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Brisantes AMG-Duell: Social-Media-Zoff und Verstappen-Veto gegen Engel?

Ein verbaler Schlagabtausch, zwei Werksautos - und ein Veto durch den Formel-1-Star? Max Verstappen und Maro Engel stehen vor einem brisanten AMG-Duell

Verstappen vs. Engel: Wer gewinnt nach Social-Media-Zoff das AMG-Duell?

Es knistert bei AMG: Die zwei Winward-Boliden von Engel und Verstappen

Foto: Patrick Patrick

Spannung vor dem Mercedes-AMG-Kräftemessen zwischen Max Verstappen und Maro Engel beim 24-Stunden-Rennen auf der Nürburgring-Nordschleife: Denn die beiden lieferten sich vor einem Jahr nach dem ersten Test des viermaligen Formel-1-Weltmeisters im Emil-Frey-Ferrari auf der Kultstrecke einen verbalen Schlagabtausch - und treten jetzt beide in unterschiedlichen Mercedes-AMG-Werksautos gegeneinander an!

Schon vor zwei Wochen knisterte es: Als Verstappens Nürburgring-Teampartner Lucas Auer bei der DTM-Pressekonferenz in Spielberg gefragt wurde, wie er sich nun auf den Eifel-Klassiker an der Seite des 28-jährigen Formel-1-Superstars vorbereitet, grätschte Engel dazwischen: "Zuerst teilt er mit mir nächste Woche ein Auto!"

Eine Anspielung auf den Auftakt der GT-World-Challenge-Europe-Sprintserie in Brands Hatch, in der Auer und Engel die Winward-"Mamba" steuern. "War nur ein Scherz", ergänzte Spielberg-Sieger Engel daraufhin grinsend.

Verstappen über Engel: "Ein wirklich dummer Kommentar"

Als Scherz nahm Verstappen die Meldung von Engel vor einem Jahr nicht unbedingt auf, als er bei seiner Nürburgring-Testpremiere im Emil-Frey-Ferrari den offiziellen Rundenrekord unterboten hatte.

"Das war ein wirklich dummer Kommentar", ärgerte sich Verstappen über das Statement des Mercedes-AMG-Werksfahrers auf X, seine Rundenzeit wäre auch dank einer DTM-BoP zustande gekommen - also einer Balance-of-Performance-Einstufung, wie sie in der DTM zum Einsatz kommt.

"Weniger Gewicht, mehr Leistung, weniger Bodenabstand als bei der NLS-BoP", lieferte Engel damals "ein paar Fakten" zum "Thema der Stunde". Dennoch sei eine 7:48 "beeindruckend für einen ersten Besuch in der 'Grünen Hölle'", so Engel, der über Motorsport-Total.com auch gleich eine Einladung aussprach.

Engels Einladung an Verstappen: "Kannst es gern beweisen"

"Er kann ja gern mal zu einem Rennen kommen und das unter Rennbedingungen unter Beweis stellen", richtete er mit etwas Augenzwinkern aus.

Verstappen, der damals noch unter dem Pseudonym "Franz Hermann" fuhr, fand's gar nicht lustig: "Falsch", schoss er Engel auf X zurück. "Verbreite nicht irgendwelche Dinge, wenn du nicht weißt, wie das Auto und der Motor eingestellt waren. Warum sollte ich an einem NLS-Trackday mit einer falschen BoP teilnehmen."

Maro Engel

Maro Engel reist als DTM-Sieger zum 24-Stunden-Highlight auf dem Nürburgring

Foto: ADAC Motorsport

Normalerweise würden ihn Social-Media-Kommentare nicht jucken, im Fall von Engel aber schon. "Ich kenne ihn", so Verstappen bei einer Formel-1-Pressekonferenz. "Vielleicht wäre es am gescheitesten, dazu nichts zu sagen. Aber es landete in meinem Feed, weil ich ihn ein paar Mal in Monaco getroffen hatte. Ich habe großen Respekt vor den Jungs, die GT3 fahren. Und dann finde ich sowas halt einfach überflüssig."

Verstappen-Veto gegen Engel als Teampartner?

Engel ruderte zurück und schrieb: "Scheint dann wohl, dass das Paddock-Gerede falsch war. Du bist sicher besser in der Lage, uns zu sagen, was du gefahren bist."

Die besondere Pointe dabei: Verstappens Weg im GT3-Bereich führte ihn dann ausgerechnet zu Mercedes-AMG, wo Engel als Werksfahrer eine gewisse Hausmacht genießt. Und: Der Superstar wählte den 40-Jährigen trotz seiner Klasse auf der Nordschleife nicht als Teampartner für das Abenteuer 24h-Rennen aus.

"Der Einzige, der für Verstappen nie infrage gekommen wäre, ist Maro Engel", sagt ein Mercedes-AMG-Insider. Und stellt damit klar, dass der Niederländer, der sich sein Auto mit Kumpel Daniel Juncadella, Jules Gounon und Ex-Formel-3-Rivale Lucas Auer teilt, das Wortgefecht nicht vergessen hat.

Winward-Teamchef: AMG-Kollision mit Engel um 24h-Sieg

Vom Winward-Team hört man währenddessen, dass Engel, der mit Luca Stolz, Fabian Schiller und Maxime Martin im Ravenol-Mercedes ebenfalls sehr starke Teampartner hat, und der Formel-1-Star gut zusammenarbeiten und es ein Veto nie gegeben habe. Die beiden teilen sich die Box, da beide AMG-Werksautos vom texanisch-deutschen Team eingesetzt werden.

Das interne Duell birgt dennoch Zündstoff: Denn schon im entscheidenden Top-Qualifying 3 am Freitag-Nachmittag (alle Infos zu TV-Zeiten, Stream etc.), für das sich beide Autos noch qualifizieren müssen, könnten Engel, der schon dreimal die Pole-Zeit fuhr und in den vergangenen Jahren von seinen Teams meist für die Pole-Jagd nominiert wurde, und Verstappen aufeinandertreffen.

Und auch für das Rennen sind beide topmotiviert: Für Verstappen zählt schon bei der Premiere nur der Sieg. Und auch Engel, der dank seines DTM-Sieges beim Auftakt einen Höhenflug erlebt, will zehn Jahre nach seinem ersten Nürburgring-Sieg die Durststrecke von Mercedes-AMG in der Eifel beenden.

Schon 2016 gab es dicke Luft, als Engel in der letzten Runde ausgerechnet Markenkollege Christian Hohenadel im HTP-Mercedes mit einem harten Manöver niederrang. Der ist diesmal als Winward-Teamchef dafür zuständig, dass sich er und Verstappen nicht in die Haare kriegen.

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