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Liveticker 24h Le Mans 2024: Es ist Renntag an der Sarthe!

Liveticker 24h Le Mans 2024: Stimmen, Emotionen und Reaktionen aus Le Mans

Status: Beendet

Vielen Dank fürs Mitfiebern und Mitlesen!

Wir verabschieden uns aus unserem Liveticker rund um die 24 Stunden von Le Mans 2024 mit den Rennhighlights als Video. Vielen Dank sagen Heiko Stritzke, Mario Fritzsche und Sönke Brederlow für das eifrige Mitlesen und Mitfiebern in der gesamten Woche! Bis bald!

Die Höhepunkte der 92. Auflage der 24 Stunden von Le Mans auf dem Circuit de la Sarthe am 15./16. Juni 2024

LMP2 & LMGT3: Vier Le-Mans-Debütanten als Sieger!

In den Klassen LMP2 und LMGT3 gab es am Sonntag gleich vier Fahrer, die direkt bei ihrem ersten Le-Mans-Start am Klassensieg beteiligt waren. In der LMP2 sind es die beiden aus dem US-Bundesstaat Kalifornien stammenden Youngster Nolan Siegel (19 Jahre) und Bijoy Garg (21 Jahre).

Siegel fährt auf Vollzeitbasis in der Indy-NXT-Serie (vormals Indy-Lights) und hat parallel dazu kürzlich seine ersten IndyCar-Rennen bestritten. Garg hingegen wurde im vergangenen Jahr Champion in der LMP3-Klasse der IMSA-Serie. Den Le-Mans-Sieg 2024 in der LMP2 haben beide zusammen mit Langstrecken-Routinier Oliver Jarvis am Steuer des United-Autosports-Oreca #22 eingefahren.

Die beiden Debütsieger in der LMGT3 sind einerseits der 19-jährige Niederländer Morris Schuring, andererseits Yasser Shahin, 47-jähriger Bronze-Fahrer mit doppelter Staatsbürgerschaft (Australien/Palästina). Ihnen ist der Klassensieg direkt beim Le-Mans-Debüt gelungen, indem sie gemeinsam mit Profifahrer Richard Lietz den Manthey-Porsche #91 auf P1 ins Ziel gebracht haben.

Schuring erzählt nach dem Triumph: "Davon habe ich schon als kleiner Junge geträumt. Einmal in Le Mans zu gewinnen, das war der Grund, weshalb ich überhaupt Rennfahrer geworden bin. Jetzt hat es schon mit 19 Jahren geklappt. Das freut mich natürlich sehr. Ich bin sehr stolz auf meine Teamkollegen, auf mich selber und auf das Team. Wir haben ein astreines Rennen hingelegt, ohne einen einzigen Kratzer am Auto. Das ist in einem 24-Stunden-Rennen, erst recht in diesem mit so viel Regen, wirklich unglaublich!"

Manthey-EMA-Porsche Manthey EMA DTM ~~

Foto: Alexander Trienitz

Ferrari gibt zu: Toyota bei Regen stärker

Für Ferrari war Le Mans 2024 mit P1 für Fuoco/Molina/Nielsen im Auto mit der Startnummer 50 und mit P3 für die Vorjahressieger Pier Guidi/Calado/Giovinazzi im Auto mit der Startnummer 51 ein voller Erfolg. Einzig der technisch bedingte Ausfall des privat eingesetzten Ferrari #83 (Kubica/Schwarzman/Ye), der das Rennen in der Nacht lange angeführt hatte, trübt das Bild ein kleines bisschen. Für das Werksteam aber hätte es kaum besser laufen können. Dabei spielte den Italienern in die Karten, dass der Regen gegen Ende hin nachließ.

