folgen zwei weitere der seit diesem Wochenende etwas schwereren Porsche 911 GT3 R.

Axcil Jefferies bestätigte seine starke Form. Als Zweiter gestartet, brachte der Simbabwer den Konrad-Lamborghini #19 (Jefferies/di Martino/Zimmermann) auf Startplatz sechs mit gerade einmal 1,014 Sekunden Rückstand.

Top 15 in drei Sekunden

Dahinter folgt der beste BMW M6 GT3. Augusto Farfus kam im RMG-BMW #77 (Harper/Hesse/Verhagen/Farfus; 7.) des BMW Junior Teams auf 8:17.206 Minuten, dicht gefolgt von Marco Wittmann im Rowe-BMW #98 (de Phillippi/Tomczyk/Wittmann/S. van der Linde; 8.). Hinter dem Falken-Porsche #44 (Bachler/Ragginger/S. Müller/Arnold; 9.) komplettiert der Wochenspiegel-Ferrari #22 (Weiss/Dontje/Krumbach/Keilwitz) die Top 10.

Erst auf Platz zwölf findet sich der beste Mercedes-AMG GT3. Auch das ist relativ zu sehen, denn die 8:18.304 Minuten von Manuel Metzger im HRT-Mercedes #4 (Christodoulou/Metzger/Assenheimer; 12.) war lediglich 2,372 Sekunden langsamer als die Bestzeit. Die gesamte Top 15 war durch nicht einmal drei Sekunden von einander getrennt.

In langsamer Fahrt unterwegs war der 10Q-Mercedes #40 (Heyer/Jäger/Buurman; 28.), der als Fünfter gestartet war. Das Team ist nun in einem Rennen gegen die Zeit, denn bis zum Start in die Einführungsrunde sind es nur 30 Minuten nach Ende der Sitzung. Yelmer Buurman brachte den AMG immerhin in Schleichfahrt zurück.

Nicht am Top-30-Qualifying teilgenommen haben der Huber-Porsche #23 (Neuffer/Aust/Menzel/Seefried) und der CP-Mercedes #16 (Putman/Espenlaub/Foster/Lewis). Ein defekter Radträger konnte beim Porsche wegen der Parc-Ferme-Bedingungen nicht pünktlich gewechselt werden. Huber startet aber ins Rennen. Bei CP Racing muss ein Bremszylinder gewechselt werden, auch hier steht einem Rennstart nichts im Wege.

Glickenhaus endlich in Fahrt

Vor dem Top-30-Qualifying fand ein weiteres reguläres Zeittraining statt. Dabei gab es nur unwesentliche Änderungen und die Bestzeit vom Samstagabend wurde nicht erreicht. Der Glickenhaus-SCG #704 (Mutsch/Fernandez Laser/Mailleux/Westbrook; 31.) konnte endlich sieben Runden absolvieren, verpasste aber den Einzug ins Top-30-Qualifying.

Renningenieur Dario Pergolini sagt: "Wir haben den Grund für den Getriebeölverlust gefunden. Da sind zwei verschiedene Sachen gleichzeitig passiert. Das müssen wir jetzt noch genau analysieren. Aber das Auto war jetzt draußen und alles scheint okay zu sein."

Es gab jedoch einige Vorfälle, die sich manche Teams lieber gespart hätten. Der Phoenix-Audi #5 (V. Kolb/Slooten/Heinemann/Pereira; 26.) wurde Opfer eines Unfalls von GT3-Neuling Tim Heinemann, dem amtierenden Meister der DTM Trophy. "Er gehört zu den Neulingen und so etwas gehört zum Lernen dazu. Wir bekommen das wieder hin", sagt Teamchef Ernst Moser.

Auch die Titelverteidiger hatten einen Schreckmoment: Nick Yelloly nahm im Rowe-BMW #1 (Catsburg/Edwards/Eng/Yelloly) die Reifenstapel im Bereich Pflanzgarten mit. "Ich bin zu weit gesprungen", gibt er zu Protokoll. Technische Probleme gab es beim Walkenhorst-BMW #101 (Pittard/Tuck; 22.) Alle drei Fahrzeuge traten im Top-30-Qualifying wieder an.

Rennstart ist bereits um 12 Uhr, die Renndistanz beträgt sechs Stunden.

Mit Bildmaterial von ADAC/Gruppe C.

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