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mcchip-dkr setzt KTM X-Bow GTX auf der Nordschleife ein

Das Team mcchip-dkr setzt wieder auf ein neues Fahrzeug - Eigener Einsatz mit KTM X-Bow GTX in Nürburgring-Langstrecken-Serie und beim 24h-Rennen

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mcchip-dkr setzt KTM X-Bow GTX auf der Nordschleife ein

Nachdem es knapp ein halbes Jahr still geworden ist um das Team mcchip-dkr, meldet sich Danny Kubasik mit einer spektakulären Meldung zurück: 2021 wird mit einem KTM X-Bow GTX auf der Nürburgring-Nordschleife neu durchgestartet.

Kubasik erklärt in einem Youtube-Video, dass die ersten Läufe zur Nürburgring-Langstrecken-Serie (NLS, ehemals VLN) sowie das 24-Stunden-Rennen in Eigenregie bestritten werden. Danach geht das Fahrzeug an einen Kunden, der dann auch von mcchip-dkr betreut wird.

Die Einsätze zu Beginn des Jahres betreibt mcchip-dkr in Eigenregie und auf eigene Kosten. Somit ist ein Einsatz mit professionellen Fahrern zu erwarten, die am 7. Februar vorgestellt werden.

Denkbar sind neben Kubasik selbst, der unter dem Pseudonym "Dieter Schmidtmann" antritt, sein langjähriger Partner Heiko Hammel oder auch ein KTM-Werksfahrer wie Reinhard Kofler oder Florian Janits.

Und dann wäre natürlich noch der Name Nico Hülkenberg. Dieser testete 2020 den Lamborghini Huracan GT3 auf dem Nürburgring. Geplant war ein Gaststart mit Kubasik im GT-Masters an gleicher Stelle im August. Dieses Projekt kam jedoch nicht zustande, weil Hülkenberg kurzfristig für den mit dem Coronavirus SARS-CoV-2-infizierten Sergio Perez in der Formel 1 in Silverstone einsprang.

Klappt es mit Carbon und Nordschleife?

Kubasik kann nach zwei enttäuschenden Jahren mit dem Lamborghini Huracan GT3 nun wieder nach vorne blicken. Unfälle und technische Defekte sorgten für viel Frust. Beim GT-Masters-Einsatz, bei dem Hammel für Hülkenberg einsprang, fehlte es dem Motor an Leistung und der Lamborghini war bereits nach dem ersten Freien Training draußen.

Mit frischem Elan geht es nun ins neue Abenteuer. Es gilt, ein Fahrzeug mit Carbonchassis auf die Nürburgring-Nordschleife einzustellen. "Das Fahrzeug ist noch keine Runde auf der Nordschleife gefahren", bemerkt Kubasik. Bei den Probe- und Einstellfahrten Mitte März - sofern sie denn stattfinden - schlägt die Stunde null.

Ein Vorteil ist, dass mcchip-dkr mit Carbonchassis bereits Erfahrung hat: Auch der Renault R.S.01, der in den Jahren 2017 und 2018 zum Einsatz gekommen ist, basiert auf einem Kohlefaser-Chassis. Kubasik und Hammel gelang es, den Boliden fahrbar zu bekommen. Doch Carbonchassis gelten auf der Nordschleife in den schnellsten Klassen noch immer als problematisch.

Dieter Schmidtmann, Heiko Hammel

Die Lamborghini-Einsätze liefen zuletzt nicht nach Wunsch

Foto: ADAC Motorsport

Mit dem KTM steht nun ein Fahrzeug der neuesten Generation parat. Ob es damit gelingen wird, dem Carbonchassis auf der Nordschleife zum Durchbruch zu verhelfen, wird sich zeigen müssen. Immerhin kann KTM auf Daten vom GT4-Fahrzeug bauen, das seit Jahren auf der Nordschleife eingesetzt wird. Es hat jedoch deutlich weniger Leistung.

Der KTM X-Bow GTX vereint 530 PS auf 1.040 Kilogramm und wäre damit eine Gefahr für alle SP9-Fahrzeuge. Doch dabei wird es nicht bleiben: Allein für die GT2-Einstufung, die über der des GTX liegt, muss KTM rund 200 Kilogramm zuladen. Mindestens dieselbe Packung dürfte auch der GTX erhalten.

Kubasik rechnet damit, dass der Speed des GTX knapp unter GT3-Niveau liegen wird. Die Kosten hingegen sollen im Bereich teurerer GT4-Fahrzeuge liegen. Bei den Kilometerkosten wirbt er mit nur einem Drittel des Preises von GT3-Fahrzeugen. Der X-Bow GTX wäre damit ein Konkurrent für den neuen Porsche 911 GT3 Cup oder den bestehenden SP-Pro GT3 Cup MR.

Mit Bildmaterial von Teichmann Racing.

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Artikel-Info

Rennserie Langstrecke , VLN
Urheber Heiko Stritzke