Laut Ferrari-Technikchef Ferdinando Cannizzo lag der Schlüssel im Rennen darin, "unsere Stärken zu nutzen und gleichzeitig unsere Schwächen, die wir im Vergleich zu unseren Wettbewerbern hatten, zu minimieren. Unsere Schwächen kannten wir seit Anfang der Woche und wir haben versucht, den Rückstand zu reduzieren. Als es richtig nass war, da war der Toyota ganz eindeutig das schnellste Auto. Im Trockenen waren wir konkurrenzfähiger, wahrscheinlich ein bisschen konkurrenzfähiger als sie es waren. Was uns betrifft, so konnten wir vor allem auf den Medium-Reifen unsere Stärken am besten ausspielen."

Antonio Fuoco Miguel Molina Nicklas Nielsen AF Corse AF Corse WEC ~Antonio Fuoco, Miguel Molina und Nicklas Nielsen ~

Foto: Alexander Trienitz

Cadillac: Kein Grip bei wechselhaften Bedingungen

Cadillac präsentierte sich mit den drei V-Series.R durchaus konkurrenzfähig. Letzten Endes gab es für den Cadillac #3 (Bourdais/van der Zande/Dixon) einen Ausfall aufgrund eines Öllecks nach 18 Stunden. Für den Cadillac #311 (Derani/Aitken/Drugovich) wurde es der 15. Platz nach mehreren Ausrutschern, wovon der letzte terminal war. Es war ein heftiger Einschlag in die Reifenstapel der Indianapolis-Kurve war. Und für den Cadillac #2 (Bamber/Lynn/Palou) sprang P7 heraus. Letztgenanntes Trio tat sich bei nicht richtig nassen, aber auch nicht richtig trockenen Bedingungen, am schwersten.

Der zweimalige und amtierende IndyCar-Champion Alex Palou, Schlussfahrer im blauen Cadillac, sagt nach P7 im Gespräch mit Motorsport.com: "Es ist natürlich schade, dass ich nicht um den Sieg kämpfen konnte. Wir sahen richtig gut aus, aber leider hatten wir am Schluss nicht ganz den nötigen Speed. Bei den wechselhaften Bedingungen waren wir einfach nicht schnell genug."

"Als es richtig nass war, waren wir gut dabei, ebenso als es richtig trocken war. Bei den wechselhaften Verhältnissen aber haben wir uns schwergetan. Da haben wir die Reifen regelrecht zerstört. Wir müssen uns jetzt anschauen, ob es an der Abstimmung des Autos lag, an mir als Fahrer oder an der BoP, die nicht geholfen hat. Die Antwort kenne ich im Moment noch nicht, aber ideal war es ganz sicher nicht", so Palou.

Earl Bamber Alex Palou  ~Earl Bamber und Alex Palou ~

Foto: Motorsport Images

Peugeot verpasst die Top 10: "Pech für uns, dass ..."

Für Peugeot wurden es beim zweiten Le-Mans-Auftritt in der Hypercar-Klasse diesmal die Positionen elf und zwölf im Endergebnis. Beide 9X8 - Startnummer 94 mit Vandoorne/di Resta/Duval und Startnummer 93 mit Vergne/Jensen/Müller - hatten nach den 24 Stunden zwei Runden Rückstand auf die Spitze.

Jean-Marc Finot vom Peugeot-Mutterkonzern Stellantis erklärt: "Der Wettbewerb ist sehr hoch. Pech für uns, dass diesmal so viele Autos in der Führungsrunde ins Ziel gekommen sind. Vor ein paar Jahren noch hätten wir es mit nur zwei Runden Rückstand wahrscheinlich auf das Podium geschafft. Heutzutage aber schließt du mit zwei Runden Rückstand weit unten im Klassement ab. Beim Tempo müssen wir noch zulegen, aber es ist sehr gut, jetzt mal die Basis in Form eines sehr zuverlässigen Autos zu haben."

Paul di Resta Loic Duval Stoffel Vandoorne  ~Paul di Resta, Loic Duval und Stoffel Vandoorne ~

Foto: Motorsport Images

BMW: Einmal P2, einmal außer Wertung, zweimal DNF

Für BMW waren die 24h Le Mans 2024 ein Rennen mit Höhen und Tiefen. Der zweite Platz des WRT-BMW #31 (Leung/Gelael/Farfus) in der LMGT3-Klasse ist ein wenig Trost dafür, dass zwei der drei anderen Autos gar nicht ins Ziel kamen und eines aufgrund zu großen Rückstands nicht gewertet wurde.

