24h Le Mans 2026 FT3: Jetzt ist BMW mit Bestzeit dran
BMW und Alpine fangen die lange führenden Cadillac im dritten Training ab - Erst Dreher, dann Platz 1 - Zwei LMP2 segeln in den Reifenstapel
Drittes Training, dritte verschiedene Marke bei den 24h Le Mans 2026 vorn
Foto: Rainier Ehrhardt
Das dritte Freie Training bei den 24 Stunden von Le Mans (hier in TV und Livestream!) wurde von den Teams zur Vorbereitung sowohl für das Rennen als auch die am Abend auf dem Programm stehende Hyperpole genutzt. Die Bestzeit ging dabei an Dries Vanthoor im BMW #15 (Magnussen/Marciello/D. Vanthoor; 1.) in 3:23.302 Minuten. (Ergebnis)
Bemerkenswerterweise gelang Vanthoor diese Runde ganz am Ende der Session, nachdem der BMW M Hybrid V8 zu Beginn der Session bereits einen Dreher mit Kiesbettbesuch hatte. Raffaele Marciello konnte den LMDh-Boliden aus eigener Kraft aus dem Kiesbett der Ford-Schikane befreien. Dasselbe Kunststück war zuvor im Nachttraining bereits dem Toyota #8 (Buemi/Hartley/Hirakawa; 12.) gelungen.
Vanthoors Runde war natürlich eine Generalprobe für die Hyperpole. Er war dabei 0,423 Sekunden schneller als Victor Martins im Alpine #36 (Makowiecki/Gounon/Martins; 2.). Der Alpine A424 kam zwischenzeitlich mit beschädigter Front an die Box. Lange war eine Marke von 3:23.816 Minuten die Bestzeit der Session, gehalten von Will Stevens im Cadillac #12 (Stevens/Nato/Deletraz; 3.).
Diesmal bestimmten die LMDh-Boliden das Geschehen vollends. Zumindest über eine Runde scheinen sie gegenüber den LMH ganz leicht die Nase vorn zu haben. Alle drei Cadillac, beide Alpine und BMW sowie beide Genesis kamen in die Top 10. Als einziger LMH kam der Ferrari #51 (Pier Guidi/Calado/Giovinazzi; 9.) in die Top 10. Allerdings fuhren nicht alle Fahrzeuge Quali-Simulationen.
Auch in der LMP2 gab es eine Bestzeit durch ein Fahrzeug, das in einen Zwischenfall verwickelt war: Louis Rousset wurde im Forestier-Panis-Oreca #29 (Rousset/Masson/Gray; 1. LMP2) von Roman De Angelis im Aston Martin #009 (Riberas/Sörensen/De Angelis; 14.) beim Anbremsen der Ford-Schikane abgedrängt und musste unplanmäßig den Boxeneingang benutzen. Dabei zerstörte er eine Styroportafel, was für eine Full-Course-Yellow sorgte.
Später gab es die Bestzeit in 3:34.252 Minuten, etwas langsamer als die Bestzeit aus dem zweiten Training. Der Duqueine-Oreca #30 (Pin/Andlauer/Verschoor; 2. LMP2) war nur 0,001 Sekunden langsamer.
Die LMGT3-Bestzeit von 3:53.728 Minuten wurde etwas früher in der Session aufgestellt. Eduardo "Dudu" Barrichellos Marke mit dem Heart-of-Racing-Aston-Martin #23 (Newell/Barrichello/Adam; 1. LMGT3) blieb damit bestehen.
Die Session musste 25 Minuten vor Schluss für rund zehn Minuten unterbrochen werden, weil Daniel Schneider den United-Autosports-Oreca #222 (Schneider/Hanley/Jarvis; 11. LMP2) in der Ford-Schikane in den Reifenstapel stopfte. Zuvor hatte bereits der Proton-Oreca #44 (H. Felbermayr jun./H.F. Felbermayr/Fluxa; 18. LMP2) erneut einen Einschlag, diesmal im Bereich Indianapolis.
Die Hyperpole beginnt um 20 Uhr. (Kompletter Zeitplan 24h Le Mans 2026)
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