Was Verstappen auf der Nordschleife nur 48 Stunden nach Japan gemacht hat
Nur zwei Tage nach dem Großen Preis von Japan in der Formel 1 war Max Verstappen erneut auf der Nürburgring-Nordschleife im Mercedes-AMG GT3 unterwegs
Max Verstappen war schon wieder auf der Nürburgring-Nordschleife unterwegs
Foto: Speedpictures Speedpictures
Natürlich ließ es sich nicht geheim halten: Max Verstappen war am vergangenen Dienstag, den 31. März, erneut auf der Nürburgring-Nordschleife unterwegs. Diverse Fotos und Videos machten schnell in den sozialen Medien die Runden. Hat der viermalige Formel-1-Weltmeister nach dem Disqualifikations-Drama bei NLS2 eventuell etwas Geheimes getestet?
Eine AMG-Sprecherin bestätigt gegenüber Motorsport-Total.com: Nein. Es war schlicht ein ganz normaler Test in Vorbereitung auf das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring, ohne dass irgendwelche bahnbrechenden Dinge getestet wurden. Es ging schlicht darum, weitere Erfahrung in dem noch jungen Projekt zu sammeln.
Winward Racing kehrte 2026 mit einem vollumfänglichen GT3-Programm auf die Nordschleife zurück, nachdem man sich in den Vorjahren primär auf DTM und IMSA konzentriert hatte. Das Team war 2019 mit HTP Motorsport fusioniert, der letzte HTP-Einsatz auf der Nordschleife datiert auf jenes Jahr zurück.
Gerade nach dem abgesagten ersten NLS-Lauf war es wichtig, weitere Kilometer in der "Grünen Hölle" zu sammeln. Entsprechend waren beide Autos, das Verstappen-Auto und das Ravenol-gesponserte Fahrzeug, den ganzen Tag unterwegs. Mehrere AMG-Werksfahrer waren im Einsatz.
Nicht ganz den ganzen Tag, denn einiges an Zeit wurde auch für die Generierung von Content verwendet. Das größte Echo löste dabei der Stopp des Verstappen-AMGs an der Tankstelle Döttinger Höhe aus, einem der bekanntesten Anlaufpunkte für Nürburgring-Begeisterte rund um die "Grüne Hölle".
Der Testtag war schon lange gebucht und daher keine Reaktion auf den abgesagten NLS1-Lauf. Bekanntermaßen ist die Nürburgring-Nordschleife das ganze Jahr über ausgebucht, sei es für Touristenfahrten, den Industriepool der Autohersteller, Lehrgänge oder Test- und Rennveranstaltungen. Daher wird Verstappen den Termin auch schon länger im Kalender gehabt haben.
In Vorbereitung auf das 24-Stunden-Rennen dürfte der Tag bedingt produktiv gewesen sein - sofern nicht zum Rennen Winter in der Eifel herrschen wird. Die Temperaturen lagen morgens nur knapp über dem Gefrierpunkt. Hinzu kam leichter Schneefall, der aber nicht liegen blieb. Im Laufe des Tages trocknete die Strecke dann ab, es wurde aber nicht wärmer als sechs Grad Celsius.
Dennoch war es für Verstappen willkommen, da er zuletzt ausdrücklich wünschte, noch ein wenig im Regen fahren zu können. Das war diesmal möglich, allerdings bei Temperaturen, bei denen der erste NLS-Lauf aus Sicherheitsgründen bei nasser Strecke noch abgesagt worden war.
Der Red-Bull-Formel-1-Pilot fasste sich in einem Social-Media-Statement kurz: "Schnell auf der Nordschleife. Hab's da draußen sehr genossen." Da Verstappen bezüglich der aktuellen Formel-1-Regularien äußerst kritisch ist, dürften diese Worte auch ein sportpolitisches Statement in sich tragen.
Max Verstappens nächster Start bei einem Rennen auf der Nürburgring-Nordschleife wird höchstwahrscheinlich bei den 24h-Qualifiers am 18. und 19. April sein. Diesbezüglich winkte er bereits mit dem Zaunpfahl. Das 24-Stunden-Rennen steht vom 14. bis 17. Mai auf dem Programm.
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