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Grello bekommt Bruder: Das steckt hinter dem neuen "Greeno"-Porsche

Manthey schickt in diesem Jahr in Zusammenarbeit mit Griesemann einen neuen "Greeno"-Porsche auf die Nordschleife: Das steckt hinter dem nachhaltigen Projekt

Grello bekommt Bruder: Das steckt hinter dem neuen "Greeno"-Porsche

Manthey setzt den "Greeno"-Porsche bei den 24h Nürburgring 2026 ein

Foto: Manthey Manthey

Der "Grello"-Porsche von Manthey Racing ist auf dem Nürburgring längst Kult, nun bringt der Rennstall aus Meuspath in Zusammenarbeit mit der Griesemann Gruppe einen kleinen Bruder an den Start: einen eigens entwickelten Porsche 911 GT3 Cup Manthey im auffälligen "Greeno"-Design.

Das neue Rennauto basiert auf einem 911 GT3 Cup der Generation 992.1 und setzt auf ein umfangreiches Umbaupaket, unter anderem aus recyceltem CfK. Der mit eFuel betriebene 911 GT3 Cup Manthey wird mit der Startnummer 992 bei den 24h Nürburgring antreten.

Das Lenkrad des giftgrünen Manthey-Porsche teilen sich Björn Griesemann, Georg Griesemann, Dirk Adorf und Marco Holzer. Als Vorbereitung auf den diesjährigen Langstreckenklassiker wird das Quartett auch am dritten Lauf der Langstrecken-Serie (NLS) sowie den 24h Nürburgring Qualifiers teilnehmen.

Das neue Projekt folgt auf Toyota GR Supra GT4 und Porsche 718 Cayman GT4 RS Clubsport M, mit denen die Griesemann-Brüder in den vergangenen Jahren bereits in der grünen Hölle unterwegs waren und dort regelmäßig mit Top-Ergebnissen für Aufsehen sorgten.

Manthey entwickelt den Cup-Porsche weiter

Der neue 911 GT3 Cup Manthey zeichnet sich durch ein umfangreiches Aerodynamik- und Kühlerkonzept aus und setzt erneut den Fokus auf Nachhaltigkeit. So werden die neu entwickelte Front samt Kotflügeln und Haube sowie die neue Heckverkleidung, die Radhausverbreiterungen, der Heckflügel und der Heckdeckel aus recyceltem CfK gefertigt.

Darüber hinaus dient ein bestehendes Chassis als Fahrzeugbasis, um Ressourcen einzusparen. Zur verbesserten Performance auf der Langstrecke wird nach bewährtem Konzept ein Mittelkühler verbaut, der gleichzeitig auch die Aerodynamik an der Front optimiert.

Der Cup-Porsche wurde von Manthey weiterentwickelt und optimiert

Der Cup-Porsche wurde von Manthey weiterentwickelt und optimiert

Foto: Manthey

Diese Bauweise reduziert zugleich das Risiko, dass bei einem Fremdkontakt der Kühler beschädigt wird und Kühlflüssigkeit austritt. Eine zusätzlich verbesserte Bremsenkühlung verringert den Verschleiß und sorgt für eine längere Lebensdauer.

Weitere aerodynamische Verbesserungen umfassen eine Frontverkleidung mit integriertem Unterboden, Flics sowie einen neu konzipierten Heckflügel mit vergrößerten Endplatten und angepasster Flügelanbindung. Durch die neue Heckflügelanbindung setzt der 911 GT3 Cup Manthey auf eine strömungsoptimierte Ansaugung aus dem 991.2 GT3 CUP MR.

Radhausverbreiterungen an Front und Heck schaffen zudem Platz für eine Spurverbreiterung um 20 Millimeter an der Vorder- und 50 Millimeter an der Hinterachse sowie für einen Leichtbauradsatz mit einer Gewichtsersparnis von knapp vier Kilogramm.

Manthey-Porsche fährt mit synthetischem Kraftstoff

Für den Einsatz auf der Langstrecke wird im 911 GT3 Cup Manthey ein geschlossenes Tanksystem installiert, das das Tanken durch die Fronthaube ermöglicht. Apropos Kraftstoff: Der "Greeno" wird das 24h-Rennen und die vorangehenden Rennen vollständig mit dem synthetischem Ottokraftstoff eFuel Race 98 absolvieren.

Dieser wird im Rahmen des DeCarTrans-Projekts produziert, einem Forschungsprojekt an der TU Bergakademie Freiberg, gefördert vom Bundesministerium für Verkehr. Der dabei hergestellte eFuel basiert auf eMethanol, das durch grünen Wasserstoff gewonnen wird, und kann ohne technische Anpassungen in bestehenden Verbrennungsmotoren eingesetzt werden.

Das Fahrzeug wird aufgrund des Betriebs mit dem klimafreundlichen eFuel die Kennzeichnung "AT" für alternative Kraftstoffe tragen. "Wir haben mehrfach unter Beweis gestellt, dass eFuels auch unter extremen Rennbedingungen funktionieren, uns von Jahr zu Jahr gesteigert und immer neue Ziele gesetzt", erinnert Georg Griesemann.

"Die Basis, mit eFuel zu fahren, ist dabei bewusst unverändert geblieben. Genau darauf setzen wir gemeinsam mit Manthey weiterhin. Dort spürt man das über drei Jahrzehnte gewachsene Verständnis für Fahrzeug und Motorsport - verbunden mit der Fähigkeit, Komponenten zu optimieren, neu zu denken und Nachhaltigkeit konsequent mitzudenken."

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