AMG setzt bei 24h-Rennen auf Winward: Ravenol-Gepard statt Verstappen-Löwe!
Winward wird 2026 neues AMG-Team auf dem Nürburgring: Was sich hinter dem enthüllten Ravenol-Boliden verbirgt und ob Verstappen einer der Fahrer sein wird
Gepard auf der Haube: So sieht der Winward-Bolide im Ravenol-Design aus
Foto: Ravenol Ravenol
Was Motorsport-Total.com bereits berichtete, ist nun offiziell bestätigt: Das unter anderem aus der DTM bekannte Mercedes-AMG-Team Winward wird 2026 als Performance-Team der Marke mit dem Stern bei sechs Rennen der Nürburgring-Langstrecken-Serie (NLS) und beim 24-Stunden-Klassiker auf der Nordschleife an den Start gehen.
Von Max Verstappen, der mit einem Start in der Eifel beim Winward-Team in Verbindung gebracht wird, ist in der Pressemitteilung nicht die Rede: Stattdessen zeigt Schmierstoff-Hersteller Ravenol nur den im eigenen Komplettdesign beklebten Winward-Mercedes mit der #80, dessen Optik an Maro Engels DTM-Auto aus dem Vorjahr erinnert.
Auch die Frage, wer beim 24-Stunden-Rennen am Steuer sitzt, wird in der Pressemitteilung nicht beantwortet: Laut Informationen von Motorsport-Total.com ist der auf der Nordschleife bekannt starke Maro Engel ein Fixstarter. Als sehr wahrscheinlich gilt auch der Einsatz seiner AMG-Werksfahrer-Kollegen Luca Stolz, Fabian Schiller und Maxime Martin.
Was ist mit dem Verstappen-Auto?
Diese Auswahl zeigt ganz klar, dass es sich um ein auf den Sieg angesetztes Pro-Auto handelt, aber nicht um den Boliden von Verstappen. Ob auch ein zweites Winward-Mercedes-Auto mit einer Profibesetzung an den Start geht, hängt nach unserem Kenntnisstand davon ab, ob der erste NLS-Lauf des Jahres, der aktuell für den 14. März geplant ist, verschoben werden kann (NLS-Kalender).
Denn nur dann könnte der viermalige Formel-1-Weltmeister, von dem der Einsatz abhängt, an einem Vorbereitungsrennen für den 24-Stunden-Klassiker teilnehmen und würde sich auch dem 24-Stunden-Klassiker stellen. Aktuell kollidieren die Termine aller drei NLS-Termine vor dem Saison-Highlight und der zwei Qualifiers-Rennen mit dem Formel-1-Kalender.
Wie Motorsport-Total.com erfahren hat, wird Winward beim Eifel-Klassiker als einziges Mercedes-AMG-Team mit Werksunterstützung an den Start gehen. Das bedeutet, dass das am Nürburgring ansässige GetSpeed-Team zum ersten Mal seit 2019 nicht in diesen Genuss kommen wird.
Maro Engels Vater steckt hinter Geparden-Optik
Das Auto mit der Startnummer 80 wird zwar unter dem Namen Mercedes-AMG Team Ravenol genannt, es handelt sich dabei aber um einen klaren Winward-Einsatz. Die in Altendiez ansässige Truppe besitzt zwar keine Nordschleifen-Erfahrung, wird aber auf Personal bauen können, das die anspruchsvollen Berg-und-Talbahn bestens kennt.
Die Optik des Boliden ist aus der DTM bekannt, wo Engels Winward-Bolide im Vorjahr ein ähnliches Design trug. Neu ist aber der Gepard, der von der Motorhaube und vom hinteren Kotflügel prangt. Der Hintergrund ist klar: Die hauptsächlich in Afrika lebende Raubkatze ist das schnellste Landtier der Welt - und soll zeigen, wohin die Reise geht.
Hinter dieser Designidee steckt mit Rainer Engel übrigens der Vater von Mercedes-AMG-Werksfahrer Maro Engel. Der gebürtige Franke, der in Brasilien lebt, ist Modedesigner und arbeitete für renommierte Marken wie Adidas oder Ellesse.
Ravenol-Komplettdesign zum Jubiläum
Die Idee, das Raubtier in das Design zu integrieren, entstand im Vorjahr beim DTM-Wochenende auf dem Norisring, bei dem Engels Vater vor Ort war. Interessant: Verstappens Helm ziert mit dem Löwen ebenfalls ein Raubtier.
Aber auch hinter der Startnummer 80 verbirgt sich eine Geschichte: Denn der Ravensberger Schmierstoff-Hersteller Ravenol, der 1946 gegründet wurde, feiert 2026 sein 80-jähriges Jubiläum, was mit einem AMG-Komplettdesign zelebriert wird. Dabei soll es aber nicht bleiben, denn die Rede ist von einer "mehrjährigen Kooperation" mit dem Team.
Vor allem auf der Nürburgring-Nordschleife ist Ravenol ohnehin bereits sehr präsent: Der Mercedes-AMG-Partner ist Namensgeber des 24-Stunden-Rennens und der NLS, hat dieses Jahr die Lounge des Landgraf-Teams übernommen. Und auch die erste Kurve der Grand-Prix-Strecke trägt den Namen Ravenol-S.
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