Jacques Villeneuve: Italienische GT-Serie im Ferrari mit der Startnummer 27

In einem Ferrari mit der legendären Startnummer 27 wird Jacques Villeneuve die italienische GT-Meisterschaft bestreiten: Rennstarts Priorität vor Formel-1-TV-Job

Jacques Villeneuve: Italienische GT-Serie im Ferrari mit der Startnummer 27

Im Alter von 47 Jahren denken viele Rennfahrer daran, den Helm an den Nagel zu hängen. Nicht so der Formel-1-Weltmeister von 1997 Jacques Villeneuve. Zusätzlich zu seinen Starts in der NASCAR Euro Series wird der Kanadier in diesem Jahr auch in der italienischen GT-Meisterschaft an den Start gehen. Dabei wird er einen Ferrari 488 GT3 mit der Startnummer 27 fahren - der Nummer, mit der sein Vater Gilles in der Formel 1 für Ferrari gefahren war.

"Ich persönlich habe lieber die 12 als die 27", so Villeneuve gegenüber 'Motorsport.com'. "Gilles ist in einem Auto mit der Nummer 27 ums Leben gekommen, aber gleichzeitig habe ich in einem Auto mit der Nummer 27 das Indy 500 gewonnen." Einer der Teamkollegen von Villeneuve wird voraussichtlich sein früherer Formel-1-Rivale Giancarlo Fisichella sein.

Villeneuve wird allerdings das letzte Rennwochenende der italienischen GT-Meisterschaft verpassen. Dieses kollidiert mit einer Veranstaltung der NASCAR Euro Series in Zolder, die für den Kanadier Priorität hat. "Dieses Rennen will ich nicht verpassen. In Zolder ist Gilles zum letzten Mal gefahren und ums Leben gekommen", erinnert Villeneuve an den Tod seines Vaters. "Ich war noch nie dort, daher ist mir das sehr wichtig."

Aufgrund seiner verstärkten Rennaktivitäten wird Villeneuve voraussichtlich bei fünf Formel-1-Rennen nicht in seiner Rolle als TV-Experte für die Sender Canal Plus (Frankreich) und Sky (Italien) zur Verfügung stehen.

Mit Bildmaterial von Sutton.

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