24h Le Mans 2026: Peugeot verpasst Hyperpole, Bestzeit für Alpine
Beide Peugeot 9X8 scheiden im Qualifying aus - Tausendstelentscheidung in der LMP2 - Erste Startplätze bei den 24 Stunden von Le Mans 2026 vergeben
Beide Peugeot 9X8 schieden im regulären Qualifying aus
Foto: Rainier Ehrhardt
Die erste Entscheidung bei den 24 Stunden von Le Mans 2026 (hier im Fernsehen und Livestream!) ist gefallen: Drei Hypercars, vier LMP2-Boliden und zehn LMGT3 sind im regulären Qualifying eliminiert worden. Es ging darum, unter die Top 15 zu fahren.
In der Hypercar-Kategorie haben beide Peugeot 9X8 den Einzug in die Hyperpole verpasst. Außerdem muss der private AF-Corse-Ferrari #83 (Ye/Kubica/Hanson; 17.) am Donnerstag bei der Hyperpole zuschauen. Die Bestzeit setzte Ferdinand Habsburg im Alpine #35 (da Costa/Milesi/Habsburg; 1.) in 3:23.135 Minuten. (Ergebnis)
Bei Peugeot herrscht nach dem Qualifying Frust. "Es ist natürlich sehr frustrierend, nach der Poleposition in Spa jetzt beim Heimrennen zwei Zehntel pro Kilometer zu verlieren. Wir verlieren auf der gesamten Runde ein bisschen. Dasselbe Paket, dieselben Leute, dasselbe Auto wie in den vergangenen beiden Rennen", sagt Teamchef Emmanuel Esnault.
Zwischen den Zeilen lässt sich hier Kritik an der Balance of Performance (BoP) rauslesen. Sie darf weder direkt angesprochen werden noch ist sie dieses Jahr bekannt. Doch der Frust ist bei Esnault groß: "Es sieht so wie vergangenes Jahr [in Le Mans], selbst wenn der Abstand kleiner ist. Aber damit können wir nicht zufrieden sein. Wenn man eine Marke mit der Historie von Peugeot vertritt, ist das nicht, wie wir fahren wollen."
Der private Ferrari hatte im Freien Training vor dem Qualifying einen Einschlag und wäre im Qualifying beinahe wieder ausgangs der Esses abgeflogen. Phil Hanson hielt den 499P gerade noch auf Kurs. Zudem erscheint Ferrari zumindest auf eine Runde nicht konkurrenzfähig, denn auch die beiden Werksautos kamen nicht über die Plätze 14 und 15 hinaus. Der Abstand auf den besseren der beiden Peugeot: 0,355 Sekunden.
Die Bestzeit setzte Ferdinand Habsburg im Alpine #35 (da Costa/Milesi/Habsburg; 1.) in 3:23.135 Minuten. Wie erwartet ist es unglaublich eng, elf Hypercars landeten innerhalb einer Sekunde. Alessandro Pier Guidi fehlten als 15. lediglich 1,488 Sekunden auf die Bestzeit von Habsburg.
Ganz vorn landeten die LMDh-Boliden, wobei Cadillac mit den Plätzen zwei, drei und fünf erneut heraussticht. BMW zeigte sich mit den Plätzen vier und sechs erneut stärker aufgelegt als noch beim Vortest. "Solide. Wir wollten zweimal Top 15 und haben zweimal Top 6", kommentiert BME-Motorsportchef Andreas Roos gegenüber Motorsport-Total.com. Bester LMH-Bolide war diesmal der Aston Martin #009 (Riberas/Sörensen/De Angelis).
Das hat aber alles nur statistische Bedeutung, denn die vorderen Startplätze werden am Donnerstag in der zweigeteilten Hyperpole ausgefahren.
