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Verstappen-AMG verliert alle Siegchancen bei 24h Nürburgring 2026

Aus der Traum für Max Verstappen - Problem an rechter Hinterachse bei Dani Juncadella - Zweiter Winward-Mercedes übernimmt die Spitze

Verstappen-AMG verliert alle Siegchancen bei 24h Nürburgring 2026

Der Verstappen-AMG ist mit einem technischen Defekt aus der Siegentscheidung raus

Foto: Gruppe C Photography

Aus für alle Sieghoffnungen von Max Verstappen, Daniel Juncadella, Jules Gounon und Lucas Auer! Drei Stunden und 20 Minuten vor Schluss platzten die Siegträume aufgrund eines Problems an der rechten hinteren Radaufhängung infolge eines Defekts an der Antriebswelle. Bis dahin hatte der Mercedes-AMG #3 das Geschehen fest im Griff.

Juncadella wurde zunächst im Bereich Breidscheid mit krachenden Geräuschen langsamer und gab die Führung an Maro Engel im Winward-Mercedes #80 (Engel/Schiller/Stolz/Martin) ab, der nun mit fünf Minuten Vorsprung das Feld anführt. Er brachte das Fahrzeug noch an die Box. Dort wird es seitdem repariert.

Wie Mercedes-AMG-Kundensportleiter Stefan Wendl durchblicken lässt, deutete sich der Defekt an: "Wir haben direkt nach dem Boxenstopp auf dem Wechsel von Max zu Dani einen ABS-Alarm bekommen, der uns zunächst annehmen ließ, dass wir einen elektrischen Defekt hatten. Den haben wir versucht zu resetten und Dani hat auch in der ersten Runde gesagt, dass er eigentlich damit ganz gut umgehen kann."

"Aber dann kamen noch Geräusche und Vibrationen dazu und er musste langsam dann doch nach zwei Runden wieder in die Box zurückkehren. Und hier hat es sich herausgestellt, dass wir einen Antriebswellenschaden haben, der leider dann auch weitere Kollateralschäden zum Radträger und zu anderen Peripherieteilen an der Hinterachse rechts verursacht hat."

Steve Buschmann, Teammanager bei Winward Racing, ergänzt: "Wir haben leider ein technisches Problem, hinten rechts an der Ecke. Keine Berührung, sondern halt wirklich Technik. Wir werden das Ganze reparieren und wieder rausfahren."

Er glaubt nicht, dass das Schwesterfahrzeug vom selben Problem heimgesucht werden wird: "Wir gehen jetzt momentan nicht davon aus, dass es beide Autos betrifft, sondern ein spezifisches Problem an diesem Auto ist - beziehungsweise dass der Schaden nicht unmittelbar auch bei meinem Auto auftreten kann."

Wendl verspricht, dass das Auto in Absprache mit den Fahrern repariert wird. "Wir haben mit Max gesprochen, wir haben mit den anderen Fahrern gesprochen und natürlich sind alle extrem enttäuscht, nachdem sie so lange Zeit mit dem Schwesterauto um die Führung gekämpft haben", sagt er. "Aber wir haben beschlossen, dass wir das Auto fertig machen und dass wir in den letzten Runden nochmal rausgehen und es den Fans präsentieren."

Winward verliert sicher geglaubten Doppelsieg

Profiteure sind der Walkenhorst-Aston-Martin #34 (Krognes/Thiim/Drudi/Fernandez Laser) und der Rowe-BMW #99 (Harper/Hesse/S. van der Linde/D. Vanthoor), die jeweils einen Platz gewannen. Je nach Boxenstopprhythmus rücken auch der Abt-Lamborghini #84 (Engstler/Bortolotti/Niederhauser) und der Touring-BMW #81 (Klingmann/de Phillippi/Verhagen/de Wilde) auf die Podiumsplätze auf.

Max Verstappen hatte zuvor seinen letzten Stint im Rennen absolviert und den AMG in Führung liegend an Juncadella abgegeben. Bis dahin deutete alles auf einen souveränen Doppelsieg von Winward mit dem Verstappen-Mercedes als Siegfahrzeug hin. Spätestens mit dem Unfall des Manthey-Porsches #911 (Estre/Preining/Güven/Campbell) "Grello" waren die Winward-Mercedes unantastbar.

Verstappen lieferte sich während der Nacht ein knallhartes Duell mit Maro Engel im Schwesterfahrzeug. Beide Fahrzeuge jagten sich durch die "Grüne Hölle" und schenkten sich absolut nichts. Dabei kam es sogar zu einer ganz heiklen Szene zwischen den beiden Teamkollegen, die aufgrund von Engels Äußerungen vor einem Jahr nach Verstappens Streckenrekord eine gewisse Rivalität untereinander haben.

Engel sagt dazu: "Ich hatte viel Spaß da draußen. Die Nordschleife ist bei Nacht immer sehr speziell. Ich habe es genossen, mit Max unsere AMG GT3 durch die Grüne Hölle zu jagen und hoffe, dass wir die Fans, die noch wach waren, gut unterhalten haben."

Team und Hersteller wurde das aber zu viel. als sich Verstappen und Engel im Bereich Tiergarten berührten, war eine Linie überschritten. Am Sonntagmorgen wurden die Fahrzeuge voneinander getrennt und mit einem Polster von etwa 30 Sekunden auseinandergehalten. Dafür wurden teilweise Boxenstopps verlängert.

Schrecksekunde für Verstappen vor Übergabe

Verstappen hatte auf seinen letzten Kilometern noch eine Schrecksekunde, als es vor ihm zu einer Kollision zwischen dem Dinamic-Porsche #54 (Sturm/Christensen/Buus/Hartog) und dem Porsche Cayman #82 (Vitonelli/Schröder/Pydys/Brandl) kam und der Cayman abflog.

"Das Auto lief gut und ich habe einfach versucht, mich aus Schwierigkeiten rauszuhalten. Und dann berühren sich direkt vor mir auf meiner letzten Runde. Aber zum Glück ist es gutgegangen", sagte Verstappen unmittelbar nach seinem Stint.

Der Defekt nur wenige Minuten später war dann eine riesige Überraschung und kam völlig aus dem Nichts. Damit ist der Traum vom Sieg bei der Premiere von Max Verstappen ausgeträumt. Für alle vier Fahrer auf dem Auto wäre es der erste Sieg beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring gewesen.

Fast zeitgleich mit dem Verstappen-Drama schied der Dacia Logan aus dem Rennen aus. Ihm fehlte das linke Vorderrad.

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