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Reaktion

"Mein Fehler, keine Frage": Unfall-Pilot Alex Hardt räumt Fehlverhalten ein

Black-Falcon-Pilot Alex Hardt hat seinen Fehler nach dem ersten Qualifying zu den 24h Nürburgring 2026 eingestanden: Wie es überhaupt zu dem Unfall gekommen ist

"Mein Fehler, keine Frage": Unfall-Pilot Alex Hardt räumt Fehlverhalten ein

Der Black-Falcon-Porsche #900 mit Alexander Hardt am Steuer

Foto: VLN

Der schockierende Unfall, der zu Beginn des ersten Qualifyings zum 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring für eine Schrecksekunde gesorgt hatte, ist nicht ohne Folgen geblieben: Black-Falcon-Pilot Alexander Hardt ist mit einer Geldstrafe in Höhe von 300 Euro belegt worden.

Nach Ansicht der Rennleitung habe sich der Deutsche nicht schnell genug von seinem Fahrzeug entfernt und in Sicherheit gebracht, was einen Verstoß gegen Artikel 13.9 des DMSB-Rundstreckenreglements darstellt. Ein Fehler, den Unglückspilot Hardt mit etwas zeitlichem Abstand selbst einräumt.

"Zum Glück nichts passiert, ich hatte auch echt Glück", sagt der erfahrene Porsche-Pilot am Donnerstagabend im offiziellen Livestream. "Ich hätte halt direkt weiter weglaufen müssen, keine Frage, das war mein Fehler, aber Glück im Unglück gehabt."

Zwar hatte sich Hardt zunächst von seinem Auto entfernt, anschließend lief er aber wieder näher heran, um die Sportwarte auf der gegenüberliegenden Seite auf das Feuer an seinem Black-Falcon-Porsche #900 (Hardt/Hites/Koslowski/Meijer) aufmerksam zu machen. "Ich dachte nur, meine Güte, wir müssen mit dem Auto noch ein 24-Stunden-Rennen fahren."

Warum der Porsche von Hardt überhaupt stehenblieb

Wie es überhaupt zu dem Zwischenfall kam? "Ich habe unten in der Kehre eine Fehlermeldung bekommen", berichtet der Porsche-Pilot über den Warnhinweis "Fuel Pressure" auf seinem Dashboard. Bereits auf der anschließenden Bergauf-Passage habe der Vortrieb gefehlt, ehe das Fahrzeug schließlich ausrollte.

"Ich hatte noch versucht rechts auf die Seite zu kommen, aber da waren so viele Autos, da hatte ich keine Chance mehr", ergänzt Hardt. "Da wir die Fehlermeldung schon mal hatten, wollte ich das Auto eigentlich an- und ausmachen, in der Hoffnung, dass es dann weggeht."

In diesem Moment habe er im Rückspiegel allerdings schon gesehen, dass sein Porsche brannte. Hardt stieg daraufhin schnell aus und lief zunächst weg, näherte sich dem brennenden Fahrzeug dann jedoch erneut - und machte damit seinen gefährlichen und letztlich auch kostspieligen Fehler.

Zu diesem Zeitpunkt hätten die Streckenposten vor der Gefahrenstelle bereits Doppel-Gelb geschwenkt, berichtet Hardt im Interview. Das konnte den Unfall mit dem WS-Porsche #146 (Schreiner/Schall/Halder/Wohlwend) allerdings nicht verhindern: Janina Schall traf das stehende Auto von Hardt am Heck.

Einer der Unfallbeteiligten: Der

Der beschädigte "Girls only"-Porsche #146 kann nicht repariert werden

Foto: smg/Stritzke

Die Sportkommissare leiteten auch eine Untersuchung gegen Schall ein, kamen allerdings zu dem Schluss, dass die Tochter von Nordschleifen-Urgestein Ralf Schall keine Schuld an dem Unfall trägt. Sie hatte nach Ansicht der Onboard-Aufnahme keine Chance, die Kollision zu verhindern.

Black Falcon findet Ersatzauto für das 24h-Rennen

Während der WS-Porsche des "Girls-Only"-Projekts irreparabel beschädigt wurde und damit nicht am diesjährigen Langstreckenklassiker teilnehmen kann, hat Black Falcon bereits eine Lösung gefunden: Schon am Donnerstagabend stand wieder ein intakter Porsche 911 GT3 Cup in der Box.

"Es ist tatsächlich ein anderes Auto", verrät Hardt. "Die Jungs haben über den Tag hinweg wirklich einen Mega-Job gemacht und vieles quasi umgesteckt." Dabei profitiert Black Falcon davon, unweit des Nürburgrings im Gewerbegebiet Meuspath stationiert zu sein.

Dennoch wird es für das Porsche-Quartett keine schnelle Rückkehr auf die Nordschleife am Freitag (der ganze Tag hier im Liveticker!) geben: "Wir müssen nochmal den ganzen Tag pausieren und das komplette Auto revidieren, weil das halt nicht revidiert war", sagt Hardt.

"Deswegen werden wir [am Freitag] auch nicht fahren und [am Samstag] von sehr weit von hinten starten, aber uns ist wichtig, dass wir das 24-Stunden-Rennen durchfahren können, ohne irgendeinen technischen Defekt zu haben oder sowas, in der Hoffnung, dass es keine Unfälle gibt. Die Pille müssen wir schlucken."

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