Verstappen-Teamkollege gibt zu: Auf der Nordschleife "nicht so leicht getan"
Lucas Auer teilt sich den Mercedes-AMG GT3 bei den 24h Nürburgring 2026 mit Max Verstappen - Dabei hat sich Österreicher auf der Nordschleife "nicht so leicht getan"
Lucas Auer fährt 2026 an der Seite von Max Verstappen im Mercedes-AMG GT3
Foto: Patrick Patrick
Wenn am kommenden Wochenende die 24h Nürburgring stattfinden, blickt die gesamte Motorsport-Welt in die Eifel: Max Verstappen feiert seine Premiere beim Langstreckenklassiker. Damit steht auch Lucas Auer, der sich den Mercedes-AMG GT3 gemeinsam mit dem Formel-1-Piloten teilen wird, besonders im Fokus.
Kurios: Der Österreicher hat im Vergleich zu vielen anderen GT3-Piloten vergleichsweise wenig Erfahrung auf der legendären Nordschleife. Denn "in der alten DTM war es immer klar, du machst nur die DTM", erinnert Auer im Gespräch mit Motorsport-Total.com an seine motorsportliche Vergangenheit.
Der Mercedes-Pilot fährt bereits seit 2015 in der DTM, bis zur Saison 2020 allerdings im Class-1-Boliden. Zu dieser Zeit war es für die Piloten nicht üblich, parallel auf der Nordschleife zu fahren. "Das ist eigentlich schade, weil speziell bei der Nordschleife würdest du dir als jüngerer Mann wünschen, dass du schon Erfahrung sammelst."
Das sei "tough" gewesen, gibt Auer zu, denn die Nordschleife sei "ein Wahnsinn" für ihn. Erst seit wenigen Jahren ist der Neffe des ehemaligen Formel-1-Fahrers Gerhard Berger regelmäßig in der "Grünen Hölle" unterwegs, allerdings mit Startschwierigkeiten: "Ich hab mich nicht so leicht getan, das hat schon gedauert", gibt der Österreicher zu.
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Ganz fehlerfrei ist der 31-Jährige, der an der Seite von Verstappen, Jules Gounon und Daniel Juncadella fahren wird, auch in diesem Jahr nicht gewesen: Ein Fehler im Qualifying hat dem Verstappen-Mercedes bei den 24h Qualifiers bereits eine Strafe eingebracht.
Auer gibt zu: Am Anfang viel zu langsam gewesen
"Am Anfang, wenn du in deinen ersten Runden 30 Sekunden weg bist, dann denkst du dir: 'Das ist doch nichts für mich'. Dann sagt aber jeder, das ist normal", ergänzt Auer. "Du kommst nicht drumherum, du brauchst ein paar Rennen. Wenn du das Glück hast, dich im Auto wirklich wohlzufühlen, macht das auf der Strecke einen enormen Unterschied."
"Dann probierst du ein bisschen ans Limit zu gehen, und wenn du einmal weißt, da ist das Limit, dann geht es. Aber bis dahin ist es ein harter Weg. Wenn du abfliegst, dann ist Schluss." Die Vorbereitung im Simulator, so wie es auch Teamkollege Verstappen macht, sei deshalb besonders wichtig.

Lucas Auer und Max Verstappen kennen sich aus Formel-3-Zeiten
Foto: Hoch Zwei/Corbis via Getty Images
"Ich fahre Simulator, aber nicht so extrem viel", gibt Auer zu. "Aber Nordschleife nutze ich nach wie vor. Wenn du eine lange Pause hast, gehst du wieder hin und willst auch so schnell wie möglich in Schwung kommen." Vor allem im letzten Jahr, wo Auer aufgrund mehrerer Terminüberschneidungen nur selten auf der Nordschleife fuhr, sei der Simulator "ein wertvolles Tool" gewesen.
Mittlerweile gehört der Österreicher sogar zu den schnellsten Piloten, allerdings nicht ganz ohne Einschränkungen. "Ich würde sagen, bei ein paar speziellen Wetterbedingungen fehlt mir noch immer etwas", sagt der 31-Jährige ehrlich. "Das kommt irgendwann auch dazu."
Lucas Auer träumt von Le Mans
Was Auer für seine Zukunft sonst noch plant? "Ich muss sagen, mit Mercedes-AMG bin ich extrem happy", sagt er. "Aber da habe ich immer ein Geheimnis draus gemacht: Prototypen, also Le Mans, finde ich extrem attraktiv und lässig. Das ist ein bisschen das, wo ich herkomme, auch mit der Aerodynamik."
Denn Auer startete seine Motorsport-Karriere im Formelsport und holte bereits in seiner ersten Saison den Titel in der JK Racing Asia Series. In der Saison 2013 steuerte der Österreicher sogar schon einmal einen LMP2-Boliden in der Langstrecken-WM (WEC).
"Ich finde Amerika mit IndyCar extrem interessant. Das liegt jetzt vielleicht nicht auf der Hand, aber ich finde es eine lässige Serie. Ich muss aber zugeben, ich bin schon sehr happy", ergänzt der Mercedes-Werksfahrer, der dieses Jahr auch in Bathurst am Start war: "Das ist schon geil."
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