Schubert zurück! BMW-Engagement bei 24h Nürburgring wächst wieder an
Titelverteidiger BMW schickt 2026 wieder mehr gesamtsiegfähige SP9-Boliden auf die Nürburgring-Nordschleife - Comeback von Schubert, Rowe mit neuem Design
Schubert ist zurück auf der Nürburgring-Nordschleife! BMW schickt drei werksunterstützte Autos
Foto: Andreas Beil
Nach dem Spar-Engagement mit nur einem Fahrzeug im Vorjahr - bedingt durch den 24h-Triple-Header sowie die Terminkollision mit der IMSA SportsCar Championship auf der Watkins Glen International - bringt BMW 2026 wieder drei werksunterstützte M4 GT3 Evo an den Start.
Zwei Fahrzeuge werden von Rowe Racing eingesetzt, eines vom Rückkehrer Schubert Motorsport, der in einem speziellen, noch nicht veröffentlichten Design antreten wird. BMW ist mit 21 Gesamtsiegen der erfolgreichste Hersteller bei den 24 Stunden am Nürburgring und setzt alles daran, diese Statistik auszubauen.
Beide Teams werden auch an den Vorbereitungsläufen der Nürburgring-Langstrecken-Serie (NLS) teilnehmen, sofern es der Terminkalender zulässt. NLS2 kollidiert mit den 12 Stunden von Sebring, NLS3 mit dem GTWC-Endurance-Auftakt in Monza und die 24h Qualifiers mit der WEC in Imola.
Folgende BMWs gehen beim Rennen an den Start:
Rowe-BMW #1: Kelvin van der Linde, Raffaele Marciello, Augusto Farfus, Jordan Pepper
Rowe-BMW #99: Sheldon van der Linde, Dries Vanthoor, Max Hesse, Dan Harper
Schubert-BMW #77: Marco Wittmann, Charles Weerts, Philipp Eng, Robin Frijns
Schubert-Comeback nach vier Jahren
Schubert Motorsport ist damit erstmals seit 2022 wieder mit dabei. In jenem Jahr befand sich das Team von Torsten Schubert mit den damals noch rivalisierenden Serien DTM und ADAC GT Masters sowie dem Nordschleifen-Programm an der Grenze der Belastbarkeit.

Der Schubert-BMW fährt 2026 im Yokohama-Design
Foto: BMW
Eine Besonderheit ist, dass Schubert auf Yokohama-Reifen antritt, während Rowe dem Klassenprimus Michelin treu bleibt. Yokohama hat seine Aktivitäten am Nürburgring in den vergangenen Jahren wieder deutlich hochgefahren. Erfahrungen mit dem BMW M4 gibt es noch aus gemeinsamen Walkenhorst-Zeiten, auch wenn damals noch nicht das Evo-Modell zum Einsatz kam.
"Mit der Rückkehr zu den 24 Stunden auf dem Nürburgring steht für uns zwar keine ganz neue, aber dennoch sehr besondere Herausforderung auf dem Programm und ich freue mich sehr darauf, zurückkehren", sagt Teamchef Torsten Schubert.
Rowe: Neues Design, viele bekannte Gesichter
Die Siegercrew des Vorjahres bleibt auf dem Rowe-BMW #1 zu drei Vierteln unverändert. Lediglich Jesse Krohn, der nicht mehr BMW-Werksfahrer ist, wird durch seinen Nachfolger Jordan Pepper ersetzt.
Teamchef Hans-Peter "HP" Naundorf verrät zudem, dass das neue Fahrzeugdesign, das das Team für die GT World Challenge Europe vorgestellt hat, auch auf dem Nürburgring zum Einsatz kommen wird: "Mit unserem neu entwickelten und überarbeiteten Identity-Fahrzeugdesign setzen wir nicht nur sportlich, sondern auch visuell ein klares Statement."
Mit Pepper holt Rowe Racing zudem einen amtierenden Sieger der 24 Stunden von Spa-Francorchamps ins Boot, sodass die Paarung ausschließlich aus amtierenden 24-Stunden-Siegern besteht.
Theoretisch hätte Rowe Racing auch einen "Südafrika-Express" mit den Brüdern van der Linde und Pepper bilden können. Doch Sheldon ist auf der #99 neben Dries Vanthoor sowie den beiden ehemaligen Junioren und frischgebackenen Daytona-Siegern Dan Harper und Max Hesse gemeldet.
Beide haben auf der Nordschleife noch eine Rechnung offen: Nach der Poleposition beim 24-Stunden-Rennen 2024 durch Hesse fiel der RMG-BMW bei seinem letzten Renneinsatz durch eine falsche Reifenwahl gleich beim Start zurück, 2023 schieden die damaligen Junioren durch einen Felgenbruch aus.
Schubert bekommt mit Wittmann, Eng und Frijns drei Hypercar-Fahrer auf das Auto gesetzt, ergänzt durch den GTWC-Evergreen Charles Weerts. Interessanterweise saß Frijns 2024 noch auf der #99 bei Rowe Racing und wechselt nun Team und Reifenhersteller.
"Mit Rowe Racing und Schubert Motorsport haben wir nicht nur zwei Top-Teams, sondern auch insgesamt zwölf hochklassige Werksfahrer am Start. So haben wir beste Voraussetzungen geschaffen, um vor dieser beeindruckenden Kulisse den 22. Gesamtsieg für BMW in der 'Grünen Hölle' einzufahren", sagt BMW-Motorsportchef Andreas Roos.
Einzig auf einen großen Namen müssen die Fans am "Ring" weiter verzichten: Rene Rast ist wieder nicht im BMW-Aufgebot vertreten. Dafür dürfen sich die Fans auf die Rückkehr des privat eingesetzten BMW Z4 GT3 freuen.
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