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Vorschau 24h Qualifiers: Rückkehr von Max Verstappen bei GT3-Gipfeltreffen

Am kommenden Wochenende findet mit den 24h Qualifiers die große Generalprobe für den Saisonhöhepunkt statt: Formel-1-Star Max Verstappen ist wieder am Start

Vorschau 24h Qualifiers: Rückkehr von Max Verstappen bei GT3-Gipfeltreffen

Die 24h Qualifiers sind die Generalprobe für das 24h-Rennen im Mai

Foto: Patrick Patrick

In der Nürburgring-Langstrecken-Serie (NLS) gibt es keine Zeit zum Durchatmen: Nur eine Woche nach dem dritten Lauf stehen mit den 24h Nürburgring Qualifiers (17. bis 19. April) bereits die Rennen vier und fünf in dieser Saison auf dem Programm. (So wird das Wetter am Nürburgring!)

Der Prolog zu den 24h Nürburgring, bei dem einige Startplätze für das Top-Qualifying der 24h vergeben werden, zählt zum dritten Mal in Folge zur Wertung des traditionsreichen Nordschleifen-Championats. Dabei steigen langjährige NLS-Piloten in die höchste Kategorie auf und auch im Mittelfeld gibt es einige Neuigkeiten.

Auf der vorläufigen Nennliste stehen 132 Fahrzeuge, allein in der Top-Klasse SP9 sind 37 GT3-Autos am Start. Hinzu kommt der BMW M3 Touring 24h in der Klasse SP-X. In der Teilnehmerliste (hier im Überblick) sticht ein Name erneut hervor, der internationale Aufmerksamkeit verspricht: Max Verstappen.

Der vierfache Formel-1-Weltmeister, der beim zweiten Rennen des Jahres nach dem Gesamtsieg disqualifiziert wurde, kehrt nach einem Rennen Pause auf die legendäre Nordschleife des Nürburgrings zurück. Im Mercedes-AMG GT3 des Mercedes-AMG Team Verstappen Racing wechselt er sich diesmal mit Lucas Auer ab.

Max Verstappen fährt 2026 mit dem Mercedes-AMG GT3 auf der Nordschleife

Max Verstappen ist bei den 24h-Qualifiers wieder im Mercedes am Start

Foto: Jan Brucke/VLN

Zu den Debütanten in der SP9 gehören bei den Rennen vier und fünf der BMW Z4 GT3 von Saugmotoren, ein Mercedes-AMG GT3 von SR Motorsport, ein McLaren 720S GT3 von Dörr Motorsport sowie drei Porsche 911 GT3 R, die von Lionspeed, High Class Racing und Mühlner Motorsport eingesetzt werden.

Bei NLS3, nur eine Woche vor den 24h Qualifiers, waren es dann drei erfahrene 24h-Teams, die das Geschehen dominierten: Schubert BMW holte den Sieg vor Porsche-Traditionsteam Manthey und einem Ford Mustang von HRT. Siegerfahrer Philipp Eng schwärmte anschließend von der "sehr hohen Qualität" im Feld.

"Das war mein erstes Rennen auf der Nordschleife seit zwei Jahren. Dass wir da gleich gewinnen können, war ziemlich cool", jubelte Eng. Bei den 24h Qualifiers werden die Belgier Charles Weerts und Ugo de Wilde im Schubert-Cockpit sitzen und sich dann erneut mit dem Manthey-Porsche auseinandersetzen, der bei NLS3 den zweiten Platz holte.

Verstappen ist aber nicht der einzige Name mit Strahlkraft: Mit Thomas Preining (DTM-Champion 2023) und Mirko Bortolotti (DTM-Champion 2024) sind zwei prägende DTM-Titelträger der jüngsten Vergangenheit im Feld vertreten. Auch der HWA Evo R, eine kultige Reminiszenz an die legendären DTM-Mercedes 190 Evo, ist wieder mit dabei.

Langjährige NLS-Routiniers feiern GT3-Premiere

Zwei langjährige NLS-Piloten feiern bei den Qualifiers ihr GT3-Debüt: Maik Rönnefarth und Tobias Wahl. Zusammen mit Maxime Dumarey und Marek Böckmann wechseln sie sich im Aston Martin Vantage AMR GT3 ab. "Ich bin mein elftes Jahr in der NLS am Start und bin zehn Jahre GT4 gefahren, daher ist der Wechsel in die GT3-Klasse nun eine logische Konsequenz", sagt Wahl.

"Letztes Jahr hatte ich ja viel Pech und konnte nicht zusammen mit Nick Wüstenhaben und Ranko Mijatovic den Titel holen, weil ich mir einen Schlüsselbeinbruch zugezogen hatte. Jetzt freue ich mich umso mehr auf das Abenteuer mit PROsport. Der Aston Martin hat sich für mich beim Test von Beginn an sehr gut angefühlt."