Ausgeschieden (Hypercar):
16. Peugeot #93 (di Resta/Vandoorne/Cassidy)
17. AF-Corse-Ferrari #83 (Ye/Kubica/Hanson)
18. Peugeot #94 (Duval/Jakobsen/Pourchaire)
LMP2: 35 Tausendstel entscheiden über Hyperpole-Einzug
Dass bei den LMP2 vier Pro-Am-Fahrzeuge ausscheiden würden, war bereits abzusehen. Denn hier mussten die Fahrer mit der schwächsten Einstufung antreten. Die zehn Silber-Fahrer mussten daher nur eine ordentliche Runde absolvieren, während die Bronze-Fahrer aus der Pro-Am den Hyperpole-Einzug unter sich ausmachen.
Am Ende gab es eine dramatische Entscheidung zwischen Daniel Schneider im United-Autosports-Oreca #222 (Schneider/Hanley/Jarvis; 15.) und Horst Felbermayr jun. im Proton-Oreca #44 (H. Felbermayr jun./H.F. Felbermayr/Fluxa; 16.). In letzter Instanz verpasste Felbermayr den Einzug in die Hyperpole 1 um 0,035 Sekunden.
Die Bestzeit markierte schon früh in der Sitzung Doriane Pin im Duqueine-Oreca #30 (Pin/Andlauer/Verschoor; 1. LMP2) in 3:34.662 Minuten, gefolgt von Ian Aguilera im CLX-Oreca #37 (Closmenil/Aguilera/T. Jensen; 2. LMP2) und Bijoy Garg im Inter-Europol-Oreca #343 (Garg/de Gerus/Müller; 3. LMP2).
Ausgeschieden (LMP2):
16. Proton-Oreca #44 (H. Felbermayr jun./H.F. Felbermayr/Fluxa)
17. APR-Oreca #25 (Mic. Jensen/Trulli/Hughes)
18. RD-Oreca #48 (Poordad/Vautier/Dumas)
19. DKR-Oreca #3 (Farano/Alvarez/van der Zande)
LMGT3: Drei WEC-Fahrzeuge scheiden aus
Spannender war die Situation in der LMGT3, denn hier mussten zehn Fahrzeuge ausscheiden. Yasser Shahin zog im Manthey-Porsche #92 (Shahin/Pera/Lietz; 15. LMGT3) das letzte Ticket für die Hyperpole. Abdulla Al-Khelaifi verfehlte im Iron-Lynx-Mercedes-AMG #62 (Al-Khelaifi/Hanses/Alesi; 16. LMGT3) die Hyperpole 1 um 0,065 Sekunden.
Überraschend ebenfalls draußen: Antares Au im Garage-59-McLaren #10 (Au/Fleming/Kirchhöfer; 17. LMGT3) und Ben Keating bei seinem Comeback in der TF-Sport-Corvette #33 (Keating/Edgar/Catsburg; 18. LMGT3). Keating hatte zuletzt eine Operation am Ellbogen und ist nicht sicher, ob er das Rennen in Sachen Fitness überhaupt durchstehen kann.
Mit Alexander West im Garage-59-McLaren #58 (West/Gehrsitz/Goethe; 23. LMGT3) erwischte es einen dritten WEC-Stammstarter. Die LMGT3-Bestzeit fuhr Peter Dempsey in der TF-Sport-Corvette #34 (Dempsey/Yoluc/Eastwood) in 3:55.744 Minuten.
Ausgeschieden (LMGT3):
16. Iron-Lynx-Mercedes-AMG #62 (Al-Khelaifi/Hanses/Alesi)
17. Garage-59-McLaren #10 (Au/Fleming/Kirchhöfer)
18. TF-Sport-Corvette #33 (Keating/Edgar/Catsburg)
19. Iron-Lynx-Mercedes-AMG #79 (Zelger/Cressoni/Hodenius)
20. AF-Corse-Ferrari #150 (Toledo/Wadoux/Agostini)
21. Kessel-Ferrari #57 (Kimura/Laursen/Serra)
22. RSL-Aston-Martin #59 (Mateu/Possard/Haase Clot)
23. Garage-59-McLaren #58 (West/Gehrsitz/Goethe)
24. TF-Sport-Corvette #2 (Ibrahim/Hanafin/Green)
25. 13-Autosport-Corvette #13 (Fidani/Kern/Bell)
Am Mittwoch steht nun noch ein zweistündiges Nachttraining bis Mitternacht auf dem Programm.
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