Das nicht gewertete Auto ist das Art-Car, der BMW #20 (S. van der Linde/Frijns/Rast) aus der Hypercar-Klasse. Mit Robin Frijns am Steuer gab es am Samstag einen Unfall, der jede Menge Runden kostete. Noch schlechter erging es dem Schwesterauto, dem BMW #15 (D. Vanthoor/Marciello/Wittmann), das am späten Samstagabend vom AF-Corse-Ferrari #83 in einen Crash geschickt wurde. Und auch der WRT-BMW #46 (Al Harthy/Rossi/Martin) aus der LMGT3-Klasse kam aufgrund eines Crashs nicht ins Ziel.

BMW-Motorsportchef Andreas Roos fasst im Gespräch mit Motorsport-Total.com zusammen: "Auf der Hypercar-Seite ist die Enttäuschung definitiv groß. Gerade nach den doch guten Ergebnissen in den Trainingssessions und auch im Qualifying mit der schnellsten Rundenzeit vom Dries [Vanthoor] war natürlich die Erwartungshaltung schon höher. Aber es war uns natürlich auch klar, dass der Wettbewerb sehr sehr hoch ist. Es war schade, zwei Autos sehr früh im Rennen quasi zu verlieren."

"Die #46, das Auto mit Valentino Rossi, Ahmad Al Harthy und Maxime Martin, ist leider in der Nacht unter schwierigen Bedingungen verunfallt. Das kann passieren. Es waren schwierige Streckenverhältnisse und das Auto war auf Slicks. Der Einschlag war leider zu heftig, um noch weiter zu fahren", so Roos.

Maxime Martin WRT-Audi Team WRT WTCR ~Maxime Martin ~

Foto: Motorsport Images

Callum Ilott lobt Jota-Crew für wieder aufgebauten 963

Mit dem Werksteam Penske hat Porsche zwar in Le Mans nicht das geschafft, was man Ende Januar bei den 24h Daytona geschafft hat, nämlich zu gewinnen. Trotzdem gibt es auch im Porsche-Lager glückliche Gesichter. Die finden sich nicht zuletzt in der Box des Kundenteams Jota.

Zur Erinnerung: Der Jota-Porsche #12 (Stevens/Ilott/Nato) hatte am Mittwoch einen Crash. Daraufhin wurde das Auto in Rekordzeit wieder aufgebaut. Und nach einem Shakedown auf dem nahegelegen Flugplatz (Freitagabend) lief das Auto im 24-Stunden-Rennen ohne Probleme! Ergebnis: P8 für Will Stevens, Callum Ilott und Norman Nato.

Ilott ist nach dem Rennen im Gespräch mit Motorsport-Total.com voll des Lobes für die Jota-Crew: "Sie haben eine unglaubliche Leistung vollbracht, uns überhaupt am Rennen teilnehmen zu lassen, ganz zu schweigen davon, dass wir auch noch konkurrenzfähig waren. Das Auto war wirklich sehr zuverlässig. Der achte Platz ist definitiv alles andere als schlecht. Natürlich hatten wir uns mehr ausgerechnet, denn vor dem Crash vom Mittwoch hatten wir einen Tick mehr Pace. Aber die Leute in der Box sollten wirklich sehr stolz sein auf das, was sie geleistet haben. Sie sind es, die uns die Chance gegeben haben, einen großartigen Job zu machen."

