Falken umbenannt: Verschwindet jetzt das Kult-Design?
Ein Konzern-Rebranding ist Auslöser für die Frage, ob das markante Porsche-Design am Ring in 2026 Geschichte ist - Noch ist aber nichts entschieden
Werden die Falken-Porsche zu Dunlop-Porsche? Eine finale Entscheidung steht noch aus
Foto: VLN
Zur Saison 2026 könnte eines der markantesten Designs auf der Nürburgring-Nordschleife verschwinden, weil sich die Falken Tyre Europe GmbH in Dunlop Tyre Europe GmbH umbenennt. Informationen von Motorsport-Total.com zufolge muss das aber nicht zwangsläufig so sein, weil die künftige Markenausrichtung nun erst einmal geklärt werden muss, denn Falken-Reifen werden erstmal weiter verkauft.
Das Meisterteam der Speed-Trophäe Nürburgring-Langstrecken-Serie (NLS) 2025 bereitet sich aktuell auf die neue Saison vor. Zwar sind derzeit noch keine Verträge unterschrieben. Diese Situation ist aber nicht anders als in den vergangenen Jahren, als das Folgeprogramm für das nächste Jahr ebenfalls um die Weihnachtszeit herum finalisiert wurde.
Wie es nun weitergeht, ist zum jetzigen Zeitpunkt völlig offen, denn die Ankündigung der Umfirmierung erfolgte erst am 27. November. Den neuen Namen trägt zunächst einmal nur der Konzern.
Es bleibt aber abzuwarten, ob und wie die Marke Falken weiter erhalten bleiben wird. Sinn würde es durchaus machen, denn das sportliche Image mit schrillem Türkis-Blau durch diverse Motorsportaktivitäten steht eigentlich nicht in Konflikt mit dem vergleichsweise konservativen Image der Marke Dunlop.
Es würde durchaus Sinn machen, das Programm weiter unter Falken laufen zu lassen. Der Wiedererkennungswert ließe sich mit Dunlop kaum erreichen, sofern die Marke Dunlop nicht einen ganz neuen Anstrich erhält.
Markenrechte an Dunlop: Ein hin und her
Hintergrund ist, dass der Falken-Mutterkonzern Sumitomo Rubber Industries (SRI) die Marke Dunlop für Autoreifen bereits im Januar 2025 für 701 Millionen US-Dollar von Goodyear gekauft hat - 526 Millionen für die Marke, 105 Millionen als Übergangsunterstützung.
Die Transaktion dauerte fünf Monate und wurde im Mai 2025 abgeschlossen. Allerdings darf Goodyear die Marke Dunlop im Rahmen der Vereinbarung bis Ende 2025 noch nutzen.
Die Marke Dunlop geht bereits seit geraumer Zeit durch diverse Hände. Von 1999 bis 2015 war sie bereits Teil eines Joint Ventures von SRI und Goodyear, bevor sie zunächst an den US-Konzern zurückfiel. Allerdings hielt SRI weiterhin die Markenrechte in verschiedenen Regionen der Welt.
Doch auch nach der jüngsten Transaktion ist die Marke Dunlop nicht in einer Hand: Goodyear wird nämlich in den kommenden fünf Jahren mindestens 4,5 Millionen Dunlop-Reifen für SRI herstellen. Außerdem behalten die Amerikaner die Rechte an der Marke Dunlop für die Bereiche Lkw- und Motorradreifen in Europa und Ozeanien.
Das Geschäft macht für beide Seiten Sinn, denn Goodyear hat sich in den vergangenen Jahren stark auf die Eigenmarke konzentriert, was auch den Automobilsport miteinschloss. Die Marke Dunlop wurde immer mehr zu einem Alien im eigenen Konzern.
Für Sumitomo ist es ebenfalls sinnvoll, da man die Rechte an Dunlop nun nicht mehr nur in Nischenmärkten hält, sondern SRI nun weltweit mit einer berühmten Marke auftreten kann. Die Strategie hinter dem Unterfangen nennt sich "R.I.S.E. 2035" und sieht neben Europa zahlreiche weitere Umbenennungen vor:
- Sumitomo Rubber North America wird Dunlop Tires North America Inc.
- Sumitomo Rubber Australia wird Dunlop Tyre Australia Pty. Ltd.
- Sumitomo Rubber Latin America Limitada wird Dunlop Latin America Ltda
- Sumitomo Rubber Middle East FZE wird Dunlop Tyre Middle East FZE
- Kuo-chu Rubber Co. Ltd. wird Dunlop Taiwan Co., Ltd.
- Srixon Sports Europe Ltd. wird Dunlop Golf Europe Ltd.
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