"Richtig geil": Markus Winkelhock lobt HWA EVO.R für die 24h Nürburgring
Der dreifache 24h-Gesamtsieger Markus Winkelhock fährt 2026 einen HWA EVO.R und hat damit keine Chance auf den vierten Triumph - Warum er trotzdem zufrieden ist
HWA startet bei den 24h Nürburgring 2026 mit drei EVO.R
Foto: Patrick Patrick
Zu den Publikumslieblingen beim diesjährigen 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring zählt zweifellos auch der HWA EVO.R, eine Hommage an den legendären Mercedes-Benz 190E 2.5-16 Evo II. Gleich drei dieser Boliden gehen 2026 in der Klasse SP-X für nicht homologierte Prototypen an den Start.
Einer der Piloten beim 24h-Rennen (kompletter Zeitplan) ist der dreifache Gesamtsieger Markus Winkelhock, der sich den EVO.R #62 mit Luca Ludwig, Sebastian Asch und dem Amerikaner Adam Adelson teilt. Bei den 24h Nürburgring Qualifiers absolvierte Winkelhock seine ersten Rennkilometer im HWA EVO.R und zeigte sich anschließend begeistert.
"Das hat echt Spaß gemacht, muss ich sagen. Das war richtig geil", kommentierte der Deutsche unmittelbar nach seinem Stint im offiziellen Livestream. "Es ist auf jeden Fall mal etwas anderes vom Fahren her: weniger Abtrieb als im GT3, ein bisschen mehr Gewicht, aber der Spaßfaktor ist wirklich extrem hoch. Das hat richtig Laune gemacht."
Im Kampf um den Gesamtsieg beim 24-Stunden-Rennen spielen die HWA-Boliden allerdings keine Rolle. "Man muss es mit anderen Augen sehen", stellt Winkelhock klar. "Das ist kein Auto, mit dem wir um den Gesamtsieg fahren, aber es ist ein cooles Projekt. Ich fahre Autorennen, weil es mir Spaß macht, weil es eine Leidenschaft ist."
Markus Winkelhock lobt "beeindruckende" Arbeit von HWA
"Die Jungs hier, die ganze Truppe von HWA, die sind wirklich mit Spaß und Leidenschaft dabei - und trotzdem mit dem nötigen Ehrgeiz und Ernst", ergänzt der langjährige Audi-Werksfahrer. "Deswegen ist es für mich wirklich cool, ein Teil davon zu sein."
Auch die Entwicklung des Projekts hebt Winkelhock deutlich hervor. Die Firma HWA habe "wieder einmal bewiesen, wozu sie in der Lage sind", lobt der gebürtige Stuttgarter. "Da sieht man die HWA-DNA definitiv wieder." In den vergangenen Jahren, insbesondere nach dem DTM-Aus, waren die Motorsportaktivitäten von HWA in den Hintergrund gerückt.
Mit dem EVO.R kehrt das Unternehmen nun auf die Rennstrecke zurück. "So ein Rennauto in so kurzer Zeit auf die Beine zu stellen, das dann auch problemlos läuft - klar, vom ersten Test an gab es ein paar kleinere Sachen, aber wir sind immer gefahren, die Autos laufen hier wirklich problemlos", betont der dreifache 24h-Gesamtsieger.
"Das in so kurzer Zeit hinzustellen, da muss ich wirklich sagen: Hut ab vor der Mannschaft", betont Winkelhock, der aus eigener Erfahrung weiß, wie komplex die Entwicklung ist. "Ich habe selbst schon viel mitentwickelt und viel gefahren, das ist wirklich beeindruckend."
Zielankunft mit drei Autos wäre "eine coole Geschichte"
Auch an der Feinabstimmung vor dem 24-Stunden-Rennen wurde intensiv gearbeitet. "Ich glaube, 'Kinderkrankheiten' ist vielleicht das falsche Wort", verrät der 45-Jährige. "Das sind eher Applikationssachen bei Traktionskontrolle und ABS. Da gibt es natürlich immer wieder kleine Dinge zu sortieren."
Die Generalprobe lieferte bereits einen guten Eindruck, denn die beiden HWA EVO.R kamen auf den Plätzen 23 und 28 ins Ziel. "Das ist auch unser Ziel fürs 24-Stunden-Rennen, dass wir mit den drei Autos sauber durchkommen", meint Winkelhock.
"Das Auto hat auf jeden Fall das Potenzial, ein Publikumsliebling zu werden. Und ich glaube, für die Fans hier an der Strecke, hoffentlich bei gutem Wetter, wäre es eine coole Geschichte, wenn die drei HWA EVO.R 24 Stunden lang einfach durchrollen."
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