Audi R8 LMS GT3 evo II (2022) präsentiert: Dieser Heckflügel!

Ein völlig neuer Heckflügel und zahlreiche Detailverbesserungen: Audi verpasst dem R8 LMS GT3 ein umfangreiches Updatepaket für die Saison 2022

Audi R8 LMS GT3 evo II (2022) präsentiert: Dieser Heckflügel!

Audi zündet die nächste Evolutionsstufe seines Dauerbrenners R8 LMS GT3: Mit einem großen Updatepaket wird der V10-Bolide fit für die nächsten GT3-Jahre gemacht. Das Update fällt deutlich größer aus als die 2019er-Evolutionsstufe, die sich vor allem auf die Aerodynamik konzentriert hatte.

In fünf Bereich hat Audi Hand angelegt. Neben weiteren aerodynamischen Verbesserungen, die sich unter anderem in einem spektakulären Heckflügel niederschlagen, werden auch Fahrwerk, Motor, Elektronik und die Klimaanlage optimiert.

Die optisch größte Änderung ist ein neuer Heckflügel, der mehr Abtrieb erzeugt Audi versucht, mehr Abtrieb an der Fahrzeugoberseite zu erzeugen. Das bringt zwar Luftwiderstand, doch der Abtrieb ist so konstanter. Schließlich ist der Diffusor abhängig von der Bodenfreiheit.

Damit kommt Audi insbesondere den Bedürfnissen der Teams der Nürburgring-Nordschleife nach. Auf der Nordschleife müssen die GT3-Boliden mit erhöhter Bodenfreiheit fahren, womit die Funktionsweise des Diffusors beeinträchtigt wird. Der Diffusor wurde entsprechend angepasst. Auch sollte der Bolide beim Anbremsen etwas weniger nervös sein, wenn sich hinten die Bodenfreiheit anhebt.

Um den zunehmend einziehenden Turbomotoren zu begegnen, legt Audi auch am Motor Hand an. Der drehmomentschwache 5,2-Liter-V10 erhält ein neues, etwas längeres Ansaugsystem, mit dessen Hilfe die Charakteristik drehmomentstärker ausgelegt werden soll. Das hilft nicht nur beim Rausbeschleunigen aus engen Kurven heraus, sondern auch im Verkehr im Multi-Class-Racing.

Audi R8 LMS GT3 evo II

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Foto: Audi

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Foto: Audi

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Damit die Kraft besser übertragen werden kann, wird auch die Traktionskontrolle überarbeitet. Diese war beim alten Modell eine Schwäche. Vereinzelt stellen Teams sie bei hohen Gripverhältnissen, beispielsweise im Qualifying, sogar ganz ab. Richtig bemerkbar macht es sich bei geringeren Gripverhältnissen. Diese Schwäche wird nun ausgemerzt.

Auch beim Fahrwerk wird noch einmal Hand angelegt. Audi verspricht einen erstmals vierfach verstellbaren Dämpfer. Zug- und Druckstufe werden unterteilt in schnell (Bodenwellen) und langsam (Lastverteilung in Abhängigkeit vom Fahrtzustand, also für Roll- und Nickbewegungen). Diese Bereiche lassen sich künftig unabhängig voneinander steuern.

Spannend wird zu sehen sein, ob Audi beim bisherigen TTX-36-Dämpfer von Öhlins bleibt oder wie andere Hersteller auf den weiterentwickelten TTX 40 geht. Bislang hat sich Audi aus Kostengründen dagegen entschieden. Das Auto kann mit den neuen Einstellungen einfacher zu fahren gemacht werden, vorausgesetzt, die Teams kommen mit der zusätzlichen Komplexität klar.

Sämtliche Änderungen zielen auf die in der GT3-Kategorie mittlerweile üblichen Verbesserungen ab: Nicht schneller, sondern konstanter zu werden und das Auto für Amateure einfacher zu fahren machen.

Um es den Amateuren angenehmer zu machen und um bei 24-Stunden-Rennen auch hinten heraus noch frische Fahrer mit voller Feuerkraft zu haben, wird auch die Klimaanlage überarbeitet.

Der Fahrzeugpreis steigt von 398.000 auf 429.000 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer (in Deutschland wäre das knapp über eine halbe Million Euro). Bestehende Fahrzeuge können auch umgebaut werden. Audi strebt erste Testeinsätze noch 2021 an.

Mit Bildmaterial von Audi.

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