"Ich war überrascht, wie gut das Feedback ist, das man als Fahrer spürt. Man kann mit ihm viel präziser und genauer fahren und die Aerodynamik ist grandios. Ich konnte recht schnell eine 8:11 Minuten Runde fahren. Trotzdem ist natürlich noch Luft nach oben und ich freue mich riesig auf meinen ersten Renneinsatz."

Eine große Ehre wird Christoph Breuer zuteil. Der Absolvent des VLN Honda Junior-Teams 2006 und langjährige Leiter des Geschäftsbereich Road Cars von Manthey bestreitet seit Jahren Rennen in der NLS, seit 2024 im Lamborghini Huracan GT3 Evo II von Renazzo Motorsport rund um den thailändischen Drift-Champion Kiki Sak Nana.

Bei den Qualifiers wird Breuer nun erstmalig in dem legendären Grello Platz nehmen, dem Porsche 911 GT3 von Manthey. "Nüchtern betrachtet, wurde noch ein Fahrer gesucht, denn Thomas darf das Rennen nicht allein bestreiten", sagt Breuer.

"Persönlich geht für mich allerdings ein ganz großer Traum in Erfüllung. Wenn man mir das vor fünf Jahren gesagt hätte, dann hätte ich einfach abgewinkt. Ich habe mich schon immer gefragt, wie es ist, Grello zu fahren - nun habe ich die Möglichkeit das selbst zu erleben. Für mich ist das eine Riesenehre und ich habe großen Respekt davor."

"Das Team steckt in dieses Projekt sehr viel Herzblut - vom Mechaniker bis zum Ingenieur und über die ganzen weiteren Mitarbeitenden hin bis zu der obersten Führungsebene. Meine Aufgabe ist klar definiert: Nichts kaputt machen. Aber ich bin in einem Alter, wo mein Ego das auch zulässt."

Seine diesjährige Rennpremiere bestreitet Smudo von den "Fantastischen Vier". Der Rapper teilt sich das Cockpit eines Porsche 911 GT3 Cup mit seinem langjährigen Weggefährten Tom von Löwis und Henrik Bollerselv aus Dänemark. Das Fahrzeug ist wie gewohnt in der AT-Klasse am Start und stellt unter Beweis, dass Motorsport auch nachhaltig sein kann.

"Wir freuen uns darauf, diese Saison bei den 24h-Qualifiers zu eröffnen. Sie sind ein Gradmesser. Jede Runde zählt und wir sind bereit zu zeigen, was mit unseren nachhaltigen Technologien möglich ist", sagt Smudo, der auf der Nordschleife eine bekannte Größe ist.

Im Mittelfeld geben drei Fahrzeuge aus Asien ihr Debüt: Subaru Tecnica International bringt wie gewohnt den Subaru WRX in der Klasse SP4T an den Start. In derselben Klasse treten zwei Elantra N1 RP von Hyundai Motorsport N an.

So unterscheiden sich die Qualifiers von den übrigen NLS-Rennen

Während die NLS-Renntage einem gewohnten Rhythmus folgen, setzen die 24h Qualifiers auf ein eigenständiges Format. Der vielleicht ist größte Unterschied ist die Streckenvariante. Wie auch beim 24h-Rennen wird die AMG-Arena ausgelassen.

Rowe-BMW #98 bei den 24h Nürburgring 2025, Sonnenuntergang

Das Rennen am Samstag läuft bis in die frühen Abendstunden

Foto: Jochen Merkle

Im Gegenzug ist die Müllenbachschleife ein Teil des Kurses, womit die Streckenlänge auf 25,378 Kilometer wächst. Die längere Distanz pro Runde führt dazu, dass die Strategie der Teams bei den 24h Qualifiers unter Umständen angepasst werden muss.

Der Zeitplan am Samstag ist ebenfalls nicht üblich für ein NLS-Rennen: Während das Zeittraining wie gewohnt zwischen 08:30 und 10 Uhr stattfindet, startet das Rennen erst um 17:30 Uhr und führt in die Dämmerung hinein. In der Pause zwischen Training und Rennen findet der erste Lauf der Deutschen Historischen Langstrecken-Meisterschaft (DHLM) statt. Das Rennen führt ab 12 Uhr über die Distanz von drei Stunden.

Am Sonntag findet einmal im Jahr ein Top-Qualifying in der NLS statt. Nach dem Zeittraining (08:15 bis 09:45 Uhr) startet ab 10:40 Uhr das Top-Qualifying. Hier gehen die Top-Fahrzeuge im Einzelzeitfahren auf die Strecke und fahren die Startpositionen unter sich aus. Das zweite Vier-Stunden-Rennen startet dann um 13 Uhr.

Tickets für Freitag sind bereits für 10 Euro erhältlich. Die Renntage gibt es jeweils ab 27 Euro, Wochenendtickets sind ab 45 Euro zu haben. Zuschauer, die nicht vor Ort sind, können das Rennen im Livestream wie gewohnt auf dem YouTube-Kanal der NLS verfolgen. Streamstart ist Samstag um 08:10 Uhr, am Sonntag um 8 Uhr.

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