Callum Ilott Norman Nato  ~Callum Ilott und Norman Nato ~

Foto: Motorsport Images

Erste Reaktion von Porsche: "Vierter willst du nicht unbedingt werden"

Le-Mans-Rekordsieger Porsche hat bei der diesjährigen Ausgabe einen Podestplatz um gerade mal 1,167 Sekunden verpasst. Nach P4 für den von der Pole gestarteten Porsche #6 (Estre/Lotterer/L. Vanthoor) sagt Urs Kuratle, Leiter des LMDh-Programms, im Gespräch mit Motorsport-Total.com:

"Wenn schon, dann ist es mir immer noch lieber mit einem geringen Rückstand nicht auf das Podium zu kommen als mit einem großen. Aber Vierter willst du natürlich auch nicht werden, vor allem nicht in Le Mans. Es ist aber jetzt wie es ist. Wir waren nicht gut genug. Punkt."

Auf Nachfrage, ob er damit das Rennen als Ganzes oder den Speed des Autos meint, antwortet Kuratle: "Speed. Das Team hat gut gearbeitet und daran habe ich wirklich Freude. Das sage ich jetzt nicht einfach so, sondern ich habe schon mehrfach gesagt, dass wir uns verbessert haben."

Kevin Estre Laurens Vanthoor  ~Kevin Estre und Laurens Vanthoor ~

Foto: Alexander Trienitz

Toyota hat "alles getan, was wir tun konnten"

Toyota wird erneut geschlagen und belegt den zweiten Platz! "Dieses Rennen ist immer schwierig", weiß Kamui Kobayashi. "Wir haben alles getan, was wir tun konnten. Wir sind als Letzte [der Klasse] gestartet und wir hatten auch einige Probleme. Aber ich bin sehr stolz. Das ganze Team hat alles getan, was wir tun konnten."

"Natürlich ist es schade für die Startnummer 8. Ich denke, auch sie hatten die Möglichkeit, zu gewinnen", glaubt der Japaner. "Sie waren im Zweikampf mit dem Auto #50, aber der Kontakt mit dem Auto #51 warf sie auf den fünften Platz zurück. Es ist ziemlich hart für uns, aber so ist der Rennsport."

"Wir sind das ganze Risiko eingegangen", spricht Kobabyashi über die Schlussphase von Jose-Maria Lopez, in der sich der Argentinier sogar einmal von der Strecke drehte. "Es war eine Herausforderung, aber ohne Herausforderung gewinnen wir nie! Wir geben immer unser Bestes, das ist die Philosophie von Toyota Gazoo Racing. Wir geben niemals auf und wir versuchen es bis zum Ende."

Schlussfahrer Nielsen: "Wir haben es geschafft!"

Schlussfahrer Nicklas Nielsen berichtet über die Schlussphase. "Das Schlimmste für mich war es, als ich gebeten wurde, langsamer zu fahren. Genau da passieren normalerweise Fehler", mahnt der Däne, der sich trotz schwieriger Bedingungen aber keinen großen Fauxpas leistete. "Ich wurde im gesamten letzte Stint über den Abstand informiert, also ging es im Grunde nur darum, den Vorsprung auf das zweitplatzierte Auto zu verwalten. Aber der letzte Stint und vor allem die letzte Runde waren so lang! Wir haben es geschafft!"

"Wir wussten, dass wir eine gute Chance haben würden und haben seit dem vergangenen Jahr darauf hingefiebert, an diesen Ort hier zurückzukehren", ergänzt Teamkollege Miguel Molina. "Jetzt bin ich einfach nur sprachlos!"

Die Top 10 in der Hypercar-Klasse

1. Ferrari #50 (Fuoco/Molina/Nielsen)
2. Toyota #7 (Kobayashi/Lopez/de Vries)
3. Ferrari #51 (Pier Guidi/Calado/Giovinazzi)
4. Porsche #6 (Estre/Lotterer/L. Vanthoor)
5. Toyota #8 (Buemi/Hartley/Hirakawa)
6. Porsche #5 (Campbell/Christensen/Makowiecki)
7. Cadillac #2 (Bamber/Lynn/Palou)
8. Jota-Porsche #12 (Stevens/Ilott/Nato)
9. Jota-Porsche #38 (Button/Hanson/Rasmussen)
10. Lamborghini #63 (Bortolotti/Mortara/Kwjat)