"Grello" wird 10: Manthey präsentiert Sonderdesign zum Jubiläum
Der legendäre "Grello"-Porsche startet 2026 beim 24h-Rennen im neuen Jubiläumslook: Manthey feiert damit gleich zwei besondere Geburtstage
Jubiläumsdesign des "Grello"-Porsche von Manthey
Foto: Manthey Racing
Doppelter Grund zum Feiern im Hause Manthey! 2026 begeht der Rennstall aus Meuspath am Nürburgring nicht nur das 30-jährige Firmenjubiläum, auch das berühmteste Auto des Teams feiert einen runden Geburtstag: "Grello" wird zehn Jahre alt.
Aus diesem Anlass verpasst Manthey dem Porsche 911 GT3 R für das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring 2026 (14. bis 17. Mai) ein Jubiläumsdesign, das am Montag präsentiert wurde. Es vereint laut Mitteilung des Teams "Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des 'Grello' sowie des gesamten Unternehmens in einem Design."
Grundlage ist die "Grello"-Livery der aktuellen Nordschleifen-Saison, in die zentrale Elemente des "Dicken" integriert wurden. Das grün-gelbe Dach, mit dem das Fahrzeug zwischen 2005 und 2011 auf der Nordschleife im Einsatz war, ist ebenso Bestandteil der Sonderlackierung wie die orangefarbenen Außenspiegel, die sowohl den "Dicken" in diesem Zeitraum als auch den "Grello" in den Jahren bis 2019 kennzeichneten.
Wie "Grello" zu seinem Namen kam
"Der 'Grello' hat vor zehn Jahren sein Debüt auf dieser Strecke gefeiert und nach dem Corona-bedingten Ausfall ist es jetzt das achte Mal, dass wir mit der markanten Livery am 24-Stunden-Rennen teilnehmen", sagt Patrick Arkenau von Manthey. "Insbesondere nach den zwei zweiten Plätzen 2024 und 2025 ist unser sportliches Ziel klar: Wir wollen endlich wieder ganz oben stehen. Wir blicken voller Vorfreude auf die Rennwoche mit unseren Fans und Partnern und hoffen auf ein spannendes Rennen!"
Erstmals vorgestellt wurde das auffällige gelb-grüne Design des Manthey-Porsche in der Saison 2016 - und schnell bekam das Auto seinen heute bekannten Spitznamen verliehen. "Dann stand das Auto da und sah so knallig und grell aus, und daraus ist dann 'Grello' entstanden", erinnerte sich Teamchef Nicolas Raeder 2023 im Interview mit ran.de.
Aber wie genau kam das Team auf den Namen "Grello"? "Ich hatte mal ein Mountainbike, da hieß die Farbe 'Grello'", berichtet Raeder. Ein Name, der von den Fans an der Nordschleife schnell übernommen wurde.
Siegerfahrzeuge werden im Ring-Boulevard ausgestellt
Nicht nur aufgrund des auffälligen Designs, sondern auch aufgrund seiner zahlreichen Erfolge wurde "Grello" zu einem der großen Publikumslieblinge an der Nordschleife. Bis zum ganz großen Erfolg dauerte es allerdings einige Jahre: Erst 2021 gewann "Grello" erstmals das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring, nachdem 2018 das Schwesterauto mit dem Spitznamen "Greeno" triumphiert hatte.
Über das zehnjährige Jubiläum hinaus reicht die Geschichte des "Grello" im Kern rund zwei Jahrzehnte zurück: Bereits 2005 setzte Manthey im Rahmen der damaligen VLN zum ersten Mal ein Fahrzeug in gelb-grüner Lackierung ein. Der Porsche 911 GT3 MR - auch unter dem Namen "der Dicke" bekannt und der direkte Vorgänger des "Grello" - beendete in der Saison drei der neun gewerteten Läufe auf Platz eins und sicherte sich zusätzlich drei Polepositions.
2006 folgte der erste Sieg beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring, an den sich in den folgenden drei Jahren drei weitere Gesamtsiege mit einem gelb-grünen Porsche 911 GT3 RSR anschlossen - eine Siegesserie, die bis heute nicht übertroffen ist. Erst 2016, beim Ruhr-Pokal-Rennen der damaligen VLN, präsentierte sich der Porsche 911 GT3 R erstmals in der heute unter dem Namen "Grello" bekannten Lackierung. Mit Patrick Pilet und Jörg Bergmeister am Steuer gelang auf Anhieb der Sieg beim 6-Stunden-Rennen.
Zur Feier des Jubiläums von Manthey und dem "Grello" wird es während der 24-Stunden-Rennwoche am Nürburgring eine Ausstellung im Ring-Boulevard geben. Dort präsentiert werden die Fahrzeuge, mit denen das Team beim Traditionsrennen in der Eifel den Rekord von insgesamt sieben Gesamtsiegen eingefahren hat. Die Ausstellung ist im Rahmen der regulären Öffnungszeiten des Ring-Boulevard für alle Besucher zugänglich
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