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Porsche: Strafe für Alexander Hardt nach Nürburgring-Kollision

Alexander Hardt erhält eine Geldstrafe, nachdem er sich während der 24 Stunden vom Nürburgring in Gefahr brachte - "Girls only"-Porsche zurückgezogen

Nach Beinahe-Katastrophe: Porsche-Fahrer bestraft, Aus für "Girls only"

Für das "Girls Only"-Team sind die 24h Nürburgring 2026 vorbei, bevor sie begonnen haben

Foto: smg/Stritzke smg/Stritzke

Alexander Hardt muss 300 Euro Strafe zahlen, weil er sich beim Motorschaden des Black-Falcon-Porsche #900 (Hardt/Hites/Koslowski/Meijer) im ersten Qualifying der 24 Stunden vom Nürburgring 2026 nicht rechtzeitig in Sicherheit brachte und beinahe von Janina Schalls WS-Porsche #146 (Schreiner/Schall/Halder/Wohlwend) überfahren worden wäre.

Hardt blieb stattdessen im Kiesbett stehen und winkte nach Marshals, da sein Porsche 911 Cup leicht brannte. Dabei ging er sogar wieder ein Stück hin zum Auto, als Schall angeflogen kam. Damit verstieß er gegen Artikel 13.9 des DMSB-Rundstreckenreglements.

Dort heißt es: "Der Fahrer hat sich nach Verlassen seines Fahrzeuges unmittelbar auf den ihm zugewiesenen und gesicherten Platz bei den Sportwarten der Streckensicherung zu begeben." Das war bei Hardt eindeutig nicht der Fall.

Auch gegen Janina Schall wurde eine Untersuchung durch die Sportkommissare eingeleitet, da sie sehr schnell an der Unfallstelle ankam. Die Tochter von Andreas Schall wurde allerdings von jeglicher Schuld für die Kollision mit dem gestrandeten Porsche freigesprochen.

Die Sportkommissare kamen jedoch zu dem Schluss, dass Schall nicht falsch gehandelt hat: "Nach detaillierter Analyse des Videos zeigte sich, dass die Fahrerin von Fahrzeug #146 keine Chance hatte, die Kollision zu verhindern. Wir ergreifen daher keine weiteren Maßnahmen."

Dass diese Entscheidungen neuerdings von den Sportkommissaren und nicht mehr vom Rennleiter gefällt werden, ist einer Änderung des Prozederes gegenüber den Vorjahren zu verdanken. Um Walter Hornung zu entlasten, fällen nun, wie in nahezu allen anderen FIA-sanktionierten Rennserien auch, Stewards die Urteile und nicht mehr der Rennleiter selbst.

Das lag unter anderem an der langen Zeit, die zwischen dem jeweiligen Zwischenfall und dem Verhängen der Strafe verging. Prominentestes Beispiel war dabei der Grello im vergangenen Jahr, als die Strafe für das Manöver von Kevin Estre beim Überrunden des Aston Martin Vantage AMR GT4 von Rolf Scheibner erst Stunden nach dem Unfall verhängt wurde. Das soll künftig schneller gehen.

Für den WS-Porsche von "Girls only" ist das 24-Stunden-Rennen unterdessen gelaufen. Der Einschlag in den anderen Porsche war so gewaltig, dass sich ein Riss im Chassis gebildet hat. Damit ist das Auto nicht mehr bis zum Rennen reparabel.

"Das Chassis ist gerissen - das war's leider", sagt Teamchef Matthias Möller. Die Rennleitung hat den Zwischenfall zu Beginn des ersten Qualifyings unter die Lupe genommen. "Janina Schall traf keine Schuld", erklärt Möller. "Das haben die Sportkommissare bestätigt."

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